de-at philosophie.podspot.de Philosophie-Podcast Mon, 11 Nov 2019 17:06:54 +0000 PodHost Feed Generator 2.4 (https://www.podhost.de) http://philosophie.podspot.de Bernhard Kopp no no Bernhard Kopp bernhard.kopp@gmail.com Philosophie Blog Philosophie Blog erstellt von Schülerinnen und Schülern des BG/BRG Carneri Graz Kapitel 14 - Existenzphilosophie, Teil 1: Historische Wurzeln und Kurzcharakteristik Wed, 21 Apr 2010 14:01:30 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-14-existenzphilosophie-teil-1-historische-wurzeln-und-kurzcharakteristik 993872a838e992112afd861dec76c5d7 0 Kapitel 13 - 19. Jahrhundert, Teil 2: Friedrich Nietzsche Wed, 21 Apr 2010 13:50:36 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-13-19-jahrhundert-teil-2-friedrich-nietzsche fc114c7c5440c8598e2c6e2e12608036 0 Kapitel 13 - 19. Jahrhundert, Teil 1: Arthur Schopenhauer Wed, 21 Apr 2010 13:45:34 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-13-19-jahrhundert-teil-1-arthur-schopenhauer f035a2a3bc64042340e6e2ddeb8bd108 0 Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 9: Karl Popper Wed, 21 Apr 2010 13:44:46 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-12-politische-philosophie-teil-9-karl-popper 721c1ea628d68972484d0dabef3b5688 0 Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 8: Historischer Materialismus, Kritik an Marx Wed, 21 Apr 2010 13:27:30 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-12-politische-philosophie-teil-8-historischer-materialismus-kritik-an-marx d34cb47608d14a6c4952835010c11d1c 0 Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 7: Karl Marx Wed, 21 Apr 2010 13:26:21 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-12-politische-philosophie-teil-7-karl-marx 84d99dd00c4c1d6191a2533789168dd9 0 Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 6: Montesquieu, Rousseau Wed, 21 Apr 2010 13:25:42 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-12-politische-philosophie-teil-6-montesquieu-rousseau 26c647e5139857a33ec8dcafa6d1c167 0 Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 5: Hobbes, Locke Wed, 21 Apr 2010 13:24:56 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-12-politische-philosophie-teil-5-hobbes-locke 076fab706cc53fb495a4378244c9672d 0 Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 4: Machiavelli Wed, 10 Mar 2010 13:03:28 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-12-politische-philosophie-teil-4-machiavelli 1fc432108c6d935bd0a5c9076f8a3d2e 0 Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 3: Polybios, Augustinus Wed, 10 Mar 2010 12:26:22 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-12-politische-philosophie-teil-3-polybios-augustinus 0140ceb13a14298741e47ac99811346f 0 Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 2: Aristoteles Wed, 10 Mar 2010 12:05:52 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-12-politische-philosophie-teil-2-aristoteles 5fe409a2f996a980bbf7ed3248a0df2d 0 Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 1: Platon Wed, 10 Mar 2010 11:56:51 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-11-politische-philosophie-teil-1-platon ac33037ec68353871daac31229ab27fc 0 Kapitel 11 - Die Aufklärung, Teil 7: Das Theodizeeproblem Wed, 10 Mar 2010 11:45:54 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-12-die-aufklarung-teil-7-das-theodizeeproblem 9d719b7bb42f51959fbd94daa3ede481 0 Kapitel 11 - Die Aufklärung, Teil 6: Kants Ethik und seine Ästhetik Das heißt, wir sollen nur so handeln, dass wir uns gleichzeitig wünschen können, dass die Regeln nach denen wir handeln zum allgemeinen Gesetz werden. Laut Kant ist die Einstellung entscheidend dafür, ob wir etwas als moralisch richtig bezeichnen können. Nicht die Konsequenzen der Handlung sind entscheidend. Deshalb spricht man bei Kants Ethik auch von Gesinnungsethik (Deontologische Ethik) z.B. Wer Reiche beraubt um Armen zu helfen und das aus Gewissensüberzeugung tut = gut. Wer aber Armen hilft um sein eigenes Ansehen zu erhöhen handelt schlecht!! Ästhetik, Genie und Schönheit In der dritten großen Kritik, der „Kritik der Urteilskraft“, geht es um die Frage, in wie weit ist der Mensch imstande so etwas wie Geschmacksurteile zu fällen, das heißt also zu beurteilen, ob ein Gegenstand, ein Bild ein Film oder ein Lied hässlich oder schön ist. Damit wurde Kant zum Grundleger der modernen Ästhetik. (Lehre davon, was schön ist). Er ging davon aus, dass die Grundlage unseres ästhetischen Urteilsvermögens in unserem Geschmacksvermögen liegt. Der Geschmack, so Kant, ist eigentlich in seiner Basis rein subjektiv. Über Geschmäcker lässt sich bekanntlich nicht streiten. Geschmacksempfindungen können nicht - wie etwa eine falsche mathematische Berechnung - widerlegt werden. Dennoch neigen wir dazu, so Kant, diese subjektiven Geschmacksempfindungen, vor allem im Bereich der Ästhetik, als quasi objektive Geschmacksurteile zu formulieren. Wir sagen, dieses Buch ist gut und nicht, dieses Buch gefällt mir. Wir suchen die Zustimmung, den Konsens, zumindest die Auseinandersetzung mit anderen. ]]> Wed, 24 Feb 2010 14:39:47 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/untitled-1 a696201b9cb40010c5cbe7dde4df7f02 Das heißt, wir sollen nur so handeln, dass wir uns gleichzeitig wünschen können, dass die Regeln nach denen wir handeln zum allgemeinen Gesetz werden. Laut Kant ist die Einstellung entscheidend dafür, ob wir etwas als moralisch richtig bezeichnen können. Nicht die Konsequenzen der Handlung sind entscheidend. Deshalb spricht man bei Kants Ethik auch von Gesinnungsethik (Deontologische Ethik) z.B. Wer Reiche beraubt um Armen zu helfen und das aus Gewissensüberzeugung tut = gut. Wer aber Armen hilft um sein eigenes Ansehen zu erhöhen handelt schlecht!! Ästhetik, Genie und Schönheit In der dritten großen Kritik, der „Kritik der Urteilskraft“, geht es um die Frage, in wie weit ist der Mensch imstande so etwas wie Geschmacksurteile zu fällen, das heißt also zu beurteilen, ob ein Gegenstand, ein Bild ein Film oder ein Lied hässlich oder schön ist. Damit wurde Kant zum Grundleger der modernen Ästhetik. (Lehre davon, was schön ist). Er ging davon aus, dass die Grundlage unseres ästhetischen Urteilsvermögens in unserem Geschmacksvermögen liegt. Der Geschmack, so Kant, ist eigentlich in seiner Basis rein subjektiv. Über Geschmäcker lässt sich bekanntlich nicht streiten. Geschmacksempfindungen können nicht - wie etwa eine falsche mathematische Berechnung - widerlegt werden. Dennoch neigen wir dazu, so Kant, diese subjektiven Geschmacksempfindungen, vor allem im Bereich der Ästhetik, als quasi objektive Geschmacksurteile zu formulieren. Wir sagen, dieses Buch ist gut und nicht, dieses Buch gefällt mir. Wir suchen die Zustimmung, den Konsens, zumindest die Auseinandersetzung mit anderen. ]]> 0 Kapitel 11 - Die Aufklärung, Teil 5: Kants Erkenntnistheorie
Immanuel Kant 1724 bis 1804 Einer der wichtigesten deutschen Aufklärer, der wahrscheinlich wichtigste deutsche Philosoph war der Philosoph Immanuel Kant. Kant wuchs in einfachen Verhältnissen auf und war das vierte von elf Kindern einer Handwerkerfamilie. Kant besuchte Gymnasium und Universität in Königsberg, studiert Philosophie, Mathematik und Naturwissenschaften. Er strebte eine akademische Karriere an, musste sich aber jahrelang als Hauslehrer durchschlagen. Er führt unspektakuläres und Leben und verlässt Königsberg nie. Er unterwirft sein Leben den Maximen seiner Vernunft, gestaltet es vollkommen regelmäßig und versagt sich alles, von dem er annimmt, dass es ihn schädigen könnte. Kant stirbt als Achtzigjähriger 1804 in Königsberg. Kants Hauptwerk, Die Kritik der reinen Vernunft, gilt als eines der schwierigsten Bücher der philosophischen Literatur, obwohl Kant sich hier einfache Fragen stellt: • Was leistet die Vernunft für die menschliche Erkenntnis? • Wie sind die Grenzen der Vernunft zu ziehen? • Was leistet sie für die Beantwortung der alten metaphysischen Fragen (Freiheit des Menschen, Unsterblichkeit der Seele, Existenz Gottes)? Ein Hauptanligen seines Denkens war es, die Stömungen des Rationalismus und des Empirismus zu versöhnen. Kants Kritik lautete: „Theorie ohne Empirie ist leer, Empirie ohne Theorie ist blind“. Die Sinneseindrücke, Wahrnehmungen oder Erfahrungen werden durch den Verstand geordnet. Voraussetzung aller Erfahrung sind nach Kant erst einmal die Anschauungsformen, - die transzendenten Formen - wie  Raum,  Zeit,  Ursache und  Wirkung, Sie gehen der Erfahrung voraus, sie sind von vornherein da – also a priori gültig. Dann ordnet der Verstand die Wahrnehmungen nach bestimmten Kategorien, die ebenfalls a priori gültig sind. Diese Kategorien sind nach Kant  Qualität,  Quantität (was ich von ihrer Anzahl sagen kann: Einheit, Vielfalt)  Relation (ihre möglichen Beziehungen zu anderen)  Modalität ( wie etwas ist - möglich, zufällig, notwendig...) Entscheidend war die Frage, wie abtrakte Begriffe wie Raum, Zeit, Ausdehnung und Substanz zustandekommen. Die Empiristen hatten die Meinung vertreten, dass der Mensch an den Dingen der Realität nach und nach lerne, den Begriff "Raum" zu abstrahieren. Kant verneinte dies und vertrat die gegenteilige Ansicht: Die Begriffe "Raum" oder "Zeit" müssen bereits vorhanden sein, um Raum-Erfahrungen oder Zeit-Erfahrungen machen zu können. Damit kehrte er die Vorstelllungen seiner zeit völlig um und leitete etwas ein, das er die "kopernikanische Wende in der Philosphie" nannte. Die Hauptaussauge seiner Philosphie lautet: Die Erkenntnis richtet sich nicht nach dem Gegenstand, sondern der Gegenstand nach der Erkenntnis. Die Kategorien und Anschauungsformen, also die Voraussetzungen des Verstandes, die aller Erfahrung voraus gehen müssen, die von der Erfahrung unabhängig sind, sind also a priori. Was aber erst aus der Erfahrung gewonnen werden kann, nannte er a posteriori. Er geht von vier verschiedenen Urteilsformen aus: 1. A priori – vor der Erfahrung, „von vornherein“, gedacht 2. A posteriori – „im Nachhinein“, werden aus der Erfahrung gewonnen, z.B. was Größer oder Kleiner ist, lerne ich aus der Erfahrung Diese sind Begriffe der Erkenntnistheorie 3. analytisch ( Wahrheit wird aus der Analyse des Begriffs abgeleitet) : Beispiele :der Kreis ist rund, Junggesellen sind unverheiratete Männer, die Summe der Innenwinkel eines Dreicks ist immer 180°, für ein rechtwinkeliges Dreieck gilt : c² = a² + b² 4. synthetisch (zusammensetzen, zergliedern) : nicht-analytische Aussagen : « Heute ist das Wetter schön. » Kant scher Kasten Eine der Hauptfragen nach Kant ist die Frage, ob es synthetische Aussagen a priori gibt. ]]>
Wed, 24 Feb 2010 14:32:16 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/untitled 76c902d4c7df02addb5603734b6f43f7
Immanuel Kant 1724 bis 1804 Einer der wichtigesten deutschen Aufklärer, der wahrscheinlich wichtigste deutsche Philosoph war der Philosoph Immanuel Kant. Kant wuchs in einfachen Verhältnissen auf und war das vierte von elf Kindern einer Handwerkerfamilie. Kant besuchte Gymnasium und Universität in Königsberg, studiert Philosophie, Mathematik und Naturwissenschaften. Er strebte eine akademische Karriere an, musste sich aber jahrelang als Hauslehrer durchschlagen. Er führt unspektakuläres und Leben und verlässt Königsberg nie. Er unterwirft sein Leben den Maximen seiner Vernunft, gestaltet es vollkommen regelmäßig und versagt sich alles, von dem er annimmt, dass es ihn schädigen könnte. Kant stirbt als Achtzigjähriger 1804 in Königsberg. Kants Hauptwerk, Die Kritik der reinen Vernunft, gilt als eines der schwierigsten Bücher der philosophischen Literatur, obwohl Kant sich hier einfache Fragen stellt: • Was leistet die Vernunft für die menschliche Erkenntnis? • Wie sind die Grenzen der Vernunft zu ziehen? • Was leistet sie für die Beantwortung der alten metaphysischen Fragen (Freiheit des Menschen, Unsterblichkeit der Seele, Existenz Gottes)? Ein Hauptanligen seines Denkens war es, die Stömungen des Rationalismus und des Empirismus zu versöhnen. Kants Kritik lautete: „Theorie ohne Empirie ist leer, Empirie ohne Theorie ist blind“. Die Sinneseindrücke, Wahrnehmungen oder Erfahrungen werden durch den Verstand geordnet. Voraussetzung aller Erfahrung sind nach Kant erst einmal die Anschauungsformen, - die transzendenten Formen - wie  Raum,  Zeit,  Ursache und  Wirkung, Sie gehen der Erfahrung voraus, sie sind von vornherein da – also a priori gültig. Dann ordnet der Verstand die Wahrnehmungen nach bestimmten Kategorien, die ebenfalls a priori gültig sind. Diese Kategorien sind nach Kant  Qualität,  Quantität (was ich von ihrer Anzahl sagen kann: Einheit, Vielfalt)  Relation (ihre möglichen Beziehungen zu anderen)  Modalität ( wie etwas ist - möglich, zufällig, notwendig...) Entscheidend war die Frage, wie abtrakte Begriffe wie Raum, Zeit, Ausdehnung und Substanz zustandekommen. Die Empiristen hatten die Meinung vertreten, dass der Mensch an den Dingen der Realität nach und nach lerne, den Begriff "Raum" zu abstrahieren. Kant verneinte dies und vertrat die gegenteilige Ansicht: Die Begriffe "Raum" oder "Zeit" müssen bereits vorhanden sein, um Raum-Erfahrungen oder Zeit-Erfahrungen machen zu können. Damit kehrte er die Vorstelllungen seiner zeit völlig um und leitete etwas ein, das er die "kopernikanische Wende in der Philosphie" nannte. Die Hauptaussauge seiner Philosphie lautet: Die Erkenntnis richtet sich nicht nach dem Gegenstand, sondern der Gegenstand nach der Erkenntnis. Die Kategorien und Anschauungsformen, also die Voraussetzungen des Verstandes, die aller Erfahrung voraus gehen müssen, die von der Erfahrung unabhängig sind, sind also a priori. Was aber erst aus der Erfahrung gewonnen werden kann, nannte er a posteriori. Er geht von vier verschiedenen Urteilsformen aus: 1. A priori – vor der Erfahrung, „von vornherein“, gedacht 2. A posteriori – „im Nachhinein“, werden aus der Erfahrung gewonnen, z.B. was Größer oder Kleiner ist, lerne ich aus der Erfahrung Diese sind Begriffe der Erkenntnistheorie 3. analytisch ( Wahrheit wird aus der Analyse des Begriffs abgeleitet) : Beispiele :der Kreis ist rund, Junggesellen sind unverheiratete Männer, die Summe der Innenwinkel eines Dreicks ist immer 180°, für ein rechtwinkeliges Dreieck gilt : c² = a² + b² 4. synthetisch (zusammensetzen, zergliedern) : nicht-analytische Aussagen : « Heute ist das Wetter schön. » Kant scher Kasten Eine der Hauptfragen nach Kant ist die Frage, ob es synthetische Aussagen a priori gibt. ]]>
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Kapitel 11 - Die Aufklärung, Teil 4: Adam Smith Adam Smith (1723 bis 1790) Neben David Hume gibt es einen weiteren Schotten, der bedeutende Beiträge zur Philosophie der Aufklärung leistete : Adam Smith. Der aus dem schottischen Kirkaldy stammande Smith lehrte an der Universität von Glasgow, und war mit David Hume freundschaftlich verbunden. Man könnte Adam Smith mit einigem Recht als einen « schrulligen Professor » charakterisieren, denn er führte manchmal Selbstgespräche und schien oft geistesabwesend und völlig in Gedanken versunken zu sein. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, regen Anteil am geistigen Leben seiner Zeit zu nehmen und als Rektor der Universität Glasgow deren Geschäfte zu führen. Mit seinem 1776 veröffentlichten Werk «Wealth of Nations», seinem Lebenswerk, dem er enorm viel Zeit (und einen Teil seiner körperlichen Gesundheit opferte), legte er den Grundstein für die freie Marktwirtschaft, indem er die Behauptung aufstellte, jedes Streben zum eigenen Vorteil (Egoismus) diene letztlich auch der Gesamtheit. Er lehnte die zu seiner Zeit vorherrschende Monopolwirtschaft ab und setzte sich für den Freihandel ein. Smith betrachtete den Markt als zweiten wichtigen Mechanismus neben dem Staat, da der Markt weitaus effizienter und anonymer Leistung belohnt. Der Staat hat allerdings weiterhin die wichtige Aufgabe, die Rahmenbedingungen für den Markt zu schaffen (z.B. Bau von Straßen oder Schulen). Im freien Markt würde sich Angebot und Nachfrage selbst regulieren und auf diese Weise gleichsam von einer "unsichtbaren Hand" geführt werden. So wurde Adam Smith zum Vordenker der freien Marktwirtschaft, des wirtschaftlichen Liberalismus und des Kapitalismus, der Leistungs- und Konkurrenzgesellschaft. Leider wurde Smiths Lehre absichtlich fehlinterpretiert und das ungebremste, rücksichtslose Gewinnstreben des 19. Jahrhunderts und das zeitweise nahezu völlige Außerachtlassen der Aufgaben des Staates führte zu enormen sozialen Missständen. All dies hätte der Menschenfreund Adam Smith sicher nicht gutgeheißen. ]]> Wed, 24 Feb 2010 14:11:45 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-11-die-aufklarung-teil-4-adam-smith 87741ba998ca5cd3e9540cd3192ca80e Adam Smith (1723 bis 1790) Neben David Hume gibt es einen weiteren Schotten, der bedeutende Beiträge zur Philosophie der Aufklärung leistete : Adam Smith. Der aus dem schottischen Kirkaldy stammande Smith lehrte an der Universität von Glasgow, und war mit David Hume freundschaftlich verbunden. Man könnte Adam Smith mit einigem Recht als einen « schrulligen Professor » charakterisieren, denn er führte manchmal Selbstgespräche und schien oft geistesabwesend und völlig in Gedanken versunken zu sein. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, regen Anteil am geistigen Leben seiner Zeit zu nehmen und als Rektor der Universität Glasgow deren Geschäfte zu führen. Mit seinem 1776 veröffentlichten Werk «Wealth of Nations», seinem Lebenswerk, dem er enorm viel Zeit (und einen Teil seiner körperlichen Gesundheit opferte), legte er den Grundstein für die freie Marktwirtschaft, indem er die Behauptung aufstellte, jedes Streben zum eigenen Vorteil (Egoismus) diene letztlich auch der Gesamtheit. Er lehnte die zu seiner Zeit vorherrschende Monopolwirtschaft ab und setzte sich für den Freihandel ein. Smith betrachtete den Markt als zweiten wichtigen Mechanismus neben dem Staat, da der Markt weitaus effizienter und anonymer Leistung belohnt. Der Staat hat allerdings weiterhin die wichtige Aufgabe, die Rahmenbedingungen für den Markt zu schaffen (z.B. Bau von Straßen oder Schulen). Im freien Markt würde sich Angebot und Nachfrage selbst regulieren und auf diese Weise gleichsam von einer "unsichtbaren Hand" geführt werden. So wurde Adam Smith zum Vordenker der freien Marktwirtschaft, des wirtschaftlichen Liberalismus und des Kapitalismus, der Leistungs- und Konkurrenzgesellschaft. Leider wurde Smiths Lehre absichtlich fehlinterpretiert und das ungebremste, rücksichtslose Gewinnstreben des 19. Jahrhunderts und das zeitweise nahezu völlige Außerachtlassen der Aufgaben des Staates führte zu enormen sozialen Missständen. All dies hätte der Menschenfreund Adam Smith sicher nicht gutgeheißen. ]]> 0 Kapitel 11 - Die Aufklärung, Teil 3: Rousseau Jean-Jacques Rousseau (1712 bis 1778) Rousseau war in vielerlei Hinsicht ein besonderer Vertreter der Aufklärung. Er ging insofern neue Wege, als er die « Vernunftlastigkeit » der Aufklärung ablehnte und das Hauptaugenmerk auf die Gefühle und Sinnlichkeit des Menschen richtete ; beispielsweise in seinem Briefroman « Julie oder die neue Heloise », in der er das natürliche Empfinden des Menschen den starren Anforderungen der Gesellschaft, gegenüberstellt. Mit Rousseau kündigte sich das Zeitalter der Romantik an ; auch Goethe hatte 1774 seinen Roman « Die Leiden des jungen Werther » veröffentlicht, der ebenfalls eine Welle der emotionalen Empfindsamkeit auslöste. Mit seinen Ansichten, seiner schwierigen Persönlichkeit und nicht zuletzt seinen Werken schuf sich Rousseau viele Gegner, (z.B. Voltaire), aber auch zahlreiche Anhänger. Besonders die Erziehungslehre (Pädagogik) spielte in der Aufklärung eine große Rolle. Die eigentliche Aufgabe der Erziehung sah man bislang darin, die zentrale Fähigkeit des vernünftigen Verhaltens zu wecken. Auch hier war Rousseau Wegbereiter eines neuen Denkens. In seinem Erziehungsroman "Émile" entwickelt er seine Erziehungslehre: Die Erziehung zu einem natürlichen Menschen bestehe darin, zu verhindern, dass er von der verdorbenen Gesellschaft schädlich beeinflusst werde: oberstes Prinzip ist die Verwirklichung der natürlichen Eigenschaften und Anlagen des Menschen, wobei eher Lob und Mitgefühl als Strenge und Bestrafung im Vordergrund stehen sollen. Die Ironie dabei : Rousseau selbst musste drei siner Kinder, aus Unfähigkeit für sie richtig sorgen zu können, in eine Art Weisenhaus geben. Rousseaus Theorien beeinflussten viele PädagogInnen, so z.B. Johann Heinrich Pestalozzi, Johann Gottfried Herder, Adolph Diesterweg, Maria Montessori und Ellen Key. ]]> Wed, 24 Feb 2010 14:09:46 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-11-die-aufklarung-teil-3-rousseau d74853492f6be2219192096eae081ea0 Jean-Jacques Rousseau (1712 bis 1778) Rousseau war in vielerlei Hinsicht ein besonderer Vertreter der Aufklärung. Er ging insofern neue Wege, als er die « Vernunftlastigkeit » der Aufklärung ablehnte und das Hauptaugenmerk auf die Gefühle und Sinnlichkeit des Menschen richtete ; beispielsweise in seinem Briefroman « Julie oder die neue Heloise », in der er das natürliche Empfinden des Menschen den starren Anforderungen der Gesellschaft, gegenüberstellt. Mit Rousseau kündigte sich das Zeitalter der Romantik an ; auch Goethe hatte 1774 seinen Roman « Die Leiden des jungen Werther » veröffentlicht, der ebenfalls eine Welle der emotionalen Empfindsamkeit auslöste. Mit seinen Ansichten, seiner schwierigen Persönlichkeit und nicht zuletzt seinen Werken schuf sich Rousseau viele Gegner, (z.B. Voltaire), aber auch zahlreiche Anhänger. Besonders die Erziehungslehre (Pädagogik) spielte in der Aufklärung eine große Rolle. Die eigentliche Aufgabe der Erziehung sah man bislang darin, die zentrale Fähigkeit des vernünftigen Verhaltens zu wecken. Auch hier war Rousseau Wegbereiter eines neuen Denkens. In seinem Erziehungsroman "Émile" entwickelt er seine Erziehungslehre: Die Erziehung zu einem natürlichen Menschen bestehe darin, zu verhindern, dass er von der verdorbenen Gesellschaft schädlich beeinflusst werde: oberstes Prinzip ist die Verwirklichung der natürlichen Eigenschaften und Anlagen des Menschen, wobei eher Lob und Mitgefühl als Strenge und Bestrafung im Vordergrund stehen sollen. Die Ironie dabei : Rousseau selbst musste drei siner Kinder, aus Unfähigkeit für sie richtig sorgen zu können, in eine Art Weisenhaus geben. Rousseaus Theorien beeinflussten viele PädagogInnen, so z.B. Johann Heinrich Pestalozzi, Johann Gottfried Herder, Adolph Diesterweg, Maria Montessori und Ellen Key. ]]> 0 Kapitel 11 - Die Aufklärung, Teil 2: Die Encyclopedie, Voltaire, Die Theodizee, Candide "Encyclopedie" - heraus. In diesem Werk sollte das gesamte Wissen des Zeitalters der Aufklärung enthalten sein, von den neuesten Erkenntnissen der Naturwissenschaften bis hin zu banalen Alltagsdingen. Im Jahr der Fertigstellung 1780 umfasste die Enzyklopädie 28 Haupt- und 7 Ergänzungsbän-de mit etwa 17.000 Artikeln und 2800 Kupferstichen auf insgesamt mehr als 71.000 Seiten. An diesem Monumentalwerk der Menschheitgeschichte arbeiteten zeitweise über hundert Autoren und Zeichner mit, darunter namhafte Vertreter der Aufklärung wie Montesquieu, d'Holbach, Rousseau und Voltaire. Voltaire und die Theodizee Die Aufklärer waren überzeugt davon, dass - allen herrschenden Widerständen zum Trotz - in naher Zukunft das "Licht der Wahrheit" siegen und die Schatten der Unwissenheit, des Aberglaubens und der geistigen und politischen Unterdrückung vertreiben werde. Das Jahrhundert der Aufklärug wurde auch das Jahrhundert der Theodizee genannt. Darunter versteht man die Rechtfertigung, warum es angesichts eines gütigen Gottes böses auf der Welt gibt. Viele Aufklärer sahen diese Problematik regelrecht als umgekehrten Gottesbeweis: Gott ist allgütig und würde Übel nie zulassen, es gibt Übel, also existiert Gott nicht. Hatte der Philosoph Leibniz noch behauptet, diese Welt sei aus vernunftgründen die "beste aller möglichen Welten" so war einige Jahre später Voltaire anderer Ansicht. Ein Ereignis ließ ihn und viele Zeitgenossen an der Vernünftigkeit der Welt zweifeln, das Erdbeben von Lissabon im Jahre 1755, bei dem mehr als 30.000 Menschen den Tod fanden. Voltaire (1696-1778) (eigentlich Francois Marie Arouet) Voltaire gilt als der Hauptvertreter der französischen Aufklärung: Der Schriftsteller, Essayist, Dramatiker und Philosoph schrieb zu Lebzeiten auch an die 70.000 Briefe. Er verkehrte meist in adeligen Kreisen, schrieb an der Enzyklopädie mit, musste aber auch mehrmals den Hof verlassen und konnte auch den Herrscher Friedrich II. von Preußen zu seinen Gönnern und Anhängern zählen. Er vertrat keine eigenständige Philosophie, führte aber mit seinen geistreichen und kritischen Kommentaren die französiche Aufklärung an. Zeitweise musste er sich, kritischer Geist, der er war, jedoch vom französischen Hof fernhalten und lebte lange Zeit in Ferney an der schweizer Grenze, wo er vor Verfolgung sicher war. Candide In seinem geistreichen Roman "Candide ou l'Optimisme" (1758) beschreibt Voltaire die Reisen und Erlebnisse des jungen Candide (etwa: der "Unschuldige") auf der Suche nach seiner geliebten Kunigunde. Candide wird von einem Doctor Pangloss unterrichtet (der hier für den Philosophen Leibniz steht) und der davon überzeugt ist, dass auf dieser Welt "alles aufs beste eingerichtet" sei. Auf zahlreichen Reisen und Abenteuern in Europa, Asien und Südamerika und aus Schilderungen anderer Personen lernt Candide alle Grausamkeiten, Mühsal und Leiden dieser Welt kennen: Naturkatastrophen und Krankheiten genauso wie von Menschen gemachte Leiden wie Glaubensverfolgungen, Folter und Krieg. Im Lichte der Ereignisse und Schilderungen wirkt schlussendlich die Meinung seines Lehrers Dr. Pangloss wie blanker Hohn. Auch Candide findet keinen "Sinn" im Leiden auf dieser Welt: Wir Menschen müssen uns damit begnügen, an der Verbesserung der Welt mitzuarbeiten, wie Candide bzw. Voltaire es ausdrückt: unseren "Garten zu kultivieren". ]]> Wed, 22 Apr 2009 14:10:41 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-11-die-aufklarung-teil-2-die-encyclopedie-voltaire-die-theodizee-candide c22fd0fa85d487f35c66bb0b69f6d04b "Encyclopedie" - heraus. In diesem Werk sollte das gesamte Wissen des Zeitalters der Aufklärung enthalten sein, von den neuesten Erkenntnissen der Naturwissenschaften bis hin zu banalen Alltagsdingen. Im Jahr der Fertigstellung 1780 umfasste die Enzyklopädie 28 Haupt- und 7 Ergänzungsbän-de mit etwa 17.000 Artikeln und 2800 Kupferstichen auf insgesamt mehr als 71.000 Seiten. An diesem Monumentalwerk der Menschheitgeschichte arbeiteten zeitweise über hundert Autoren und Zeichner mit, darunter namhafte Vertreter der Aufklärung wie Montesquieu, d'Holbach, Rousseau und Voltaire. Voltaire und die Theodizee Die Aufklärer waren überzeugt davon, dass - allen herrschenden Widerständen zum Trotz - in naher Zukunft das "Licht der Wahrheit" siegen und die Schatten der Unwissenheit, des Aberglaubens und der geistigen und politischen Unterdrückung vertreiben werde. Das Jahrhundert der Aufklärug wurde auch das Jahrhundert der Theodizee genannt. Darunter versteht man die Rechtfertigung, warum es angesichts eines gütigen Gottes böses auf der Welt gibt. Viele Aufklärer sahen diese Problematik regelrecht als umgekehrten Gottesbeweis: Gott ist allgütig und würde Übel nie zulassen, es gibt Übel, also existiert Gott nicht. Hatte der Philosoph Leibniz noch behauptet, diese Welt sei aus vernunftgründen die "beste aller möglichen Welten" so war einige Jahre später Voltaire anderer Ansicht. Ein Ereignis ließ ihn und viele Zeitgenossen an der Vernünftigkeit der Welt zweifeln, das Erdbeben von Lissabon im Jahre 1755, bei dem mehr als 30.000 Menschen den Tod fanden. Voltaire (1696-1778) (eigentlich Francois Marie Arouet) Voltaire gilt als der Hauptvertreter der französischen Aufklärung: Der Schriftsteller, Essayist, Dramatiker und Philosoph schrieb zu Lebzeiten auch an die 70.000 Briefe. Er verkehrte meist in adeligen Kreisen, schrieb an der Enzyklopädie mit, musste aber auch mehrmals den Hof verlassen und konnte auch den Herrscher Friedrich II. von Preußen zu seinen Gönnern und Anhängern zählen. Er vertrat keine eigenständige Philosophie, führte aber mit seinen geistreichen und kritischen Kommentaren die französiche Aufklärung an. Zeitweise musste er sich, kritischer Geist, der er war, jedoch vom französischen Hof fernhalten und lebte lange Zeit in Ferney an der schweizer Grenze, wo er vor Verfolgung sicher war. Candide In seinem geistreichen Roman "Candide ou l'Optimisme" (1758) beschreibt Voltaire die Reisen und Erlebnisse des jungen Candide (etwa: der "Unschuldige") auf der Suche nach seiner geliebten Kunigunde. Candide wird von einem Doctor Pangloss unterrichtet (der hier für den Philosophen Leibniz steht) und der davon überzeugt ist, dass auf dieser Welt "alles aufs beste eingerichtet" sei. Auf zahlreichen Reisen und Abenteuern in Europa, Asien und Südamerika und aus Schilderungen anderer Personen lernt Candide alle Grausamkeiten, Mühsal und Leiden dieser Welt kennen: Naturkatastrophen und Krankheiten genauso wie von Menschen gemachte Leiden wie Glaubensverfolgungen, Folter und Krieg. Im Lichte der Ereignisse und Schilderungen wirkt schlussendlich die Meinung seines Lehrers Dr. Pangloss wie blanker Hohn. Auch Candide findet keinen "Sinn" im Leiden auf dieser Welt: Wir Menschen müssen uns damit begnügen, an der Verbesserung der Welt mitzuarbeiten, wie Candide bzw. Voltaire es ausdrückt: unseren "Garten zu kultivieren". ]]> 0 Kapitel 11 - Die Aufklärung, Teil 1: Was ist Aufklärung? "Sapere aude" forderte der Philosoph Kant (1720-1804), "habe Mut, selbständig zu denken". Es war auch Kant, der das Wesen der Aufklärung in dem berühmten Satz zusammenfasste: "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus der selbtverschuldeten Unmündigkeit". Das Zeitalter der Aufklärung ersteckte sich insgesamt über einen Zeitraum von ungefähr 100 Jahren, von annähernd 1700 bis 1800. Der zentrale Begriff der Aufklärung ist die "Vernunft". Sie wurde als die alleinige Instanz angesehen, die über wahr und falsch entscheiden könne, nur sie allein könne die Wahrheit ans Licht bringen. Deshalb nennt man das Zeitalter der Aufklärung mit seinem ursprünglichen Namen "siècle des Lumières" (wörtlich Zeitalter der Lichter) oder auf Englisch "Age of enlightenment". Das Licht der Vernunft soll die Finsternis der Unwissenheit und des Aberglaubens erhellen. Zeitgenössische allegorische Darstellung: Die Vernunft (mit Krone) lüftet des Schleier der Wahrheit. Die Theologie (mit der Bibel) ist geschwächt niedergesunken und wird von der Philosophie (mit Flamme auf dem Haupt) gestützt. Freiheit Ein weiterer wichtiger Begriff der Aufklärung ist der Begriff der Freiheit. Freiheit bedeutete im Zeitalter der Aufklärung eine generelle Kritik an der Bevormundung des Menschen: eine Kritik an der Bevormundung durch die Kirche, aber auch durch die herrschende Politik. Die Kirche übte seit dem Mittelalter eine drückende Herrschaft im Bereich des Denkens, der öffentlichen Wertvorstellungen bis hin zur Reglementierung des Alltagslebens. Die Angst vor Sünde, dem Tod, dem Teufel und dem Höllenfeuer diente über Jahrhunderte zur Disziplinierung der Gläubigen. Jesus selbst hat immer wieder von Höllenqualen für die Ungläubigen gesprochen, auch christliche Denker wie Thomas von Aquin, der poltuliert hatte, dass sich Glauben und Vernunft nicht widersprechen, hielt daran fest. Die Tätigkeit der Inquisition, die Gräuel der Kreuzzüge, die Glaubenskriege, Intoleranz und religiöser Fanatismus, aber auch ihre Verbundenheit der Kirche mit den herrschenden Köni-gen wurden immer heftiger kritisiert. Die Kirche galt den Aufklärern als Inbegriff und Hauptvertreterin des Aberglaubens, ihre versteinerten, intoleranten und rückständigen An-sichten wurden von immer mehr Denkern als nicht vereinbar mit der natürlichen Ethik und Vernunft des Menschen abgelehnt. Die Kritik der Aufklärer richtete sich aber auch gegen die Bevormundung in Politik und Gesellschaft. Vor allem das französische Königshaus versuchte neue politische Ideen - vor allem die Gleichberechtigung aller Bürger - abzuwehren. England galt als geistiger Vorreiter der Aufklärung: Aufklärerische Gedanken hatten schon Francis Bacon, Thomas Hobbes und John Locke vorweggenommen. Außerdem gab es ein Parlament, das selbständig Gesetze erließ und dem der König verpflichtet war. ]]> Wed, 22 Apr 2009 13:59:17 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-10-die-aufklarung-teil-was-ist-aufklarung ac66b812d9a64a48bbaad64e8fb060de "Sapere aude" forderte der Philosoph Kant (1720-1804), "habe Mut, selbständig zu denken". Es war auch Kant, der das Wesen der Aufklärung in dem berühmten Satz zusammenfasste: "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus der selbtverschuldeten Unmündigkeit". Das Zeitalter der Aufklärung ersteckte sich insgesamt über einen Zeitraum von ungefähr 100 Jahren, von annähernd 1700 bis 1800. Der zentrale Begriff der Aufklärung ist die "Vernunft". Sie wurde als die alleinige Instanz angesehen, die über wahr und falsch entscheiden könne, nur sie allein könne die Wahrheit ans Licht bringen. Deshalb nennt man das Zeitalter der Aufklärung mit seinem ursprünglichen Namen "siècle des Lumières" (wörtlich Zeitalter der Lichter) oder auf Englisch "Age of enlightenment". Das Licht der Vernunft soll die Finsternis der Unwissenheit und des Aberglaubens erhellen. Zeitgenössische allegorische Darstellung: Die Vernunft (mit Krone) lüftet des Schleier der Wahrheit. Die Theologie (mit der Bibel) ist geschwächt niedergesunken und wird von der Philosophie (mit Flamme auf dem Haupt) gestützt. Freiheit Ein weiterer wichtiger Begriff der Aufklärung ist der Begriff der Freiheit. Freiheit bedeutete im Zeitalter der Aufklärung eine generelle Kritik an der Bevormundung des Menschen: eine Kritik an der Bevormundung durch die Kirche, aber auch durch die herrschende Politik. Die Kirche übte seit dem Mittelalter eine drückende Herrschaft im Bereich des Denkens, der öffentlichen Wertvorstellungen bis hin zur Reglementierung des Alltagslebens. Die Angst vor Sünde, dem Tod, dem Teufel und dem Höllenfeuer diente über Jahrhunderte zur Disziplinierung der Gläubigen. Jesus selbst hat immer wieder von Höllenqualen für die Ungläubigen gesprochen, auch christliche Denker wie Thomas von Aquin, der poltuliert hatte, dass sich Glauben und Vernunft nicht widersprechen, hielt daran fest. Die Tätigkeit der Inquisition, die Gräuel der Kreuzzüge, die Glaubenskriege, Intoleranz und religiöser Fanatismus, aber auch ihre Verbundenheit der Kirche mit den herrschenden Köni-gen wurden immer heftiger kritisiert. Die Kirche galt den Aufklärern als Inbegriff und Hauptvertreterin des Aberglaubens, ihre versteinerten, intoleranten und rückständigen An-sichten wurden von immer mehr Denkern als nicht vereinbar mit der natürlichen Ethik und Vernunft des Menschen abgelehnt. Die Kritik der Aufklärer richtete sich aber auch gegen die Bevormundung in Politik und Gesellschaft. Vor allem das französische Königshaus versuchte neue politische Ideen - vor allem die Gleichberechtigung aller Bürger - abzuwehren. England galt als geistiger Vorreiter der Aufklärung: Aufklärerische Gedanken hatten schon Francis Bacon, Thomas Hobbes und John Locke vorweggenommen. Außerdem gab es ein Parlament, das selbständig Gesetze erließ und dem der König verpflichtet war. ]]> 0 Kapitel 10 - Logik Teil 2: Argumentationsfehler Tue, 21 Apr 2009 22:29:53 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-10-logik-teil-2-argumentationsfehler 7ae2a76271a417d6935b78e02d661d91 0 Kapitel 10 - Logik Teil 1: Was ist Logik? Als „Erfinder“ der Logik gilt Aristoteles. Seine so genannten Syllogismen waren über Jahrhunderte im Lehrkanon der Philosophie. Unter Syllogismus versteht man bestimmte Aussagetypen, die immer wahr, immer falsch oder teilweise wahr oder falsch sein können. Beispiel: Sokrates war entweder Bauer oder Soldat. Sokrates war kein Bauer. Also war Sokrates ein Soldat. In unserer Alltagssprache werden die meisten Argumente jedoch nicht so deutlich formuliert. Eine wichtige Aufgabe der Logik ist es daher, die Alltagssätze als Sätze der Logik darzustellen. ]]> Tue, 21 Apr 2009 21:54:39 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-10-logik-teil-1-was-ist-logik efe56487b032083086e894f1032b5048 Als „Erfinder“ der Logik gilt Aristoteles. Seine so genannten Syllogismen waren über Jahrhunderte im Lehrkanon der Philosophie. Unter Syllogismus versteht man bestimmte Aussagetypen, die immer wahr, immer falsch oder teilweise wahr oder falsch sein können. Beispiel: Sokrates war entweder Bauer oder Soldat. Sokrates war kein Bauer. Also war Sokrates ein Soldat. In unserer Alltagssprache werden die meisten Argumente jedoch nicht so deutlich formuliert. Eine wichtige Aufgabe der Logik ist es daher, die Alltagssätze als Sätze der Logik darzustellen. ]]> 0 Kapitel 9 - Wissenschaftstheorie Teil 3: Kritischer Rationalismus, Karl Popper Der österreichisch-englische Philosoph Sir Karl Popper (1902-1994) hat ein philosophisches Modell entwickelt, das die Wissenschaft als andauernden Prozess der Verifikation und Falsifikation beschreibt. Seine Philosophie wird auch als Kritischer Rationalismus bezeichnet. Weitere Vertreter dieser Schule sind Hans Albert, Imre Lakatos und Paul Feyerabend. Verifikation bedeutet dabei : Ein Wissenschafter stellt eine Theorie auf und sucht nach Bestätigungen für diese Theorie. Falsifikation bedeutet : Der Wissenschafter sucht nach Beobachtungen, die die Theorie widerlegen. Das Falsifikationsprinzip Popper meint nun, zwischen diesen beiden liege eine Asymmetrie vor: Die Falsifikation ist "besser" da ein einziges, der Theorie widersprechendes Element genügt, um sie zu Fall zu bringen. Wenn ich die Theorie aufstelle: Alle Galaxien bewegen sich voneinander fort und ich finde eine einzige Galaxie, die sich auf die unsere zubewegt, ist die Theorie widerlegt oder falsifiziert. Versuch und Irrtum Popper versucht weiters zu zeigen, dass Erkenntnisfortschritt immer durch die Methode von Versuch und Irrtum geschieht (auch « trial and error-learning » genannt). Es wird eine Theorie erprobt, und wenn sie nicht besteht, wird sie verworfen. Dabei geht Popper davon aus, dass auch die Vernunft grundsätzlich immer fehlbar ist und jede Erkenntnis nur hypothetischen, vorläufigen Charakter hat. Kritik an diktatorischen Systemen Ausgehend von seinem Modell übte Popper nicht nur Kritik am Wissenschaftsverständnis seiner Zeit, sondern auch an totalitären politischen Ideen (u.a.) von Platon und Marx. Schrittweise Gesellschaftsveränderung Den diktatorischen philosophischen Systemen stellt er entgegen die Forderung nach einer schrittweisen Gesellschaftsveränderung. Wenn wir uns den Staat vorstellen als ein Boot müssen wir sozusagen das Boot auf offener See umbauen. Die offene Gesellschaft « Die offene Gesellschaft und ihre Feinde » heißt Poppers Hauptwerk, das er während des Zweiten Weltkrieges im Exil in Neuseeland verfasste. Darin erläutert Popper das Ideal der offenen Gesellschaft, die Veränderungen offen gegenübersteht und jederzeit bereit ist, überkommene Vorstellungen gegenüber besseren wissenschaftlichen und politischen Ideen, aufzugeben. Mit anderen Worten: Nur eine Demokratie, die sich permanent verändert, bleibt stabil. ]]> Tue, 21 Apr 2009 21:40:43 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-9-wissenschaftstheorie-teil-3-kritischer-rationalismus-karl-popper 60cd3a53e4a105a591b6dc166db54658 Der österreichisch-englische Philosoph Sir Karl Popper (1902-1994) hat ein philosophisches Modell entwickelt, das die Wissenschaft als andauernden Prozess der Verifikation und Falsifikation beschreibt. Seine Philosophie wird auch als Kritischer Rationalismus bezeichnet. Weitere Vertreter dieser Schule sind Hans Albert, Imre Lakatos und Paul Feyerabend. Verifikation bedeutet dabei : Ein Wissenschafter stellt eine Theorie auf und sucht nach Bestätigungen für diese Theorie. Falsifikation bedeutet : Der Wissenschafter sucht nach Beobachtungen, die die Theorie widerlegen. Das Falsifikationsprinzip Popper meint nun, zwischen diesen beiden liege eine Asymmetrie vor: Die Falsifikation ist "besser" da ein einziges, der Theorie widersprechendes Element genügt, um sie zu Fall zu bringen. Wenn ich die Theorie aufstelle: Alle Galaxien bewegen sich voneinander fort und ich finde eine einzige Galaxie, die sich auf die unsere zubewegt, ist die Theorie widerlegt oder falsifiziert. Versuch und Irrtum Popper versucht weiters zu zeigen, dass Erkenntnisfortschritt immer durch die Methode von Versuch und Irrtum geschieht (auch « trial and error-learning » genannt). Es wird eine Theorie erprobt, und wenn sie nicht besteht, wird sie verworfen. Dabei geht Popper davon aus, dass auch die Vernunft grundsätzlich immer fehlbar ist und jede Erkenntnis nur hypothetischen, vorläufigen Charakter hat. Kritik an diktatorischen Systemen Ausgehend von seinem Modell übte Popper nicht nur Kritik am Wissenschaftsverständnis seiner Zeit, sondern auch an totalitären politischen Ideen (u.a.) von Platon und Marx. Schrittweise Gesellschaftsveränderung Den diktatorischen philosophischen Systemen stellt er entgegen die Forderung nach einer schrittweisen Gesellschaftsveränderung. Wenn wir uns den Staat vorstellen als ein Boot müssen wir sozusagen das Boot auf offener See umbauen. Die offene Gesellschaft « Die offene Gesellschaft und ihre Feinde » heißt Poppers Hauptwerk, das er während des Zweiten Weltkrieges im Exil in Neuseeland verfasste. Darin erläutert Popper das Ideal der offenen Gesellschaft, die Veränderungen offen gegenübersteht und jederzeit bereit ist, überkommene Vorstellungen gegenüber besseren wissenschaftlichen und politischen Ideen, aufzugeben. Mit anderen Worten: Nur eine Demokratie, die sich permanent verändert, bleibt stabil. ]]> 0 Kapitel 9 - Wissenschaftstheorie Teil 2: Merkmale guter Theorien So wie dieser Lampenschirm sollte eine gute Theorie aussehen. Ein sozusagen « umgekehrter Lampenschirm » war im antiken Griechenland die "Theorie" über die Sonnenbewegung: Die Griechen meinten, die Sonne sei ein Wagen, der von Gott Helios übers Firmament gelenkt wird.: Diese Theorie beschreibt nur ein einziges Phänomen, der Anwendungsbereich ist also extrem gering. Ein Beispiel für eine gute, wenn man so will, « lampenschirmartige » Theorie ist Newtons Gravitationsgesetz, oder Einsteins Relativitätstheorie « E=mc² »: Beide sind sehr einfache Theorien die aber extrem viele Phänomene erklären. 7. Kritisierbarkeit: Die Theorie muss zumindest theoretisch widerlegbar sein Von einer guten Theore wird gefordert : Es muss einen Punkt geben, an dem die Theorie nicht mehr funktioniert. Es muss auch Phänomene geben, die sie NICHT vorhersagt. Ein Beispiel für eine – in diesem Sinne –schlechte Theorie ist die Wetterregel : « Kräht der Hahn auf dem Mist ändert sich’s Wetter oder es bleibt wie es ist. » Diese Theorie sagt also etwas voraus, sagt aber auch ihr Gegenteil voraus ; Man könnte auch sagen, der Anwendungsbereich ist unendlich groß. Ein Beispiel : Freuds Theorie vom Unterbewussten: Wenn nach dieser Theorie ein Mensch über traumatische Kindheitserlebnisse berichtet lässt dies einen Schluss zu auf vorhandene, versteckte Neurosen. Wenn aber derselbe Mensch das vorhandensein unangenehmer Erleb-nisse aber leugnet, ist dies – und gerade dies ! - ebenfalls ein Hinweis auf latente Neurosen, da das Leugnen als "Widerstand" und "Abwehrreaktion" der Psyche verstanden wird ]]> Tue, 21 Apr 2009 21:29:06 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-9-wissenschaftstheorie-teil-2-merkmale-guter-theorien 9945192ef1f3d2e765990ee2d42918b0 So wie dieser Lampenschirm sollte eine gute Theorie aussehen. Ein sozusagen « umgekehrter Lampenschirm » war im antiken Griechenland die "Theorie" über die Sonnenbewegung: Die Griechen meinten, die Sonne sei ein Wagen, der von Gott Helios übers Firmament gelenkt wird.: Diese Theorie beschreibt nur ein einziges Phänomen, der Anwendungsbereich ist also extrem gering. Ein Beispiel für eine gute, wenn man so will, « lampenschirmartige » Theorie ist Newtons Gravitationsgesetz, oder Einsteins Relativitätstheorie « E=mc² »: Beide sind sehr einfache Theorien die aber extrem viele Phänomene erklären. 7. Kritisierbarkeit: Die Theorie muss zumindest theoretisch widerlegbar sein Von einer guten Theore wird gefordert : Es muss einen Punkt geben, an dem die Theorie nicht mehr funktioniert. Es muss auch Phänomene geben, die sie NICHT vorhersagt. Ein Beispiel für eine – in diesem Sinne –schlechte Theorie ist die Wetterregel : « Kräht der Hahn auf dem Mist ändert sich’s Wetter oder es bleibt wie es ist. » Diese Theorie sagt also etwas voraus, sagt aber auch ihr Gegenteil voraus ; Man könnte auch sagen, der Anwendungsbereich ist unendlich groß. Ein Beispiel : Freuds Theorie vom Unterbewussten: Wenn nach dieser Theorie ein Mensch über traumatische Kindheitserlebnisse berichtet lässt dies einen Schluss zu auf vorhandene, versteckte Neurosen. Wenn aber derselbe Mensch das vorhandensein unangenehmer Erleb-nisse aber leugnet, ist dies – und gerade dies ! - ebenfalls ein Hinweis auf latente Neurosen, da das Leugnen als "Widerstand" und "Abwehrreaktion" der Psyche verstanden wird ]]> 0 Kapitel 9 - Wissenschaftstheorie Teil 1: Grundfragen der Wissenschaftstheorie Thu, 16 Apr 2009 20:39:52 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-8-wissenschaftstheorie-teil-1-grundfragen-der-wissenschaftstheorie f15c834e56199fb957aa61e2aec79d86 0 Kapitel 8 - Philosophie der Neuzeit, Teil 9: Humes Religionsphilosophie Thu, 16 Apr 2009 20:18:11 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-8-philosophie-der-neuzeit-teil-8-humes-religionsphilosophie 7f563a246630e66d680f5bfdcde7707d 0 Kapitel 8 - Philosophie der Neuzeit, Teil 8: David Hume, Fragen nach den Prinzipien der Moral Wed, 18 Mar 2009 16:21:35 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-8-philosophie-der-neuzeit-teil-7-david-hume-fragen-nach-den-prinzipien-der-moral 12cb03b9578ba039d3361eca9758b4ea 0 Kapitel 8 - Philosophie der Neuzeit, Teil 7: David Hume, Kritik am Kausalitätsprinzip Hume wuchs in der Nähe von Edinburgh in Schottland auf, und sollte eigentlich Jurist werden. Er lebte mitten in der Zeit der Aufklärung und unternahm ausgedehnte Reisen durch Europa, sogar nach Österreich und in die Steiermark. Sein wichtigstes Werk ist „Ein Traktat über die menschliche Natur“ (1738/39) Hume war einer der wichtigsten Vertreter der Aufklärung und gilt als der „Vater der Modernen Philosophie“ weil er in vielen Bereichen bahnbrechende Gedanken entwickelte, die uns noch heute beschäftigen. Er gilt als moderner Vertreter des Skeptizismus, aber auch der Philosphie des „Common sense“. Er ist im Wesentlichen drei wichtigen Fragen nachgegangen: 1. Fragen nach der möglichen Erkenntnis 2. Fragen nach den Prinzipien der Moral 3. Was lässt sich aus der menschlichen Perspektive über Gott sagen? 1) Humes Fragen nach der möglichen Erkenntnis Im Gegensatz zu Descartes meint Hume im Anschluss an Bacon und Locke, dass der Verstand keine Quelle der Erkenntnis sein kann. Nur die Erfahrung lehrt uns etwas über die Welt. Wenn wir in Erfahrung bringen wollen, welches Wetter draußen ist, müssen wir aus dem Fenster sehen, wir können das Wetter nicht aus einem „allerhöchsten“ Prinzip (wie Descartes das nahelegte) ableiten. Wie gelangen wir zur Erfahrung? Was ist Erfahrung? - zum einen über Sinneseindrücke (impressions) - zum anderen über innere Vorstellungen (ideas) Sinneseindruck = das unmittelbare Empfinden der Außenwelt, hören, riechen tasten schmecken etc. Innere Vorstellung = Erinnerung an einen solchen Eindruck Kritik am Kausalitätsprinzip Hume nahm in erkenntnistheoretischer Hinsicht zunächst einen skeptischen Standpunkt ein. So zweifelte er an allen Erkenntnissen, die nicht unmittelbar mit Sinneserfahrungen belegbar seien. Besonders betroffen von diesem Zweifel war die Frage nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung (Kausalität). Wenn ich z.B. beobachte, dass eine Billardkugel die andere anstößt, so dass diese weiterrollt, habe ich eigentlich nur gesehen, wie eine Billardkugel die andere anstößt UND NICHT MEHR. Ich habe NICHT – bildlich gesprochen - den "Klebstoff" gesehen, der Ursache und Wirkung zusammenzuhalten scheint, nämlich die Kausalität selbst. Dies hat weitreichende Konsequenzen, denn es bedeutet dass ich immer nur Einzeleregnisse beobachten kann und z.B. keine Naturgesetze. Deren allgemeingültiger "naturgesetzlicher Charakter" ist eine höchst hypothetische Konstruktion, die selbst nicht Teil unserer Sinneserfahrungen sein kann. : Dies nennt man auch « Induktionsskepsis » Die Haltung, Erkenntnis in dieser Form grundsätzlich anzuzweifeln, nennt man wie gesagt "Skeptizismus". Mit Hume hatte der Empirismus nun einen vorläufigen Endpunkt erreicht. Wenn wir keine Naturgesetze beobachten können, wie wissen wir dann über die Zusammenhänge in der Natur bescheid ? Humes Antwort : « Die Gewohnheit“ Ein kleines Kind würde sich vielleicht nicht darüber wundern, wenn beide Kugeln beim Billard ruhig liegen bleiben – es ist ohne Erwartungen. Es hat weniger Vorurteile, es hat keinerlei vorgefasste Meinungen. Ein Kind empfindet die Welt so wie sie ist – das ist die wichtigste Tugend der Philosophie. Unsere Erwartungen könnten uns zu übereilten Schlüssen verlocken, könnten uns dazu bringen Vorurteile zu haben. Die eigentliche Wurzel der Kausalität ist die Gewohnheit! Sie sagt uns z.B., dass auf den Blitz der Donner folgt. Das Gebiet der Gewohnheit ist aber eigentlich die Psychologie. Auch hier nahm Hume bereits Gedanken der modernen Psychologie vorweg (z.B. die Wahrnehmungstheorie und die Konditionierung) ]]> Wed, 18 Mar 2009 16:10:28 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-8-philosophie-der-neuzeit-teil-7-david-hume-kritik-am-kausalitatsprinzip 70084cd2f1b08360fc1a673b335931ce Hume wuchs in der Nähe von Edinburgh in Schottland auf, und sollte eigentlich Jurist werden. Er lebte mitten in der Zeit der Aufklärung und unternahm ausgedehnte Reisen durch Europa, sogar nach Österreich und in die Steiermark. Sein wichtigstes Werk ist „Ein Traktat über die menschliche Natur“ (1738/39) Hume war einer der wichtigsten Vertreter der Aufklärung und gilt als der „Vater der Modernen Philosophie“ weil er in vielen Bereichen bahnbrechende Gedanken entwickelte, die uns noch heute beschäftigen. Er gilt als moderner Vertreter des Skeptizismus, aber auch der Philosphie des „Common sense“. Er ist im Wesentlichen drei wichtigen Fragen nachgegangen: 1. Fragen nach der möglichen Erkenntnis 2. Fragen nach den Prinzipien der Moral 3. Was lässt sich aus der menschlichen Perspektive über Gott sagen? 1) Humes Fragen nach der möglichen Erkenntnis Im Gegensatz zu Descartes meint Hume im Anschluss an Bacon und Locke, dass der Verstand keine Quelle der Erkenntnis sein kann. Nur die Erfahrung lehrt uns etwas über die Welt. Wenn wir in Erfahrung bringen wollen, welches Wetter draußen ist, müssen wir aus dem Fenster sehen, wir können das Wetter nicht aus einem „allerhöchsten“ Prinzip (wie Descartes das nahelegte) ableiten. Wie gelangen wir zur Erfahrung? Was ist Erfahrung? - zum einen über Sinneseindrücke (impressions) - zum anderen über innere Vorstellungen (ideas) Sinneseindruck = das unmittelbare Empfinden der Außenwelt, hören, riechen tasten schmecken etc. Innere Vorstellung = Erinnerung an einen solchen Eindruck Kritik am Kausalitätsprinzip Hume nahm in erkenntnistheoretischer Hinsicht zunächst einen skeptischen Standpunkt ein. So zweifelte er an allen Erkenntnissen, die nicht unmittelbar mit Sinneserfahrungen belegbar seien. Besonders betroffen von diesem Zweifel war die Frage nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung (Kausalität). Wenn ich z.B. beobachte, dass eine Billardkugel die andere anstößt, so dass diese weiterrollt, habe ich eigentlich nur gesehen, wie eine Billardkugel die andere anstößt UND NICHT MEHR. Ich habe NICHT – bildlich gesprochen - den "Klebstoff" gesehen, der Ursache und Wirkung zusammenzuhalten scheint, nämlich die Kausalität selbst. Dies hat weitreichende Konsequenzen, denn es bedeutet dass ich immer nur Einzeleregnisse beobachten kann und z.B. keine Naturgesetze. Deren allgemeingültiger "naturgesetzlicher Charakter" ist eine höchst hypothetische Konstruktion, die selbst nicht Teil unserer Sinneserfahrungen sein kann. : Dies nennt man auch « Induktionsskepsis » Die Haltung, Erkenntnis in dieser Form grundsätzlich anzuzweifeln, nennt man wie gesagt "Skeptizismus". Mit Hume hatte der Empirismus nun einen vorläufigen Endpunkt erreicht. Wenn wir keine Naturgesetze beobachten können, wie wissen wir dann über die Zusammenhänge in der Natur bescheid ? Humes Antwort : « Die Gewohnheit“ Ein kleines Kind würde sich vielleicht nicht darüber wundern, wenn beide Kugeln beim Billard ruhig liegen bleiben – es ist ohne Erwartungen. Es hat weniger Vorurteile, es hat keinerlei vorgefasste Meinungen. Ein Kind empfindet die Welt so wie sie ist – das ist die wichtigste Tugend der Philosophie. Unsere Erwartungen könnten uns zu übereilten Schlüssen verlocken, könnten uns dazu bringen Vorurteile zu haben. Die eigentliche Wurzel der Kausalität ist die Gewohnheit! Sie sagt uns z.B., dass auf den Blitz der Donner folgt. Das Gebiet der Gewohnheit ist aber eigentlich die Psychologie. Auch hier nahm Hume bereits Gedanken der modernen Psychologie vorweg (z.B. die Wahrnehmungstheorie und die Konditionierung) ]]> 0 Kapitel 8 - Philosophie der Neuzeit, Teil 6: John Locke Lockes Gedanken zum Empirismus waren prägend für die modernen Naturwissenschaften. Seine politischen Schriften beeinflussten die amerikanische und die französische Revolution und wirken bis heute nach. In seinem erkenntnistheoretischen Hauptwerk "An Essay concerning human understanding" postulierte Locke: "Alle Erkenntnis stammt aus der Erfahrung". Dies nennt man auch Erfahrung "a posteriori" ("was nachher kommt"). Locke lehnte damit die Position der Rationalisten wie z.B. Descartes ab, die meinten, es müsse zuerst der Verstand tätig werden, bevor man Sinneserfahrungen machen könne. Locke vergleicht also die menschliche Seele mit einer Tabula rasa, mit einer leeren Tafel, die erst durch die sinnliche Wahrnehmung, durch die Erfahrung beschrieben wird. Erst später setzen unsere Empfindungen ein, wir riechen, schmecken, fühlen, hören. So entstehen einfache Sinnesideen. Durch Nachdenken, Überlegen entstehen dann die Reflexionsideen, d.h. unser Bewusstsein ordnet und bearbeitet alle hereinströmenden Sinneseindrücke. Nach und nach füllt sie sich mit Sinneseindrücken. Erst in einem zweiten Schritt ist der Mensch dann fähig seinen Verstand zu benützen, und kann sich auch z.B. Dinge vorstellen, die in der Erfahrung gar nicht vorkommen. (So kann man aus den Erfahrungsinhalten "Pferd" und "Flügel" zumindest in der Vorstellung ein "geflügeltes Pferd" bilden). Die Erfahrung hat zwei Quellen: 1.Die äußere Sinneswahrnehmung – dies nennt er sensation! a.) die primären Qualitäten – die äußeren Dinge, wie Ausdehnung, Gestalt, Dichte, Zahl etc. also Dinge, über die sich alle einig sind – eine runde Orange kann nicht rechteckig sein b.) und die sekundären, subjektiven Qualitäten, wie Farbe, Geruch, Geschmack – sie können von Mensch zu Mensch variieren - einer empfindet eine Orange als süß, ein anderer als sauer 2. Die innere Selbstwahrnehmung – dies nennt er reflection. Duch Nachdenken, Überlegen entstehen Reflexionsideen, d.h. unser Bewusstsein verarbeitet alle hereinströmenden Sinneseindrücke ]]> Wed, 18 Mar 2009 15:58:46 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-8-philosophie-der-neuzeit-teil-6-john-locke 7c1cdd6e94b1ee0f62cf7df47401a776 Lockes Gedanken zum Empirismus waren prägend für die modernen Naturwissenschaften. Seine politischen Schriften beeinflussten die amerikanische und die französische Revolution und wirken bis heute nach. In seinem erkenntnistheoretischen Hauptwerk "An Essay concerning human understanding" postulierte Locke: "Alle Erkenntnis stammt aus der Erfahrung". Dies nennt man auch Erfahrung "a posteriori" ("was nachher kommt"). Locke lehnte damit die Position der Rationalisten wie z.B. Descartes ab, die meinten, es müsse zuerst der Verstand tätig werden, bevor man Sinneserfahrungen machen könne. Locke vergleicht also die menschliche Seele mit einer Tabula rasa, mit einer leeren Tafel, die erst durch die sinnliche Wahrnehmung, durch die Erfahrung beschrieben wird. Erst später setzen unsere Empfindungen ein, wir riechen, schmecken, fühlen, hören. So entstehen einfache Sinnesideen. Durch Nachdenken, Überlegen entstehen dann die Reflexionsideen, d.h. unser Bewusstsein ordnet und bearbeitet alle hereinströmenden Sinneseindrücke. Nach und nach füllt sie sich mit Sinneseindrücken. Erst in einem zweiten Schritt ist der Mensch dann fähig seinen Verstand zu benützen, und kann sich auch z.B. Dinge vorstellen, die in der Erfahrung gar nicht vorkommen. (So kann man aus den Erfahrungsinhalten "Pferd" und "Flügel" zumindest in der Vorstellung ein "geflügeltes Pferd" bilden). Die Erfahrung hat zwei Quellen: 1.Die äußere Sinneswahrnehmung – dies nennt er sensation! a.) die primären Qualitäten – die äußeren Dinge, wie Ausdehnung, Gestalt, Dichte, Zahl etc. also Dinge, über die sich alle einig sind – eine runde Orange kann nicht rechteckig sein b.) und die sekundären, subjektiven Qualitäten, wie Farbe, Geruch, Geschmack – sie können von Mensch zu Mensch variieren - einer empfindet eine Orange als süß, ein anderer als sauer 2. Die innere Selbstwahrnehmung – dies nennt er reflection. Duch Nachdenken, Überlegen entstehen Reflexionsideen, d.h. unser Bewusstsein verarbeitet alle hereinströmenden Sinneseindrücke ]]> 0 Kapitel 8 - Philosophie der Neuzeit, Teil 5: Francis Bacon Einer der ersten Empiristen war der englische Jurist und Staatsmann. Francis Bacon, der es als Philosoph weit brachte, immerhin stieg er bis zum Rang des englischen Lordkanzlers auf. Bacon beschäftigte sich mit der menschlichen Erkenntnisfähigkeit. Er meinte, die Erkenntnis des Menschen sei wie ein "unebener Spiegel": Wir können mit unseren Sinnen die Welt erkennen, dennoch können wir dabei nie völlig objektiv sein. Wir sollen – so fordert er – sein wie die Kinder, unvoreingenommen, vorurteilslos und noch ohne vorgefertigten Theorien in unserem Kopf. In seinem Werk "Novum Organon" (benannt nach dem Buch "Organon" des Aristoteles) forderte eine neue Art der Erkenntnisgewinnung, wobei man immer vom Einzelnen auf das Allgemeine schließt und somit zu allgemein gültigen Aussagen, zu Naturgesetzen gelangt. (Dies nennt man auch "Induktionsschluss") Bacon gilt als einer der geistigen Wegbereiter der modernen Naturwissenschaften. Er prägte auch den berühmten Satz "Wissen ist Macht". Als einer der ersten erkannte er jedoch auch das Problem des Empirismus, dass wir die Welt nie ganz unvoreingenommen betrachten können, wir bringen unseren meschlichen Erkenntnisapparat immer schon mit, wie später Immanuel Kant behaupten sollte. ]]> Wed, 18 Mar 2009 15:44:31 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-8-philosophie-der-neuzeit-teil-5-francis-bacon 1c9cfd2992c12693f19ee446131136ab Einer der ersten Empiristen war der englische Jurist und Staatsmann. Francis Bacon, der es als Philosoph weit brachte, immerhin stieg er bis zum Rang des englischen Lordkanzlers auf. Bacon beschäftigte sich mit der menschlichen Erkenntnisfähigkeit. Er meinte, die Erkenntnis des Menschen sei wie ein "unebener Spiegel": Wir können mit unseren Sinnen die Welt erkennen, dennoch können wir dabei nie völlig objektiv sein. Wir sollen – so fordert er – sein wie die Kinder, unvoreingenommen, vorurteilslos und noch ohne vorgefertigten Theorien in unserem Kopf. In seinem Werk "Novum Organon" (benannt nach dem Buch "Organon" des Aristoteles) forderte eine neue Art der Erkenntnisgewinnung, wobei man immer vom Einzelnen auf das Allgemeine schließt und somit zu allgemein gültigen Aussagen, zu Naturgesetzen gelangt. (Dies nennt man auch "Induktionsschluss") Bacon gilt als einer der geistigen Wegbereiter der modernen Naturwissenschaften. Er prägte auch den berühmten Satz "Wissen ist Macht". Als einer der ersten erkannte er jedoch auch das Problem des Empirismus, dass wir die Welt nie ganz unvoreingenommen betrachten können, wir bringen unseren meschlichen Erkenntnisapparat immer schon mit, wie später Immanuel Kant behaupten sollte. ]]> 0 Kapitel 8 - Philosophie der Neuzeit, Teil 4: Gottfried Wilhelm Leibniz Leibniz war ein Wunderkind, ein « Mozart der Mathematik », Historiker, Geologie, Ökonom, Diplomat, Philosoph und wie gesagt Mathematiker. Als letzterer erfand er gleichzeitig mit Isaac Newton zum Beispiel die Integral- und Differenzialrechnung. Leibniz gilt als letzter Universalgelehrter und als wichtigster Philosoph seines Zeitalters. In philosophischer Hinsicht wurde Leibniz berühmt für seine so genannte "Monadenlehre". Monaden sind kleinste Bausteine, aus denen alles besteht: Sie sind "spirituelle" unzerlegbare, ewige und einzigartige Atome. Sie sind u.a. für die Wechselwirkung von Geist und Materie verantwortlich, ein Problem das bei Descartes ungelöst geblieben war. Ebenfalls von großer Wirkung war seine Antwort auf das Problem der Theodizee, der Frage, wie man einen gütigen Gott rechtfertigen kann angesichts des Bösen und der Übel auf der Welt. Leibniz' Antwort ist im wesentlichen die, dass, wenn Gott gut ist, auch seine Schopfung prinzipell gut ist. Alle natürlichen Übel (Krankheit, Schmerzen, Naturkatastrophen...) haben ihre Ursache in der Endlichkeit der Welt. Dennoch sei unsere die "bestmögliche aller Welten". Die moralischen Übel (Lüge, Diebstahl, Mord...) seien ein notwendiger Begleiteffekt der Willensfreiheit des Menschen. Ohne Willensfreiheit aber sei die Welt unvollkommener als mit Willensfreiheit. Insgesamt seien die Übel – verglichen mit dem, was es Gutes gibt, ein « Fast-Nichts ». Kritisiert wurde Leibniz beipielsweise vom Aufklärungsphilosophen Voltaire in dessen bissig-satirischen Buch « Candide ». Wenn auf dieser Welt ohnehin alles zum Besten steht, wenn es eigentlich fast keine Übel gibt, fragt Voltaire, warum brauchen wir dann eigentlich einen Erlöser, wie das Christentum meint ? ]]> Wed, 18 Mar 2009 15:34:09 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-8-philosophie-der-neuzeit-teil-4-gottfried-wilhelm-leibniz 93afa5d9028acec3632e492c1d043780 Leibniz war ein Wunderkind, ein « Mozart der Mathematik », Historiker, Geologie, Ökonom, Diplomat, Philosoph und wie gesagt Mathematiker. Als letzterer erfand er gleichzeitig mit Isaac Newton zum Beispiel die Integral- und Differenzialrechnung. Leibniz gilt als letzter Universalgelehrter und als wichtigster Philosoph seines Zeitalters. In philosophischer Hinsicht wurde Leibniz berühmt für seine so genannte "Monadenlehre". Monaden sind kleinste Bausteine, aus denen alles besteht: Sie sind "spirituelle" unzerlegbare, ewige und einzigartige Atome. Sie sind u.a. für die Wechselwirkung von Geist und Materie verantwortlich, ein Problem das bei Descartes ungelöst geblieben war. Ebenfalls von großer Wirkung war seine Antwort auf das Problem der Theodizee, der Frage, wie man einen gütigen Gott rechtfertigen kann angesichts des Bösen und der Übel auf der Welt. Leibniz' Antwort ist im wesentlichen die, dass, wenn Gott gut ist, auch seine Schopfung prinzipell gut ist. Alle natürlichen Übel (Krankheit, Schmerzen, Naturkatastrophen...) haben ihre Ursache in der Endlichkeit der Welt. Dennoch sei unsere die "bestmögliche aller Welten". Die moralischen Übel (Lüge, Diebstahl, Mord...) seien ein notwendiger Begleiteffekt der Willensfreiheit des Menschen. Ohne Willensfreiheit aber sei die Welt unvollkommener als mit Willensfreiheit. Insgesamt seien die Übel – verglichen mit dem, was es Gutes gibt, ein « Fast-Nichts ». Kritisiert wurde Leibniz beipielsweise vom Aufklärungsphilosophen Voltaire in dessen bissig-satirischen Buch « Candide ». Wenn auf dieser Welt ohnehin alles zum Besten steht, wenn es eigentlich fast keine Übel gibt, fragt Voltaire, warum brauchen wir dann eigentlich einen Erlöser, wie das Christentum meint ? ]]> 0 Kapitel 8 - Philosophie der Neuzeit, Teil 3: Baruch Spinoza Baruch (Benedictus) Spinoza war Mitglied der Amsterdamer jüdischen Gemeinde und von Beruf Optiker und Glasschleifer. Auch für ihn stand die Vernunft im Mittelpunkt seiner Überlegungen. Er versuchte in einem Buch sogar, ein moralisches System "nach der Methode der Geometrie " aufzustellen. Er vertrat die Auffassung, dass es nicht wie bei Descartes zwei, sondern nur ein Grundprinzip gibt. Dies nennt man "Monismus" (Im Gegensatz zu "Dualismus") Spinoza lehnte Descartes Lehre vom Dualismus ab und meinte, Körper und Seele seien eigentlich nur zwei Aspekte derselben Sache - so etwa wie die zwei Seiten einer Münze. Dies nennt man auch "Parallelismus". Spinoza meinte weiters, dass Natur, Vernunft und Gott letztlich dasselbe sind. Dennoch habe der Mensch Willensfreiheit, weil er sonst die Möglichkeiten seiner Vernunft nicht nützen könne. Die Sichtweise, die Spinoza in seinem Werk Deus sive Natura vertrat, dass Gott und Natur dasselbe sind nennt man übrigens "Pantheismus". Der Mensch sei in diesem System eigentlich nichts anders als ein "Gedanke Gottes". Spinoza wurde wegen seiner pantheistischen (und anderen unorthodoxen) Ansichten sehr angefeindet und aus seiner jüdischen Gemeinde ausgeschlossen. ]]> Wed, 18 Mar 2009 15:23:24 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-8-philosophie-der-neuzeit-teil-3-baruch-spinoza fb541302e0e6a083785543148d7f0e95 Baruch (Benedictus) Spinoza war Mitglied der Amsterdamer jüdischen Gemeinde und von Beruf Optiker und Glasschleifer. Auch für ihn stand die Vernunft im Mittelpunkt seiner Überlegungen. Er versuchte in einem Buch sogar, ein moralisches System "nach der Methode der Geometrie " aufzustellen. Er vertrat die Auffassung, dass es nicht wie bei Descartes zwei, sondern nur ein Grundprinzip gibt. Dies nennt man "Monismus" (Im Gegensatz zu "Dualismus") Spinoza lehnte Descartes Lehre vom Dualismus ab und meinte, Körper und Seele seien eigentlich nur zwei Aspekte derselben Sache - so etwa wie die zwei Seiten einer Münze. Dies nennt man auch "Parallelismus". Spinoza meinte weiters, dass Natur, Vernunft und Gott letztlich dasselbe sind. Dennoch habe der Mensch Willensfreiheit, weil er sonst die Möglichkeiten seiner Vernunft nicht nützen könne. Die Sichtweise, die Spinoza in seinem Werk Deus sive Natura vertrat, dass Gott und Natur dasselbe sind nennt man übrigens "Pantheismus". Der Mensch sei in diesem System eigentlich nichts anders als ein "Gedanke Gottes". Spinoza wurde wegen seiner pantheistischen (und anderen unorthodoxen) Ansichten sehr angefeindet und aus seiner jüdischen Gemeinde ausgeschlossen. ]]> 0 Kapitel 8 - Philosophie der Neuzeit, Teil 2: René Descartes René Descartes wurde am 31.März 1596 in La Haye, Touraine geboren und starb am 11.Februar 1650 in Stockholm. Er entstammte einem vornehmen Adelsgeschlecht und besuchte die Jesuitenschule in La Fleche. 1617 trat er in den Militärdienst und nahm an Kämpfen in den Niederlanden, in Böhmen und in Deutschland teil. Später lebte er zurückgezogen, meist in den Niederlanden; im Jahr 1649 ging er auf Einladung von Königin Christine nach Stockholm, wo er bald darauf an nicht ganz geklärten Umständen starb. Descartes war der Begründer und maßgeblichste Vertreter des modernen Rationalismus. (= Die Auffassung, der Verstand sei das einzig gültige Erkenntnismittel (Ratio = Verstand)). Wie Sokrates war er davon überzeugt, dass uns sichere Erkenntnis nur die Vernunft geben kann. Die Philosophie emanzipierte sich damit von der Theologie, aber noch blieben Philosophie und Naturwissenschaft eine Einheit. Descartes entwickelte die moderne analytische Geometrie (z.B. auch das "cartesische Koordinatensystem") und versuchte, eine moderne Wissenschaft auf Grundlage der Mathematik zu errichten. In seinem Werk Meditationes de prima philosophia (1641) schilderte Descartes ein Gedankenexperiment: Was, wenn alles, was ich wahrnehme, eine Täuschung ist? Wenn ich gar keine Arme, keine Beine hätte, ich gar nicht hier sitze, wenn ich gar nicht existieren würde? Was, so fähr er fort, wenn ein bösartiger Dämon mir alle Dinge vorgaukelt, die ich wahrzunehmen glaube, während die Wirklichkeit völlig anders ist? So fährt Descartes in seinem so genannten "systematischen Zweifel" fort und bezweifelt alles, dessen er sich nicht völlig sicher ist. An einer Sache jedoch, so führt Decartes weiter aus, könne er nicht zweifeln: Nämlich daran, dass er zweifelt. Und wenn er zweifelt, so müsse es eine Person geben, die zweifelt. Also müsse er existieren. So gelangt Descartes zu seinem berühmten Ausspruch: Cogito, ergo sum Ich denke, also bin ich. Dies ist also der Punkt, dessen ich mir vollkommen sicher sein kann, hier wird jeder skeptische Zweifel sinnlos. Doch wie geht es nun weiter ? Descartes greift hier (in abgeänderter Form) auf den onotologischen Gottesbeweis des Anselm von Canterbury zurück : Ich selbst bin unvollkommen, habe aber die Vorstellung eines vollkommenen Gottes. Da diese nicht von mir selbst stammen kann muss sie mir Gott selbst eingegeben haben. Gott zu denken ohne seine Existenz wäre unsinnig, da er dann nicht vollkommen wäre. Also existiert Gott. Da Gott allgütig ist, täuscht er mich nicht. Also garantiert er für die Richtigkeit meiner Erkenntnisse, Schlüsse, u.a. auch des Cogito-Arguments. Daher habe ich die Garantie, die Wirklichkeit so zu erkennen, wie sie ist. Doch wurde letzterer Gedankengang als zirkulär kritisiert (« Cartesischer Zirkel »): Das Cogito Argument verbürgt die Existenz Gottes, dieser wiederum verbürgt die Richtigkeit des Cogito-Arguments. ]]> Wed, 18 Mar 2009 13:53:04 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-8-philosophie-der-neuzeit-teil-2-rene-descartes 2f047e5b1154360de238344f2c9731c5 René Descartes wurde am 31.März 1596 in La Haye, Touraine geboren und starb am 11.Februar 1650 in Stockholm. Er entstammte einem vornehmen Adelsgeschlecht und besuchte die Jesuitenschule in La Fleche. 1617 trat er in den Militärdienst und nahm an Kämpfen in den Niederlanden, in Böhmen und in Deutschland teil. Später lebte er zurückgezogen, meist in den Niederlanden; im Jahr 1649 ging er auf Einladung von Königin Christine nach Stockholm, wo er bald darauf an nicht ganz geklärten Umständen starb. Descartes war der Begründer und maßgeblichste Vertreter des modernen Rationalismus. (= Die Auffassung, der Verstand sei das einzig gültige Erkenntnismittel (Ratio = Verstand)). Wie Sokrates war er davon überzeugt, dass uns sichere Erkenntnis nur die Vernunft geben kann. Die Philosophie emanzipierte sich damit von der Theologie, aber noch blieben Philosophie und Naturwissenschaft eine Einheit. Descartes entwickelte die moderne analytische Geometrie (z.B. auch das "cartesische Koordinatensystem") und versuchte, eine moderne Wissenschaft auf Grundlage der Mathematik zu errichten. In seinem Werk Meditationes de prima philosophia (1641) schilderte Descartes ein Gedankenexperiment: Was, wenn alles, was ich wahrnehme, eine Täuschung ist? Wenn ich gar keine Arme, keine Beine hätte, ich gar nicht hier sitze, wenn ich gar nicht existieren würde? Was, so fähr er fort, wenn ein bösartiger Dämon mir alle Dinge vorgaukelt, die ich wahrzunehmen glaube, während die Wirklichkeit völlig anders ist? So fährt Descartes in seinem so genannten "systematischen Zweifel" fort und bezweifelt alles, dessen er sich nicht völlig sicher ist. An einer Sache jedoch, so führt Decartes weiter aus, könne er nicht zweifeln: Nämlich daran, dass er zweifelt. Und wenn er zweifelt, so müsse es eine Person geben, die zweifelt. Also müsse er existieren. So gelangt Descartes zu seinem berühmten Ausspruch: Cogito, ergo sum Ich denke, also bin ich. Dies ist also der Punkt, dessen ich mir vollkommen sicher sein kann, hier wird jeder skeptische Zweifel sinnlos. Doch wie geht es nun weiter ? Descartes greift hier (in abgeänderter Form) auf den onotologischen Gottesbeweis des Anselm von Canterbury zurück : Ich selbst bin unvollkommen, habe aber die Vorstellung eines vollkommenen Gottes. Da diese nicht von mir selbst stammen kann muss sie mir Gott selbst eingegeben haben. Gott zu denken ohne seine Existenz wäre unsinnig, da er dann nicht vollkommen wäre. Also existiert Gott. Da Gott allgütig ist, täuscht er mich nicht. Also garantiert er für die Richtigkeit meiner Erkenntnisse, Schlüsse, u.a. auch des Cogito-Arguments. Daher habe ich die Garantie, die Wirklichkeit so zu erkennen, wie sie ist. Doch wurde letzterer Gedankengang als zirkulär kritisiert (« Cartesischer Zirkel »): Das Cogito Argument verbürgt die Existenz Gottes, dieser wiederum verbürgt die Richtigkeit des Cogito-Arguments. ]]> 0 Kapitel 8 - Philosophie der Neuzeit, Teil 1: Renaissance und Humanismus Wed, 18 Mar 2009 13:27:58 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-philosophie-der-neuzeit-teil-1-renaissance-und-humanismus 4b128b9251f1f134fabd275041b36638 0 Kapitel 7 - Philosophie des Mittelalters, Teil 3: Thomas von Aquin, Wilhelm von Ockham -Thomas war Dominikanermönch, verbrachte sein Studium unter anderem in Paris, wo er später auch lehrte. Er wurde aufgrund seiner Verdienste in der Theologie auch „Doctor angelicus“ genannt. - Sein Hauptwerk war eine Schrift namens„Summa theologiae“ Thomas war Schüler des Albertus Magnus. - Schon dieser hatte an Aristoteles und seine Naturlehre und Ursachenlehre angeknüft und versucht, aristotelische Gedanken mit dem Christentum zu verbinden. - Hauptthema seiner Philosophie ist: Es gibt Glaube und Wissen. Gott hat dem Menschen die Vernunft gegeben. Einige Offenbarungswahrheiten können nicht erkannt werden, aber man kann sie auch nicht als unvernünftig widerlegen. Wissenschaft (Philosophie) und Theologie, Vernunft und Glaube ergänzen einander. - Der Mensch hat grundsätzlich einen freien Willen. Nur der Mensch ist wie ein Engel ein Vernunftwesen, nur er hat eine unsterbliche Seele. Deren Auferstehung kann aber nicht philosophisch, sondern nur theologisch erwiesen werden. - Das Böse (malum) ist selbst nicht, es ist nur eine Abwesenheit des Guten (privatio boni) – die so genannte Privationslehre des Bösen. - Auf jeden Fall hat die Religion (fides) „im Zweifelsfall“ vorrang vor der Wissenschaft (philosophia) - Die 5 Gottesbeweise des Thomas („Quinquae viae“) o Alles ist in Bewegung, es muss einen ersten Beweger gegeben haben: Gott, der „Unbewegte Beweger“ (direkt von Aristoteles übernommen) o Alles hat eine Ursache, Gott ist die erste Ursache. (prima causa) o Vieles geschieht zufallig, ohne dass wir eine Gesetzmaßigkeit erkennen können. Es gibt bei der Beobachtung von Zufall auch eine Notwendigkeit. Die letzte Notwendigkeit / Gesetzmaßigkeit ist Gott. o Die Welt ist hierarchisch nach Stufen der Vollkommenheit aufgebaut. Gott ist die höchste Stufe. o Alles wirkt auf ein Ziel hin, Gott ist dieses letzte Ziel. (Ursachenlehre des Aristoteles!) - Wahrheit ist Übereinstimmund der Dinge und des Verstandes (adaequatio rei et intellectu - Unterschied zu Aristoteles: dieser sah die Materie als ewig an. Thomas vertritt jedoch die Auffassung, dass sie von Gott in der Zeit erschaffen wurde. Wilhelm von Ockham (1285-1347) Wilhelm von Ockham übte starke Kritik an der Scholastik, an Thomas von Aquin, und auch am Papst • Wilhelm entwickelte eine Idee, die später auch „Ockhams Rasiermesser“ genannt wurde: Nach diesem darf man die Grundaussagen einer Theorie nicht beliebig vermehren. Auch hier kommt eine scharfe Trennung zwischen Glaube und Wissen(schaft) zutage. • Wilhelm meinte: Gott ist vernunftmäßig nicht verstehbar, es bleibt dem Menschen nur der reine Glaube. Wilhelm von Ockham war die Vorlage für die Figur des William von Baskerville aus Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“ ]]> Wed, 18 Mar 2009 13:23:44 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-7-philosophie-des-mittelalters-teil-3-thomas-von-aquin-wilhelm-von-ockham 8171d1ea9ddcf6d4f61270264d3b36ec -Thomas war Dominikanermönch, verbrachte sein Studium unter anderem in Paris, wo er später auch lehrte. Er wurde aufgrund seiner Verdienste in der Theologie auch „Doctor angelicus“ genannt. - Sein Hauptwerk war eine Schrift namens„Summa theologiae“ Thomas war Schüler des Albertus Magnus. - Schon dieser hatte an Aristoteles und seine Naturlehre und Ursachenlehre angeknüft und versucht, aristotelische Gedanken mit dem Christentum zu verbinden. - Hauptthema seiner Philosophie ist: Es gibt Glaube und Wissen. Gott hat dem Menschen die Vernunft gegeben. Einige Offenbarungswahrheiten können nicht erkannt werden, aber man kann sie auch nicht als unvernünftig widerlegen. Wissenschaft (Philosophie) und Theologie, Vernunft und Glaube ergänzen einander. - Der Mensch hat grundsätzlich einen freien Willen. Nur der Mensch ist wie ein Engel ein Vernunftwesen, nur er hat eine unsterbliche Seele. Deren Auferstehung kann aber nicht philosophisch, sondern nur theologisch erwiesen werden. - Das Böse (malum) ist selbst nicht, es ist nur eine Abwesenheit des Guten (privatio boni) – die so genannte Privationslehre des Bösen. - Auf jeden Fall hat die Religion (fides) „im Zweifelsfall“ vorrang vor der Wissenschaft (philosophia) - Die 5 Gottesbeweise des Thomas („Quinquae viae“) o Alles ist in Bewegung, es muss einen ersten Beweger gegeben haben: Gott, der „Unbewegte Beweger“ (direkt von Aristoteles übernommen) o Alles hat eine Ursache, Gott ist die erste Ursache. (prima causa) o Vieles geschieht zufallig, ohne dass wir eine Gesetzmaßigkeit erkennen können. Es gibt bei der Beobachtung von Zufall auch eine Notwendigkeit. Die letzte Notwendigkeit / Gesetzmaßigkeit ist Gott. o Die Welt ist hierarchisch nach Stufen der Vollkommenheit aufgebaut. Gott ist die höchste Stufe. o Alles wirkt auf ein Ziel hin, Gott ist dieses letzte Ziel. (Ursachenlehre des Aristoteles!) - Wahrheit ist Übereinstimmund der Dinge und des Verstandes (adaequatio rei et intellectu - Unterschied zu Aristoteles: dieser sah die Materie als ewig an. Thomas vertritt jedoch die Auffassung, dass sie von Gott in der Zeit erschaffen wurde. Wilhelm von Ockham (1285-1347) Wilhelm von Ockham übte starke Kritik an der Scholastik, an Thomas von Aquin, und auch am Papst • Wilhelm entwickelte eine Idee, die später auch „Ockhams Rasiermesser“ genannt wurde: Nach diesem darf man die Grundaussagen einer Theorie nicht beliebig vermehren. Auch hier kommt eine scharfe Trennung zwischen Glaube und Wissen(schaft) zutage. • Wilhelm meinte: Gott ist vernunftmäßig nicht verstehbar, es bleibt dem Menschen nur der reine Glaube. Wilhelm von Ockham war die Vorlage für die Figur des William von Baskerville aus Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“ ]]> 0 Kapitel 7 - Philosophie des Mittelalters, Teil 2: Augustinus, Anselm - Bischof von Hippo (Nordafrika) - Wichtigster „Kirchenvater“ - Zuerst Manichäer, Neuplatoniker - Werke: „Confessiones“ (Bekenntnisse) und „Über den Gottesstaat“ - Wahrheit ist nur in der Seele des Menschen zu finden - Unsere Seele ist unruhig, will ruhen in Gott - Gott selbst ist – wenn überhaupt – nur in Umrissen zu erkennen, ist für den Menschen unergründlich Anselm von Canterbury (1033-1109) Wed, 18 Mar 2009 12:59:23 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-7-philosophie-des-mittelalters-teil-2-augustinus-anselm 7af0c79c942a390efb29a7f469067b8f - Bischof von Hippo (Nordafrika) - Wichtigster „Kirchenvater“ - Zuerst Manichäer, Neuplatoniker - Werke: „Confessiones“ (Bekenntnisse) und „Über den Gottesstaat“ - Wahrheit ist nur in der Seele des Menschen zu finden - Unsere Seele ist unruhig, will ruhen in Gott - Gott selbst ist – wenn überhaupt – nur in Umrissen zu erkennen, ist für den Menschen unergründlich Anselm von Canterbury (1033-1109) 0 Kapitel 7 - Philosophie des Mittelalters, Teil 1: Das Ende der Antike Mon, 22 Dec 2008 17:49:02 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-7-philosophie-des-mittelalters-teil-1-das-ende-der-antike 4e79691e6c322f1a1b7387c5393ce9ff 0 Kapitel 6 - Chinesische Philosophie, Teil 2: Lao Tse Neben dem Buddhismus und dem Konfuzianismus ist der Daoismus eine Philosophische Richtung, der ein quasi-religiöser Status zukommt. Der Daoismus beeinflusste Politik, Wirtschaft, Literatur, Musik, Medizin bis hin zur Kampfkunst. Lao Tse, dessen Existenz allerdings heute umstritten ist, verfasste das Buch: "Dao te Ching", das Buch vom Weg und von der Tugend; Wichtig ist hier die Selbsterkenntnis: Dao bedeutet dabei so viel wie Weg, aber auch Harmonie, Einklang, Sinn, Geist, Ursubstanz, Gott. Ziel des Daoismus ist die Rückkehr, die Einkehr ins Tao, Der Weise sucht Frieden und Selbsterkenntnis, den großen Einklang. Dies erreicht man nicht so sehr durch Handeln, sondern eher auf mystisch-intuitive Weise, man könnte sagen: Handeln durch Nichthandeln (dies bezeichnet man auch als Wu-Wei).]]> Mon, 22 Dec 2008 17:42:24 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-6-chinesische-philosophie-teil-2-lao-tse 5f87d60ab69a0b0d8c3b740d408c1061 Neben dem Buddhismus und dem Konfuzianismus ist der Daoismus eine Philosophische Richtung, der ein quasi-religiöser Status zukommt. Der Daoismus beeinflusste Politik, Wirtschaft, Literatur, Musik, Medizin bis hin zur Kampfkunst. Lao Tse, dessen Existenz allerdings heute umstritten ist, verfasste das Buch: "Dao te Ching", das Buch vom Weg und von der Tugend; Wichtig ist hier die Selbsterkenntnis: Dao bedeutet dabei so viel wie Weg, aber auch Harmonie, Einklang, Sinn, Geist, Ursubstanz, Gott. Ziel des Daoismus ist die Rückkehr, die Einkehr ins Tao, Der Weise sucht Frieden und Selbsterkenntnis, den großen Einklang. Dies erreicht man nicht so sehr durch Handeln, sondern eher auf mystisch-intuitive Weise, man könnte sagen: Handeln durch Nichthandeln (dies bezeichnet man auch als Wu-Wei).]]> 0 Kapitel 6 - Chinesische Philosophie, Teil 1: Konfuzius Der auf ihn zurückgehende Konfuzianismus ist bis heute sozusagen 'Staatsreligion Chinas'; Konfuzius selbst darf sich rühmen, dass er der einzige Philosoph ist, dem heute fast göttliche Verehrung zuteil wird – und das obwohl Konfuzius wie Sokrates oder Jesus keinerlei selbst verfasste Werke hinterlassen hat. Ein dem Konfuzianusmus nahe stehendes Buch ist das Buch: I Ging [sprich 'I Tsching'], das "Buch der Wandlungen": Alles im Leben ist zu begreifen als das Wechselspiel zwischen den beiden Prinzipien Yin und Yang. Yin steht für: Erde, dunkel, schwach, ruhig, nachgiebig, empfangend Yang steht für: Himmel, männlich, hell, stark, schöpferisch, gebend Konfuzius’ Lehre wurde einmal mit einer Ellipse verglichen: Ihre beiden Brennpunkte sind die Persönlichkeit bzw. die menschlich Gesellschaft. Sein Idealbild ist der 'Edle Mensch'. Er strebt nach den Idealen Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Kindliche Pietät und Befolgung der Riten. Diese Ideale kann man nie ganz erreichen, dennoch soll man sie anstreben; der beste Weg, dies zu erreichen, ist über das Lernen. In Bezug auf die Gesellschaft betont Konfuzius, dass man die gegebene Ordnung (Eltern, Gesetze…) respektieren müsse. Nur aus Ordnung geht letztlich die Freiheit hervor. ]]> Mon, 22 Dec 2008 17:40:18 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-6-chinesische-philosophie-teil-1-konfuzius 4a2942a63f1caa4352bb75c11a9106f3 Der auf ihn zurückgehende Konfuzianismus ist bis heute sozusagen 'Staatsreligion Chinas'; Konfuzius selbst darf sich rühmen, dass er der einzige Philosoph ist, dem heute fast göttliche Verehrung zuteil wird – und das obwohl Konfuzius wie Sokrates oder Jesus keinerlei selbst verfasste Werke hinterlassen hat. Ein dem Konfuzianusmus nahe stehendes Buch ist das Buch: I Ging [sprich 'I Tsching'], das "Buch der Wandlungen": Alles im Leben ist zu begreifen als das Wechselspiel zwischen den beiden Prinzipien Yin und Yang. Yin steht für: Erde, dunkel, schwach, ruhig, nachgiebig, empfangend Yang steht für: Himmel, männlich, hell, stark, schöpferisch, gebend Konfuzius’ Lehre wurde einmal mit einer Ellipse verglichen: Ihre beiden Brennpunkte sind die Persönlichkeit bzw. die menschlich Gesellschaft. Sein Idealbild ist der 'Edle Mensch'. Er strebt nach den Idealen Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Kindliche Pietät und Befolgung der Riten. Diese Ideale kann man nie ganz erreichen, dennoch soll man sie anstreben; der beste Weg, dies zu erreichen, ist über das Lernen. In Bezug auf die Gesellschaft betont Konfuzius, dass man die gegebene Ordnung (Eltern, Gesetze…) respektieren müsse. Nur aus Ordnung geht letztlich die Freiheit hervor. ]]> 0 Kapitel 5 - Ausbreitung der griechischen Philosophie, Teil 4: Epikureer und Neuplatoniker Epikur Es wird erzählt, die Schüler des Epikur (342-271 v. Chr.) hätten in einem Garten gelebt, weshalb sie auch die „Gartenphilosophen“ genannt werden. Über dem Eingang zu diesem Garten hing ein Schild mit der Inschrift: »Fremder, hier ist gut leben. Hier ist die Freude das höchste Gut.“ Wichtigstes Motto der Epikureer war:“ Lebe im Augenblick.“ („Carpe diem!“) Sie waren wichtige Vertreter des Eudämonismus: Der Mensch soll nach Glück streben, aber nicht im höchsten Genuss liegt das Glück, sondern in der Enthaltsamkeit, in der Selbstbeherrschung, Mäßigung und Ruhe. Die Begierde muss zeitweilig gezügelt werden. „Um ein gutes Leben zu führen ist es wichtig, sich nicht fortwährend vor dem Tod zu ängstigen.“, sagt Epikur „Der Tod betrifft uns nicht, solange wir da sind, ist der Tod nicht da, und wenn der Tod da ist, sind wir nicht mehr!“ Epikur verehrte zwar die Götter, vertrat aber dennoch einen Materialismus, die Materie ist der grundlegende Stoff. Nach dem Tod zerfällt der Mensch ins Nichts. Im Gegensatz zu den Stoikern interessieren sie sich nur wenig für Politik und Gesellschaft. Epikurs Philosophie wurde später von den Römern übernommen. Die Neuplatoniker Plotin war stark von Platons Ideenlehre inspiriert. Sein Hauptwerk: Die Enneaden Plotin (205-217 n. Chr.) sah die Welt als eine Brücke zwischen zwei Welten. Am einen Ende steht das göttliche Licht, das er das Eine, oder auch Gott nennt, am anderen Ende herrscht die absolute Finsternis, die keinen Lichtstrahl vom Einen empfängt. Das heißt also das einzige das existiert ist Gott, oder das Eine. Die Welt entfaltet sich aus dem Einen ( dem Ur-Einen) und geht wieder dahin zurück. Gott ist die „Überfülle“, die aus ihm ausfließt und so die Welt erzeugt. Im Abkühlen enstehen in absteigender „Qualität“ die Engel, die menschliche Seele, Tiere, Pflanzen und als „erkaltete Schlacke“ zuletzt die unbelebte Materie. Viele dieser Ideen finden sich im Christentum wieder. ]]> Mon, 22 Dec 2008 17:35:14 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-5-ausbreitung-der-griechischen-philosophie-teil-4-epikureer-und-neuplatoniker 969f5e40a1a5ed46c76277a39165de43 Epikur Es wird erzählt, die Schüler des Epikur (342-271 v. Chr.) hätten in einem Garten gelebt, weshalb sie auch die „Gartenphilosophen“ genannt werden. Über dem Eingang zu diesem Garten hing ein Schild mit der Inschrift: »Fremder, hier ist gut leben. Hier ist die Freude das höchste Gut.“ Wichtigstes Motto der Epikureer war:“ Lebe im Augenblick.“ („Carpe diem!“) Sie waren wichtige Vertreter des Eudämonismus: Der Mensch soll nach Glück streben, aber nicht im höchsten Genuss liegt das Glück, sondern in der Enthaltsamkeit, in der Selbstbeherrschung, Mäßigung und Ruhe. Die Begierde muss zeitweilig gezügelt werden. „Um ein gutes Leben zu führen ist es wichtig, sich nicht fortwährend vor dem Tod zu ängstigen.“, sagt Epikur „Der Tod betrifft uns nicht, solange wir da sind, ist der Tod nicht da, und wenn der Tod da ist, sind wir nicht mehr!“ Epikur verehrte zwar die Götter, vertrat aber dennoch einen Materialismus, die Materie ist der grundlegende Stoff. Nach dem Tod zerfällt der Mensch ins Nichts. Im Gegensatz zu den Stoikern interessieren sie sich nur wenig für Politik und Gesellschaft. Epikurs Philosophie wurde später von den Römern übernommen. Die Neuplatoniker Plotin war stark von Platons Ideenlehre inspiriert. Sein Hauptwerk: Die Enneaden Plotin (205-217 n. Chr.) sah die Welt als eine Brücke zwischen zwei Welten. Am einen Ende steht das göttliche Licht, das er das Eine, oder auch Gott nennt, am anderen Ende herrscht die absolute Finsternis, die keinen Lichtstrahl vom Einen empfängt. Das heißt also das einzige das existiert ist Gott, oder das Eine. Die Welt entfaltet sich aus dem Einen ( dem Ur-Einen) und geht wieder dahin zurück. Gott ist die „Überfülle“, die aus ihm ausfließt und so die Welt erzeugt. Im Abkühlen enstehen in absteigender „Qualität“ die Engel, die menschliche Seele, Tiere, Pflanzen und als „erkaltete Schlacke“ zuletzt die unbelebte Materie. Viele dieser Ideen finden sich im Christentum wieder. ]]> 0 Kapitel 5 - Ausbreitung der griechischen Philosophie, Teil 3: Die Stoiker Mon, 22 Dec 2008 17:27:21 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-5-ausbreitung-der-griechischen-philosophie-teil-1-die-stoiker 3c9ae97c1a95bbaa9d76bcfb2587902b 0 Kapitel 5 - Ausbreitung der griechischen Philosophie, Teil 2: Die Kyniker Von ihm sagt man, dass er in einer Tonne wohnte und nichts weiter besaß als einen Umhang einen Stock und einen Brotbeutel. ( Alexander der Große wollte ihm einmal einen Wunsch erfüllen und Diogenes antwortete er möge ihm nur aus der Sonne gehen. Er hatte alles, was er sich wünschte.) Vor allem lehrte er, dass nur Bedürfnislosigkeit wahre Freiheit bedeutet. Er betonte die praktische Lebensführung und kritisierte die rein theoretische Art des Philosophierens. Die Kyniker empfahlen, man soll sich 1. keine Sorgen um die eigene Gesundheit machen, 2. sich nicht vor Leiden und Tod fürchten und 3. und sich nicht die Nöte anderer zu Herzen nehmen. ]]> Mon, 22 Dec 2008 17:24:03 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-5-ausbreitung-der-griechischen-philosophie-teil-1-die-kyniker cb8ed704c3447295eb3abf07b41f9094 Von ihm sagt man, dass er in einer Tonne wohnte und nichts weiter besaß als einen Umhang einen Stock und einen Brotbeutel. ( Alexander der Große wollte ihm einmal einen Wunsch erfüllen und Diogenes antwortete er möge ihm nur aus der Sonne gehen. Er hatte alles, was er sich wünschte.) Vor allem lehrte er, dass nur Bedürfnislosigkeit wahre Freiheit bedeutet. Er betonte die praktische Lebensführung und kritisierte die rein theoretische Art des Philosophierens. Die Kyniker empfahlen, man soll sich 1. keine Sorgen um die eigene Gesundheit machen, 2. sich nicht vor Leiden und Tod fürchten und 3. und sich nicht die Nöte anderer zu Herzen nehmen. ]]> 0 Kapitel 5 - Ausbreitung der griechischen Philosophie, Teil 1: Hellenismus Mon, 22 Dec 2008 17:22:15 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-5-ausbreitung-der-griechischen-philosophie-teil-1-hellenismus d2277f34bffa2fc04cddf0b64d6f01b0 0 Kapitel 4 - Erkenntnistheorie, Teil 8: Wahrheitstheorien Mon, 22 Dec 2008 17:19:33 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-4-erkenntnistheorie-teil-8-wahrheitstheorien f975e0e93ff972bea5e425f32bb0d633 0 Kapitel 4 - Erkenntnistheorie, Teil 7: Wahrheitstheorien Mon, 22 Dec 2008 17:17:10 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-4-erkenntnistheorie-teil-7-wahrheitstheorien 63adfb80051d54f9f8e0858b8499c224 0 Kapitel 4 - Erkenntnistheorie, Teil 6: Skeptische Kritik am Rationalismus Mon, 22 Dec 2008 17:13:41 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-4-erkenntnistheorie-teil-3-skeptische-kritik-am-rationalismus 8fff4ae64325bb359f345ded8de1daab 0 Kapitel 4 - Erkenntnistheorie, Teil 5: Rationalismus Mon, 22 Dec 2008 17:11:05 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-4-erkenntnistheorie-teil-3-rationalismus 2dee9ac09453361d4c047115562119a0 0 Kapitel 4 - Erkenntnistheorie, Teil 4: Realismus und Idealismus Mon, 22 Dec 2008 17:00:24 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-4-erkenntnistheorie-teil-3-realismus-und-idealismus b4cf90b3198744d116b98d68e046cb87 0 Kapitel 4 - Erkenntnistheorie, Teil 3: Empirismus Mon, 15 Dec 2008 12:09:27 +0100 https://philosophie.podspot.de/post/empirismus1 213935528216b2ace8d4615b03ead4ad 0 Kapitel 4 - Erkenntnistheorie, Teil 2: Skeptizismus, Kriterien des Wissens Mon, 20 Oct 2008 18:52:15 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-4-erkenntnistheorie-teil-2-skeptizismus-kriterien-des-wissens cd9ffe839d363eabe4c7fd4b9a1e3b95 0 Kapitel 4 - Erkenntnistheorie, Teil 1: Positionen der Erkenntnistheorie Mon, 20 Oct 2008 18:48:51 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-4-erkenntnistheorie-teil-1-positionen-der-erkenntnistheorie 49cf8bdc3cd5742f4815c46fdecd5cff 0 Kapitel 3: Klassische Griechische Philosophie, Teil 8: Aristoteles' Naturlehre, Wirkung Mon, 20 Oct 2008 18:33:55 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-3-klassische-griechische-philosophie-teil-7-aristoteles-naturlehre-wirkung c79eec306f78df682867bc0c68981213 0 Kapitel 3: Klassische Griechische Philosophie, Teil 7: Aristoteles' Ethik (Benannt nach dem Sohn des Aristoteles, Nikomachos) Aristoteles’ Nikomachische Ethik ist eine Untersuchung des Charakters und der Intelligenz sowie deren Verhältnis zum Glück. Der Philosoph unterscheidet innerhalb seiner Ethik dabei zwischen zwei Arten von Tugenden: 1. die moralische und 2. die des Denkens. ad 1) moralische Tugend „Ethische Tugend ist die Mitte zwischen zwei falschen Extremen“ - Man soll weder tollkühn noch feige sondern tapfer sein. verschwenderisch noch geizig sondern großzügig wolllüstig noch stumpf sondern gemäßigt Eine besonders wichtige Tugend in bezug auf die Gemeinschaft ist die Gerechtigkeit. Als austeilend sorgt sie für eine gerechte Verteilung der Güter, als ausgleichend versucht sie, erlittenen Schaden auszugleichen. Eine wesentliche Tugend ist auch die Freundschaft. Hier vollzieht sich der Übergang vom Einzelwesen in die Gemeinschaft. ad 2) Die Tugend des Denkens jedoch ist nicht denselben Gesetzen des Mittelweges unterworfen. Nach Aristoteles kann nur von einem reifen, männlichen Erwachsenen die vollkommene Tugend erlangt werden, niemals aber von einer Frau oder Kindern oder Barbaren (also den Nichtgriechen).Nur durch Gleichgewicht und Mäßigung wird man also ein glücklicher und harmonischer Mensch Alle menschlichen Wesen wollen „Glückseligkeit”, wobei dieses Ziel auf unterschiedlichen Wegen erreicht werden kann Eudämonismus. Was braucht der Mensch um ein gutes Leben zu führen? Der Mensch ist nur dann glücklich, wenn er alle seine Fähigkeiten entfalten und Nutzen kann. EUDÄMONIE = Glückseligkeit Aristoteles glaubte an drei Formen des Glücks: 1. an ein Leben der Lust und der Vergnügungen 2. an ein Leben als freier und verantwortlicher Bürger 3. an ein Leben als Forscher und Philosoph Nur wenn der Mensch alle drei besitzt, kann er glücklich sein. Er lehnte jede Form der Einseitigkeit ab. ]]> Mon, 20 Oct 2008 18:28:26 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-3-klassische-griechische-philosophie-teil-7-aristoteles-ethik a6c282f3fa202e846fd6f079c8e26721 (Benannt nach dem Sohn des Aristoteles, Nikomachos) Aristoteles’ Nikomachische Ethik ist eine Untersuchung des Charakters und der Intelligenz sowie deren Verhältnis zum Glück. Der Philosoph unterscheidet innerhalb seiner Ethik dabei zwischen zwei Arten von Tugenden: 1. die moralische und 2. die des Denkens. ad 1) moralische Tugend „Ethische Tugend ist die Mitte zwischen zwei falschen Extremen“ - Man soll weder tollkühn noch feige sondern tapfer sein. verschwenderisch noch geizig sondern großzügig wolllüstig noch stumpf sondern gemäßigt Eine besonders wichtige Tugend in bezug auf die Gemeinschaft ist die Gerechtigkeit. Als austeilend sorgt sie für eine gerechte Verteilung der Güter, als ausgleichend versucht sie, erlittenen Schaden auszugleichen. Eine wesentliche Tugend ist auch die Freundschaft. Hier vollzieht sich der Übergang vom Einzelwesen in die Gemeinschaft. ad 2) Die Tugend des Denkens jedoch ist nicht denselben Gesetzen des Mittelweges unterworfen. Nach Aristoteles kann nur von einem reifen, männlichen Erwachsenen die vollkommene Tugend erlangt werden, niemals aber von einer Frau oder Kindern oder Barbaren (also den Nichtgriechen).Nur durch Gleichgewicht und Mäßigung wird man also ein glücklicher und harmonischer Mensch Alle menschlichen Wesen wollen „Glückseligkeit”, wobei dieses Ziel auf unterschiedlichen Wegen erreicht werden kann Eudämonismus. Was braucht der Mensch um ein gutes Leben zu führen? Der Mensch ist nur dann glücklich, wenn er alle seine Fähigkeiten entfalten und Nutzen kann. EUDÄMONIE = Glückseligkeit Aristoteles glaubte an drei Formen des Glücks: 1. an ein Leben der Lust und der Vergnügungen 2. an ein Leben als freier und verantwortlicher Bürger 3. an ein Leben als Forscher und Philosoph Nur wenn der Mensch alle drei besitzt, kann er glücklich sein. Er lehnte jede Form der Einseitigkeit ab. ]]> 0 Kapitel 3: Klassische Griechische Philosophie, Teil 6: Aristoteles' Ursachenlehre und Logik Mon, 20 Oct 2008 18:17:22 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-3-klassische-griechische-philosophie-teil-6-aristoteles-ursachenlehre-und-logik 61e93c01c5d207c531d57ff0f8d4b772 0 Kapitel 3: Klassische Griechische Philosophie, Teil 5: Aristoteles' Ursachenlehre Einen wesentlichen philosophischen Beitrag erbrachte Aristoteles mit seinem neuen Begriff der so genannten Kausalität, der Lehre von Ursache und Wirkung.. Seiner Überlegung entsprechend gibt es für jedes Ding oder Ereignis mehr als einen „Grund”, der erläutert, was, warum und wo etwas existiert. Frühere griechische Denker neigten eher zu der Annahme, dass bloß eine einzige Ursache für eine tatsächliche Erklärung aufschlussreich sei. Aristoteles empfiehlt vier. 1. die materielle Ursache, der Stoff, aus welchem ein Ding gefertigt wird; 2. die Wirkursache, die Quelle für Bewegung, Entstehung oder Veränderung; 3. die formale Ursache, die Form, Art oder Typus angibt; 4. dieZweckursache, das Ziel, z. B. die volle Entwicklung eines Individuums oder die geplante Funktion eines Gebäudes bzw. einer Erfindung. ]]> Mon, 20 Oct 2008 18:15:18 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-3-klassische-griechische-philosophie-teil-4-aristoteles-ursachenlehre b40caf18183f499bf610263fdf1b2114 Einen wesentlichen philosophischen Beitrag erbrachte Aristoteles mit seinem neuen Begriff der so genannten Kausalität, der Lehre von Ursache und Wirkung.. Seiner Überlegung entsprechend gibt es für jedes Ding oder Ereignis mehr als einen „Grund”, der erläutert, was, warum und wo etwas existiert. Frühere griechische Denker neigten eher zu der Annahme, dass bloß eine einzige Ursache für eine tatsächliche Erklärung aufschlussreich sei. Aristoteles empfiehlt vier. 1. die materielle Ursache, der Stoff, aus welchem ein Ding gefertigt wird; 2. die Wirkursache, die Quelle für Bewegung, Entstehung oder Veränderung; 3. die formale Ursache, die Form, Art oder Typus angibt; 4. dieZweckursache, das Ziel, z. B. die volle Entwicklung eines Individuums oder die geplante Funktion eines Gebäudes bzw. einer Erfindung. ]]> 0 Kapitel 3: Klassische Griechische Philosophie, Teil 4: Aristoteles Aristoteles stammte aus Makedonien. Sein Vater war Arzt, von ihm übernahm er das Interesse für die Naturwissenschaften. Aristoteles war auch eine Zeitlang Lehrer von Alexander dem Großen. Die lebendige Natur interessierte Aristoteles am allermeisten, bzw. die Veränderungen in der Natur, die Naturprozesse. Dabei entlehnte er manches von Platon, wich aber in vielen Dingen von seinem Lehrer ab. Platon soll darauf gesagt haben: „Aristoteles hat mich mit Füßen getreten, wie die Fohlen ihre Mutter treten, wenn sie sie geboren hat.“ Platon und Aristoteles Platon Wendet sich von der Sinnenwelt ab, für ihn gibt es nur die Ideenwelt Aristoteles Macht genau das Gegenteil: er geht in die freie Natur, studierte Fische, Frösche... Platon gab vor allem dem Verstand den Vorzug. Dies nennt man auch Rationalismus Aristoteles meinte:Nicht über den Verstand; nur über die Sinne nehmen wir die Welt wahr. Platon war Dichter und Mythenschöpfer Aristoteles Seine Schriften sind etwas trocken und umständlich Platon fand in den Ideen etwas ewiges, unveränderliches. Zuerst kommt die Idee Pferd, dann erst kommen alle Pferde in der Sinnenwelt. Platon sagt, dass das, was wir um uns herum in der Natur sehen, nur Kopien aus der Ideenwelt sind und damit auch aus unserer Seele. Aristoteles ...stimmt Platon darin zu, dass z.B. die Pferdeform ewig und unveränderlich ist. Zuerst müssen wir eine bestimmte Anzahl von Pferden gesehen haben, um von einer „Idee“ oder „Form“ Pferd zu sprechen. Die „IDEE“ oder die „FORM Pferd“ existiert also nicht vor unserer Erfahrung Mit der „Form“ Pferd meint Aristoteles das, was allen Pferden gemeinsam ist – die besonderen Eigenschaften eines Pferdes. Alles was wir in unseren Gedanken haben, haben wir schon einmal gesehen oder gehört. Wir haben auch eine angeborene Vernunft, eine Fähigkeit alle Sinneseindrücke verschiedenen Gruppen und Klassen zuzuordnen. Auf diese Weise entstehen Begriffe, wie „Stein“, „Pflanzen“, etc. Unsere Vernunft ist allerdings ganz leer, solange wir nichts wahrnehmen, empfinden. Aristoteles gilt als Begründer fast aller philosophischen Disziplinen: Logik, Ethik, Physik und Erkenntnistheorie, sowie auch Poetik (Die Kunst, richtig zu dichten). ]]> Mon, 20 Oct 2008 18:13:34 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-3-klassische-griechische-philosophie-teil-4-aristoteles f892804de0636ca426c2b9720da8e3e2 Aristoteles stammte aus Makedonien. Sein Vater war Arzt, von ihm übernahm er das Interesse für die Naturwissenschaften. Aristoteles war auch eine Zeitlang Lehrer von Alexander dem Großen. Die lebendige Natur interessierte Aristoteles am allermeisten, bzw. die Veränderungen in der Natur, die Naturprozesse. Dabei entlehnte er manches von Platon, wich aber in vielen Dingen von seinem Lehrer ab. Platon soll darauf gesagt haben: „Aristoteles hat mich mit Füßen getreten, wie die Fohlen ihre Mutter treten, wenn sie sie geboren hat.“ Platon und Aristoteles Platon Wendet sich von der Sinnenwelt ab, für ihn gibt es nur die Ideenwelt Aristoteles Macht genau das Gegenteil: er geht in die freie Natur, studierte Fische, Frösche... Platon gab vor allem dem Verstand den Vorzug. Dies nennt man auch Rationalismus Aristoteles meinte:Nicht über den Verstand; nur über die Sinne nehmen wir die Welt wahr. Platon war Dichter und Mythenschöpfer Aristoteles Seine Schriften sind etwas trocken und umständlich Platon fand in den Ideen etwas ewiges, unveränderliches. Zuerst kommt die Idee Pferd, dann erst kommen alle Pferde in der Sinnenwelt. Platon sagt, dass das, was wir um uns herum in der Natur sehen, nur Kopien aus der Ideenwelt sind und damit auch aus unserer Seele. Aristoteles ...stimmt Platon darin zu, dass z.B. die Pferdeform ewig und unveränderlich ist. Zuerst müssen wir eine bestimmte Anzahl von Pferden gesehen haben, um von einer „Idee“ oder „Form“ Pferd zu sprechen. Die „IDEE“ oder die „FORM Pferd“ existiert also nicht vor unserer Erfahrung Mit der „Form“ Pferd meint Aristoteles das, was allen Pferden gemeinsam ist – die besonderen Eigenschaften eines Pferdes. Alles was wir in unseren Gedanken haben, haben wir schon einmal gesehen oder gehört. Wir haben auch eine angeborene Vernunft, eine Fähigkeit alle Sinneseindrücke verschiedenen Gruppen und Klassen zuzuordnen. Auf diese Weise entstehen Begriffe, wie „Stein“, „Pflanzen“, etc. Unsere Vernunft ist allerdings ganz leer, solange wir nichts wahrnehmen, empfinden. Aristoteles gilt als Begründer fast aller philosophischen Disziplinen: Logik, Ethik, Physik und Erkenntnistheorie, sowie auch Poetik (Die Kunst, richtig zu dichten). ]]> 0 Kapitel 3: Klassische Griechische Philosophie, Teil 3: Platons Seelenlehre, Wirkung Mon, 20 Oct 2008 18:10:15 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-3-klassische-griechische-philosophie-teil-3-platons-seelenlehre-wirkung a0fa09fb85a2d0e2926decc79cca7eb1 0 Kapitel 3: Klassische Griechische Philosophie, Teil 2: Platons Ideenlehre Platon hieß eigentlich Aristokles (der Name Platon wurde ihm wegen seiner breiten Stirn gegeben ;platos bedeutet breit). Platon stammte aus adeliger Familie. Er war 29 Jahre alt und schon lange sein Schüler, als sein Lehrer Sokrates den Schierlingsbecher leeren musste. Dies machte ihn sehr betroffen und er begann sich intensiv damit auseinanderzusetzen, warum der Staat (also Griechenland) so versagen konnte, dass man den weisensten Mann in den Tod schickte. Seine erste Handlung als Philosoph war die Veröffentlichung von Sokrates Verteidigungsrede („Apologie des Sokrates“), er schrieb auch Briefe und etwa 35 philosophische Dialoge, z.B. Protagoras, Gorgias, Phaidon, Phaidros, Politeia (Der Staat) und Nomoi (Die Gesetze). Die Akademie Platon eröffnete in Athen seine eigene philosophische Schule in einem kleinen Garten oder Park, der den Namen des griechischen Sagenhelden „Akademos“ trug. Seine Schule erhielt deshalb den Namen Akademie. Sie war der Prototyp aller Universitäten und blieb bis zum Jahr 529 nach Chr. bestehen. (der „Star“ unter den Schülern war Aristoteles, er studierte 20 Jahre lang an der Akademie). Platons Ideenlehre Platon sieht die Wirklichkeit zweigeteilt: • Ein Teil ist die Sinnenwelt, die Welt des Sichtbaren • Der andere Teil ist die Ideenwelt, die wir nur verstehen können, wenn wir unsere Vernunft gebrauchen. Platon hat sich darüber gewundert, warum sich alle Phänomene in der Natur so ähnlich sein können. Er schließt daraus, dass es hinter allem, was wir um uns herum sehen, eine begrenzte Anzahl von Formen gibt, die ewig und unveränderlich sind. Diese Formen nannte er I D E E N. Hier ein Versuch, wie man Platons Ideenlehre besser verstehen könnte: „Angenommen es gibt jemanden, der noch nie in seinem Leben eine Bäckerei gesehen hat. In dieser Bäckerei liegen 50 genau gleiche Lebkuchenmänner auf einem Tablett. Wieso können alle ganz gleich sein? Einem fehlt zwar vielleicht ein Arm oder ein Bein, aber im Grunde genommen müssen alle einen gemeinsamen Nenner, einen gemeinsamen Ursprung haben - eine ewige, unveränderliche Form; eben die I D E E . Diese Form muss vollkommener sein, als ihre gebrechlichen Kopien.“ Das heißt also: ALLES LEBENDIGE, ja alles EXISTIERENDE IST NUR EINE UNVOLLKOMMENE KOPIE, NUR EIN SCHATTENBILD DER EWIGEN FORMEN IN DER WELT DER IDEEN. Platon erzählt ein Gleichnis, das diese Theorie untermauert, das so genannte „Höhlengleichnis“ Das Höhlengleichnis Platon vergleicht in seinem Werk „Der Staat“ (Politeia) ungebildete Menschen mit Gefangenen in einer Höhle. Seit ihrer Kindheit sind die Gefangenen gezwungen an die Wand vor ihnen zu starren. Hinter ihnen leuchtet von weiter oben ein Feuer. Zwischen den Gefesselten und dem Feuer verläuft oben ein Weg. Schattenspieler tragen künstliche Gegenstände vorbei, die sie über eine längs des Weges verlaufende Mauer halten. Die Gefesselten halten die Schattenspiel auf der Projektionswand und das Echo der Stimmen, das von dort zu hören ist, für die Realität. Angenommen einer der Gefangenen kann sich aus der Höhle befreien: - Er würde zum ersten Mal Farben und scharfe Konturen sehen – er würde Tiere und Blumen sehen und nicht nur deren Schattenbilder in der Höhle. Deshalb geht er in die Höhle zurück, um den anderen Höhlenbewohnern klarzumachen, dass sie bis jetzt immer nur Schattenbilder der Wirklichkeit gesehen haben. Aber niemand glaubt ihm und am Ende würden sie ihn wahrscheinlich steinigen. ]]> Mon, 20 Oct 2008 18:04:06 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-3-klassische-griechische-philosophie-teil-2-platons-ideenlehre e11f2e82ccefac5e5e32649c355682ae Platon hieß eigentlich Aristokles (der Name Platon wurde ihm wegen seiner breiten Stirn gegeben ;platos bedeutet breit). Platon stammte aus adeliger Familie. Er war 29 Jahre alt und schon lange sein Schüler, als sein Lehrer Sokrates den Schierlingsbecher leeren musste. Dies machte ihn sehr betroffen und er begann sich intensiv damit auseinanderzusetzen, warum der Staat (also Griechenland) so versagen konnte, dass man den weisensten Mann in den Tod schickte. Seine erste Handlung als Philosoph war die Veröffentlichung von Sokrates Verteidigungsrede („Apologie des Sokrates“), er schrieb auch Briefe und etwa 35 philosophische Dialoge, z.B. Protagoras, Gorgias, Phaidon, Phaidros, Politeia (Der Staat) und Nomoi (Die Gesetze). Die Akademie Platon eröffnete in Athen seine eigene philosophische Schule in einem kleinen Garten oder Park, der den Namen des griechischen Sagenhelden „Akademos“ trug. Seine Schule erhielt deshalb den Namen Akademie. Sie war der Prototyp aller Universitäten und blieb bis zum Jahr 529 nach Chr. bestehen. (der „Star“ unter den Schülern war Aristoteles, er studierte 20 Jahre lang an der Akademie). Platons Ideenlehre Platon sieht die Wirklichkeit zweigeteilt: • Ein Teil ist die Sinnenwelt, die Welt des Sichtbaren • Der andere Teil ist die Ideenwelt, die wir nur verstehen können, wenn wir unsere Vernunft gebrauchen. Platon hat sich darüber gewundert, warum sich alle Phänomene in der Natur so ähnlich sein können. Er schließt daraus, dass es hinter allem, was wir um uns herum sehen, eine begrenzte Anzahl von Formen gibt, die ewig und unveränderlich sind. Diese Formen nannte er I D E E N. Hier ein Versuch, wie man Platons Ideenlehre besser verstehen könnte: „Angenommen es gibt jemanden, der noch nie in seinem Leben eine Bäckerei gesehen hat. In dieser Bäckerei liegen 50 genau gleiche Lebkuchenmänner auf einem Tablett. Wieso können alle ganz gleich sein? Einem fehlt zwar vielleicht ein Arm oder ein Bein, aber im Grunde genommen müssen alle einen gemeinsamen Nenner, einen gemeinsamen Ursprung haben - eine ewige, unveränderliche Form; eben die I D E E . Diese Form muss vollkommener sein, als ihre gebrechlichen Kopien.“ Das heißt also: ALLES LEBENDIGE, ja alles EXISTIERENDE IST NUR EINE UNVOLLKOMMENE KOPIE, NUR EIN SCHATTENBILD DER EWIGEN FORMEN IN DER WELT DER IDEEN. Platon erzählt ein Gleichnis, das diese Theorie untermauert, das so genannte „Höhlengleichnis“ Das Höhlengleichnis Platon vergleicht in seinem Werk „Der Staat“ (Politeia) ungebildete Menschen mit Gefangenen in einer Höhle. Seit ihrer Kindheit sind die Gefangenen gezwungen an die Wand vor ihnen zu starren. Hinter ihnen leuchtet von weiter oben ein Feuer. Zwischen den Gefesselten und dem Feuer verläuft oben ein Weg. Schattenspieler tragen künstliche Gegenstände vorbei, die sie über eine längs des Weges verlaufende Mauer halten. Die Gefesselten halten die Schattenspiel auf der Projektionswand und das Echo der Stimmen, das von dort zu hören ist, für die Realität. Angenommen einer der Gefangenen kann sich aus der Höhle befreien: - Er würde zum ersten Mal Farben und scharfe Konturen sehen – er würde Tiere und Blumen sehen und nicht nur deren Schattenbilder in der Höhle. Deshalb geht er in die Höhle zurück, um den anderen Höhlenbewohnern klarzumachen, dass sie bis jetzt immer nur Schattenbilder der Wirklichkeit gesehen haben. Aber niemand glaubt ihm und am Ende würden sie ihn wahrscheinlich steinigen. ]]> 0 Kapitel 3: Klassische Griechische Philosophie, Teil 1: Sokrates SOKRATES (470-399 v. Chr.) Anfangs dachte man Sokrates sei ein Sophist, tatsächlich aber war er ihr erbittertster Gegner. Selbst hat keine einzige Zeile geschrieben. Er stammte aus Athen. Schäbig gekleidet, immer barfuss, körperlich zäh und wegen Tapferkeit im Krieg mehrfach ausgezeichnet verbrachte er seine Tage am liebsten auf dem Marktplatz und führte Streitgespräche. (Was er dabei betrieb nennt man auch Maieneutik = Hebammenkunst : Das eigentliche Wissen ist nach dieser Auffassung im Menschen schon immer vorhanden, muss aber durch einen Lehrer durch geschickte Fragen aktiviert werden) Seine Frau war Xanthippe – die Streitsüchtige, (da Sokrates nur immer philosophiert hat, konnte er nichts dazu beitragen, um die Familie zu ernähren) Das Leben von Sokrates kennen wir vor allem durch Platon. Er verfasste fast alle seine Schriften in Dialogen, wobei Sokrates oft als Dialogpartner auftritt. Sokrates war ein Zeitgenosse der Sophisten, betrachtete sich selbst aber nicht als Sophist, als gelehrte oder weise Person, ließ sich auch für seine Lehrtätigkeit nicht bezahlen. Er selbst bezeichnete sich als Philosoph. Ein Philosoph weiß genau, dass er sehr wenig weiß. Sokrates selbst sagte: 'Ich weiß, dass ich nichts weiß': Diese Einstellung nennt man auch Skeptizismus (siehe Kapitel Erkenntnistheorie) Im Zentrum der Philosophie des Sokrates steht die Frage nach dem Guten und der Tugend 'der Mensch ist von Natur aus gut“ - wenn jemand schlecht handelt, tut er das nur aus Unwissenheit, deshalb ist es so wichtig unser Wissen zu vermehren. Alle Menschen können philosophische und moralische Wahrheiten einsehen, wenn sie nur ihre Vernunft gebrauchen Sokrates fordert von den Menschen, dass sie Tugenden anstreben, wie Mut, Kraft und Schönheit. Sokrates’ Hauptziel war, die Jugend zum Nachdenken zu bewegen. Er protestierte dagegen, Menschen zum Tode zu verurteilen, weigerte sich politische Gegner zu denunzieren und wandte sich gegen Machtmissbrauch und Ungerechtigkeit. Diese Tätigkeit kostete ihm jedoch das Leben. 399 v. Chr. wurde er angeklagt, 'die Jugend zu verderben' und 'die Götter nicht anzuerkennen.' Er wurde für schuldig befunden und leerte in Anwesenheit seiner engsten Freunde einen Becher mit Gift, den Schierlingsbecher. ]]> Mon, 20 Oct 2008 17:39:10 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-3-klassische-griechische-philosophie-teil-1-sokrates 0d8dd63d385b1d22c1b53ab14bf01456 SOKRATES (470-399 v. Chr.) Anfangs dachte man Sokrates sei ein Sophist, tatsächlich aber war er ihr erbittertster Gegner. Selbst hat keine einzige Zeile geschrieben. Er stammte aus Athen. Schäbig gekleidet, immer barfuss, körperlich zäh und wegen Tapferkeit im Krieg mehrfach ausgezeichnet verbrachte er seine Tage am liebsten auf dem Marktplatz und führte Streitgespräche. (Was er dabei betrieb nennt man auch Maieneutik = Hebammenkunst : Das eigentliche Wissen ist nach dieser Auffassung im Menschen schon immer vorhanden, muss aber durch einen Lehrer durch geschickte Fragen aktiviert werden) Seine Frau war Xanthippe – die Streitsüchtige, (da Sokrates nur immer philosophiert hat, konnte er nichts dazu beitragen, um die Familie zu ernähren) Das Leben von Sokrates kennen wir vor allem durch Platon. Er verfasste fast alle seine Schriften in Dialogen, wobei Sokrates oft als Dialogpartner auftritt. Sokrates war ein Zeitgenosse der Sophisten, betrachtete sich selbst aber nicht als Sophist, als gelehrte oder weise Person, ließ sich auch für seine Lehrtätigkeit nicht bezahlen. Er selbst bezeichnete sich als Philosoph. Ein Philosoph weiß genau, dass er sehr wenig weiß. Sokrates selbst sagte: 'Ich weiß, dass ich nichts weiß': Diese Einstellung nennt man auch Skeptizismus (siehe Kapitel Erkenntnistheorie) Im Zentrum der Philosophie des Sokrates steht die Frage nach dem Guten und der Tugend 'der Mensch ist von Natur aus gut“ - wenn jemand schlecht handelt, tut er das nur aus Unwissenheit, deshalb ist es so wichtig unser Wissen zu vermehren. Alle Menschen können philosophische und moralische Wahrheiten einsehen, wenn sie nur ihre Vernunft gebrauchen Sokrates fordert von den Menschen, dass sie Tugenden anstreben, wie Mut, Kraft und Schönheit. Sokrates’ Hauptziel war, die Jugend zum Nachdenken zu bewegen. Er protestierte dagegen, Menschen zum Tode zu verurteilen, weigerte sich politische Gegner zu denunzieren und wandte sich gegen Machtmissbrauch und Ungerechtigkeit. Diese Tätigkeit kostete ihm jedoch das Leben. 399 v. Chr. wurde er angeklagt, 'die Jugend zu verderben' und 'die Götter nicht anzuerkennen.' Er wurde für schuldig befunden und leerte in Anwesenheit seiner engsten Freunde einen Becher mit Gift, den Schierlingsbecher. ]]> 0 Kapitel 2, Teil 5: Die Sophisten Mon, 20 Oct 2008 16:15:52 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/die-sophisten c8c59d797695da468a4bffba5ebe6cd3 0 Kapitel 2 - Die Vorsokratiker, Teil 4: Heraklit, Empedokles, Anaxagoras HERAKLIT Heraklit lebte zur gleichen Zeit wie Parmenides, stammte aus Ephesos in Kleinasien. Seine wichtigsten Thesen: 1.) „Alles fließt“ (panta rei) alles ist in Bewegung, nichts währt ewig – deshalb können wir bildlich gesprochen nicht zweimal in denselben Fluss steigen. Heraklit vertraute darauf, was die Sinne ihm sagen. 2.) Er wies auch darauf hin, dass die Welt von dauernden Gegensätzen geprägt ist. (Alles entwickelt sich dialektisch). - Wenn wir niemals Krieg hätten, wüssten wir den Frieden nicht zu schätzen - wenn wir niemals krank wären, wüssten wir nicht was Gesundheit bedeutet - wenn niemals Winter wäre, könnten wir nicht sehen, dass der Frühling kommt. 3.) Heraklit geht langsam über vom Mythos zum Logos – das mythische Weltbild wird abgelöst vom naturwissenschaftlichen Weltbild – es muss eine Art Weltvernunft geben, die alle Ereignisse in der Natur lenkt. EMPEDOKLES: Alle Philosophen gingen davon aus, dass es nur einen Urstoff gäbe. Empedokles hingegen meinte, die Natur hat insgesamt vier Urstoffe – Erde, Luft, Feuer und Wasser. Diese vier Stoffe mischen und trennen sich und dadurch ergeben sich die Veränderungen in der Natur ANAXAGORAS: Anaxagoras war der Lehrer des berühmten athenischen Staatsmannes Perikles. Er meinte, die Natur sei aus vielen winzigen Teilchen zusammengesetzt, die mit dem Auge nicht wahrgenommen werden können. Behauptete, die Sonne sei nichts anderes als ein glühender Feuerball und wurde deswegen der Gottlosigkeit bezichtigt. Noch eine kleine Anekdote zu Anaxagoras sei hier erwähnt: An seinem Sterbebett verfügte er, dass an seinem Todestag schulfrei sein solle… ]]> Wed, 15 Oct 2008 16:41:57 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-2-die-vorsokratiker-teil-4-heraklit-empedokles-anaxagoras cbab6bf8429542913beab7aaacfef2ab HERAKLIT Heraklit lebte zur gleichen Zeit wie Parmenides, stammte aus Ephesos in Kleinasien. Seine wichtigsten Thesen: 1.) „Alles fließt“ (panta rei) alles ist in Bewegung, nichts währt ewig – deshalb können wir bildlich gesprochen nicht zweimal in denselben Fluss steigen. Heraklit vertraute darauf, was die Sinne ihm sagen. 2.) Er wies auch darauf hin, dass die Welt von dauernden Gegensätzen geprägt ist. (Alles entwickelt sich dialektisch). - Wenn wir niemals Krieg hätten, wüssten wir den Frieden nicht zu schätzen - wenn wir niemals krank wären, wüssten wir nicht was Gesundheit bedeutet - wenn niemals Winter wäre, könnten wir nicht sehen, dass der Frühling kommt. 3.) Heraklit geht langsam über vom Mythos zum Logos – das mythische Weltbild wird abgelöst vom naturwissenschaftlichen Weltbild – es muss eine Art Weltvernunft geben, die alle Ereignisse in der Natur lenkt. EMPEDOKLES: Alle Philosophen gingen davon aus, dass es nur einen Urstoff gäbe. Empedokles hingegen meinte, die Natur hat insgesamt vier Urstoffe – Erde, Luft, Feuer und Wasser. Diese vier Stoffe mischen und trennen sich und dadurch ergeben sich die Veränderungen in der Natur ANAXAGORAS: Anaxagoras war der Lehrer des berühmten athenischen Staatsmannes Perikles. Er meinte, die Natur sei aus vielen winzigen Teilchen zusammengesetzt, die mit dem Auge nicht wahrgenommen werden können. Behauptete, die Sonne sei nichts anderes als ein glühender Feuerball und wurde deswegen der Gottlosigkeit bezichtigt. Noch eine kleine Anekdote zu Anaxagoras sei hier erwähnt: An seinem Sterbebett verfügte er, dass an seinem Todestag schulfrei sein solle… ]]> 0 Kapitel 2 - Die Vorsokratiker, Teil 3: Die Eleaten Wed, 15 Oct 2008 16:38:25 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-2-die-vorsokratiker-teil-3-die-eleaten 801c90975f73e766890f3a47bb941e72 0 Kapitel 2 - Die Vorsokratiker, Teil 2: Anaximander und Anaximenes Mon, 13 Oct 2008 16:57:37 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-1-die-vorsokratiker-teil-2-anaximander-und-anaximenes 9d09fab083b8a9a83218b02f4ceb5d18 0 Kapitel 2 - Die Vorsokratiker, Teil 1: Thales Mon, 13 Oct 2008 16:54:01 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-1-was-ist-philosophie-teil-1-thales 6577ac513716dd39dc3e46e6f74a8780 0 Kapitel 1 - Was ist Philosophie? philós (altgriechisch)=Freund sophía = Weisheit
  • Keine Lehre, sondern Tun
  • « Nachdenken über das Denken »
  • Philosophie = Kein gesichertes Wissen, nicht aufbauend wie Naturwissenschaften
  • Abspaltung von Einzelwissenschaften : Zuerst war « alles » Philosophie : Phil. umfasste Physik, Kosmologie, Mathematik, Musik… Im Laufe der Zeit spalteten sich Einzelwissenschaften, ab, nämlich genau dann, wenn die Teildisziplin « gesicherte » Erkenntnisse lieferten. Eine der letzten Abspaltungen : Psychologie (Ende 19. Jh.)
  • Jeder fühlt sich zum Philophen berufen, jeder ist Philosoph, auch Kinder sind von Natur aus Philosophen
  • Man kann nicht nicht philosophieren : Ein Weltbild, das konsequent Philosophie ablehnt, ist wieder eine Philosophie
Als Gegenstück zum Philosophen: Der Sophist Die Sophisten waren eine Gruppe von Philosophen, darunter z.B. Protagoras oder Gorgias im alten Griechenland (ca. 5. Jh.. v. Chr.). Ihr Name ist heute noch ein sehr abwertender Begriff : (« Sophisterei » = spitzfindige Argumente) Die Sophisten lehnten die Idee, es gebe eine feststehende, allgemein gültige Wahrheit ab. Was bleibt ist nur das « Recht-Behalten », den Anderen rednerisch mit spitzfindigen Argumenten zu übertrumpfen. Außerdem waren die Sophisten die ersten Philosophen, die für ihre Tätigkeit Geld nahmen. Der Philosoph liebt die Weisheit um der Weisheit willen, die Sophisten wollen letztlich nur gewinnen und rhetorisch bewirken, dass sie am Ende einer Debatte besser dastehen. Die 4 Hauptdisziplinen 1. Naturphilosophie (Physik): Lehre vom Aufbau der Welt, dem Urstoff, den Vorgängen in der Natur 2. Logik: Lehre vom folgerichtigen Denken und Schließen 3. Ethik: Moralphilosophie: Beschäftigung mit moralischen Phänomenen, Werten, dem richtigen Handeln 4. Metaphysik: "Erste Philosophie" (Prima Philosophia - Aristoteles) Frage nach den Gründen und Ursprüngen alles Seienden: Probleme der Willensfreiheit, leib-Seele-Problem, Ich-Problematik, Außenweltproblem, Problem des Fremdpsychischen. Was heißt philosophieren? 'Ich möchte ein Buch mittleren Umfangs über Gott, den Menschen und die Welt schreiben. Ich plane 5 kleinere Kapitel: das erste über Gott, das zweite über die Natur und den Ursprung des Geistes, das dritte über die Natur und den Ursprung der Empfindungen. An praktische Versuche im Labor oder sonstige Zusammenarbeit ist nicht gedacht. Eigentlich handelt es sich nicht einmal um Forschung im strengen Sinn. Ich habe lediglich vor, in meinem Lehnstuhl zu sitzen und nachzudenken. Reisen sind nicht geplant. Besuch von Bibliotheken erübrigt sich, Mitarbeiter würden nur stören. Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich mich in den letzten zwei Kapiteln mit der Knechtschaft des Menschen und der Macht der Gefühle, der Macht des Geistes und der menschlichen Freiheit beschäftigen. Es fällt mir schwer das Problem oder die Probleme zu umreißen, über die ich zu arbeiten wünsche, da es wenige Probleme gibt, über die ich nicht zu schreiben wünsche. Voraussichtliches Ergebnis: ein kleines Büchlein. Ergebenst: Baruch Spinoza' ]]>
Wed, 01 Oct 2008 16:34:08 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/kapitel-1-was-ist-philosophie db2ae74b2b242c52a6650f4e4b55152b philós (altgriechisch)=Freund sophía = Weisheit
  • Keine Lehre, sondern Tun
  • « Nachdenken über das Denken »
  • Philosophie = Kein gesichertes Wissen, nicht aufbauend wie Naturwissenschaften
  • Abspaltung von Einzelwissenschaften : Zuerst war « alles » Philosophie : Phil. umfasste Physik, Kosmologie, Mathematik, Musik… Im Laufe der Zeit spalteten sich Einzelwissenschaften, ab, nämlich genau dann, wenn die Teildisziplin « gesicherte » Erkenntnisse lieferten. Eine der letzten Abspaltungen : Psychologie (Ende 19. Jh.)
  • Jeder fühlt sich zum Philophen berufen, jeder ist Philosoph, auch Kinder sind von Natur aus Philosophen
  • Man kann nicht nicht philosophieren : Ein Weltbild, das konsequent Philosophie ablehnt, ist wieder eine Philosophie
Als Gegenstück zum Philosophen: Der Sophist Die Sophisten waren eine Gruppe von Philosophen, darunter z.B. Protagoras oder Gorgias im alten Griechenland (ca. 5. Jh.. v. Chr.). Ihr Name ist heute noch ein sehr abwertender Begriff : (« Sophisterei » = spitzfindige Argumente) Die Sophisten lehnten die Idee, es gebe eine feststehende, allgemein gültige Wahrheit ab. Was bleibt ist nur das « Recht-Behalten », den Anderen rednerisch mit spitzfindigen Argumenten zu übertrumpfen. Außerdem waren die Sophisten die ersten Philosophen, die für ihre Tätigkeit Geld nahmen. Der Philosoph liebt die Weisheit um der Weisheit willen, die Sophisten wollen letztlich nur gewinnen und rhetorisch bewirken, dass sie am Ende einer Debatte besser dastehen. Die 4 Hauptdisziplinen 1. Naturphilosophie (Physik): Lehre vom Aufbau der Welt, dem Urstoff, den Vorgängen in der Natur 2. Logik: Lehre vom folgerichtigen Denken und Schließen 3. Ethik: Moralphilosophie: Beschäftigung mit moralischen Phänomenen, Werten, dem richtigen Handeln 4. Metaphysik: "Erste Philosophie" (Prima Philosophia - Aristoteles) Frage nach den Gründen und Ursprüngen alles Seienden: Probleme der Willensfreiheit, leib-Seele-Problem, Ich-Problematik, Außenweltproblem, Problem des Fremdpsychischen. Was heißt philosophieren? 'Ich möchte ein Buch mittleren Umfangs über Gott, den Menschen und die Welt schreiben. Ich plane 5 kleinere Kapitel: das erste über Gott, das zweite über die Natur und den Ursprung des Geistes, das dritte über die Natur und den Ursprung der Empfindungen. An praktische Versuche im Labor oder sonstige Zusammenarbeit ist nicht gedacht. Eigentlich handelt es sich nicht einmal um Forschung im strengen Sinn. Ich habe lediglich vor, in meinem Lehnstuhl zu sitzen und nachzudenken. Reisen sind nicht geplant. Besuch von Bibliotheken erübrigt sich, Mitarbeiter würden nur stören. Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich mich in den letzten zwei Kapiteln mit der Knechtschaft des Menschen und der Macht der Gefühle, der Macht des Geistes und der menschlichen Freiheit beschäftigen. Es fällt mir schwer das Problem oder die Probleme zu umreißen, über die ich zu arbeiten wünsche, da es wenige Probleme gibt, über die ich nicht zu schreiben wünsche. Voraussichtliches Ergebnis: ein kleines Büchlein. Ergebenst: Baruch Spinoza' ]]>
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Willkommen beim Philosophie-Podcast des BG/BRG Carneri, Graz Wir präsentieren auf diesen Seiten die neuesten Texte und Podcasts aus der Geschichte der Philosophie! Einfach die Texte lesen, oder den entsprechenden Podcast im Netz anhören oder auf deinen Podcatcher runterladen. Damit du auch wirklich die Übersicht behältst, kannst du alle Beiträge als RSS-Feed abonnieren. Falls du offenkundige Fehler in diesem Podcast finden solltest, bitte teile uns diesen mit.]]> Fri, 16 May 2008 10:40:02 +0200 https://philosophie.podspot.de/post/welcome 3e5cb2679e9425bc41f624975fe79825 Wir präsentieren auf diesen Seiten die neuesten Texte und Podcasts aus der Geschichte der Philosophie! Einfach die Texte lesen, oder den entsprechenden Podcast im Netz anhören oder auf deinen Podcatcher runterladen. Damit du auch wirklich die Übersicht behältst, kannst du alle Beiträge als RSS-Feed abonnieren. Falls du offenkundige Fehler in diesem Podcast finden solltest, bitte teile uns diesen mit.]]> 0