Kapitel 8 - Philosophie der Neuzeit, Teil 1: Renaissance und Humanismus

18.03.09, 13:27:58 von philosophie
Philosophie in der frühen Neuzeit

Renaissance und Humanismus

Um das Jahr 1500 n. Chr. begannen sich in der westlichen Welt tiefgreifende Veränderungen bemerkbar zu machen.
Diese Epoche nennt man die "Renaissance"."Renaissance" bedeutet "Wiedergeburt". Künstler und Gelehrte entdeckten nach den "dunklen Jahrhunderten" des Mittelalters die Ideen der Antike wieder, ließen sich von ihnen inspirieren und entwickelten sie weiter.
Das Mittelalter war entscheidend von der römisch-katholischen Kirche und Religion geprägt.
Charakteristisch für die Gotik waren die riesigen Kathedralen mit ihren mit hoch hinauf strebenden, in Kreuzgewölben endenden Säulen. Die Kirchen hatten dunkle, riesige Innenräume, in die das Licht von außen durch die Glasmalereien der Rosettenfenster drang.
Die Kathedralen der Gotik gelten als ein architektonischer Lobgesang auf die Größe und Allmacht Gottes.
Auch die Philosophie war der Kirche völlig unterworfen. Man sprach von der Philosophie als der "Magd der Theologie".
In nahezu allen Lebensbereichen kam es jedoch zu Veränderungen, denen sich kaum ein europäisches Land entziehen konnte.
In Italien, insbesondere in Rom und Florenz, beschritten Künstler wie Michelangelo, Botticelli, Leonardo da Vinci und Raffael völlig neue Wege. Sie rückten den Menschen selbst in den Mittelpunkt. Deshalb auch die Bezeichnung "Humanismus" (homo = lat., Mensch)


Übergang Mittelalter - Neuzeit

Die Epoche nach dem Mittelalter nennt man "Neuzeit".
Folgende Ereignisse markierten den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit.
• Um 1450 erfand Johannes Gutenberg den Buchdruck
• 1492 entdeckte Christoph Columbus Amerika
• Nikolaus Kopernikus vertrat das "heliozentrische Weltbild"
• Nach 1519 begann das Zeitalter der Reformation

Auch für die Philosophie brach ein neues Zeitalter an.
Die Glaubenskriege im Zeitalter der Reformation hatten unglaubliche Opfer gefordert. Im Namen der Religion waren Millionen von Menschen geopfert worden, beispielsweise im 30-Jährigen Krieg (1618-1648).

Dadurch hatte die Kirche stark an moralischer Autorität verloren, die so genannten "religiösen Wahrheiten" wurden immer mehr hinterfragt und kritisiert.
In dieses Umfeld kamen nun neue Denker, die bereit waren, die mittelalterlichen Traditionen zu überwinden

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