Kapitel 8 - Philosophie der Neuzeit, Teil 3: Baruch Spinoza

18.03.09, 15:23:24 von philosophie
Baruch Spinoza (1632-1677)

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Baruch (Benedictus) Spinoza war Mitglied der Amsterdamer jüdischen Gemeinde und von Beruf Optiker und Glasschleifer.
Auch für ihn stand die Vernunft im Mittelpunkt seiner Überlegungen. Er versuchte in einem Buch sogar, ein moralisches System "nach der Methode der Geometrie " aufzustellen.
Er vertrat die Auffassung, dass es nicht wie bei Descartes zwei, sondern nur ein Grundprinzip gibt. Dies nennt man "Monismus" (Im Gegensatz zu "Dualismus")
Spinoza lehnte Descartes Lehre vom Dualismus ab und meinte, Körper und Seele seien eigentlich nur zwei Aspekte derselben Sache - so etwa wie die zwei Seiten einer Münze.
Dies nennt man auch "Parallelismus".
Spinoza meinte weiters, dass Natur, Vernunft und Gott letztlich dasselbe sind.
Dennoch habe der Mensch Willensfreiheit, weil er sonst die Möglichkeiten seiner Vernunft nicht nützen könne. Die Sichtweise, die Spinoza in seinem Werk Deus sive Natura vertrat, dass Gott und Natur dasselbe sind nennt man übrigens "Pantheismus".
Der Mensch sei in diesem System eigentlich nichts anders als ein "Gedanke Gottes".
Spinoza wurde wegen seiner pantheistischen (und anderen unorthodoxen) Ansichten sehr angefeindet und aus seiner jüdischen Gemeinde ausgeschlossen.

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