Kapitel 7 - Philosophie des Mittelalters, Teil 1: Das Ende der Antike

22.12.08, 17:49:02 von philosophie
Philosophie des Mittelalters

Das Ende der Antike

• Mittelalter ist der Zeitraum von ca. 472 bis 1492 nach Christi Geburt. (grob gesagt vom Untergang Westroms bis zur Entdeckung Amerikas). Wir häufig wird unterschieden:
1. Frühmittelalter: Dies ist geprägt vom Untergang der Antike, vom Übergang der Stadt- zu einer Landkultur Landkultur, und des Aufstiegs des Islam
2. Das Hochmittelalter ist die „Blütezeit“ des Feudalsystems und des Rittertums, es erfolgen aber auch erste Städte- und Universitätsgründungen
3. Im Spätmittelalter kommt es zum Untergang des Rittertums.
• Nachdem das römischen Reich zusammengebrochen war, war auch die antike Kultur untergegangen. Nur in den Klöstern überlebt die lateinische Sprache und das Wissen der Antike. Es kam Aufstieg des Christentums, das Papsttum strebt nach der Universalherrschaft, indem es auch die Herrschaft über Kaiser und Könige erhebt. Es beginnen Kreuzzüge, die Kriege mit den so genannten Ungläubigen mit sich bringen aber auch Reichtum des Orienthandels. Noch um 1000 ist Westeuropa kulturell dem Öströmischen Reich und den Arabern unterlegen. Das oströmische Reich besteht weiter bis 1453. Durch die Gründung der Städte und der ersten Universitäten beginnt der allmähliche politische, wirtschaftliche und geistige Aufstieg Westeuropas. Während all dieser Zeit bleibt die Kirche die prägende Kraft.

Merkmale der mittelalterlichen Philosophie

• Die Philosophie ist im Mittelalter sozusagen die „Magd der Theologie“ (lateinisch ancilla theologiae)
• Es gilt die absolute Autorität der Bibel, der Kirchenväter, des Papstes (Fall Galileo Galilei, Giordano Bruno)
• Philosophen: Bischöfe, Priester, Klosterbrüder oder Bettelmönche
• Lehre in Klöstern und Universitäten (z.B. Paris, Oxford, Bologna)
• „Scholastik“: wissenschaftliche Denkweise und Methode, die in der mittelalterlichen lateinischsprachigen Gelehrtenwelt entwickelt wurde

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