Kapitel 3: Klassische Griechische Philosophie, Teil 8: Aristoteles' Naturlehre, Wirkung

20.10.08, 18:33:55 von philosophie
Naturwissenschaften

Aristoteles versuchte nachzuweisen, dass alle Dinge in der Natur zu verschiedenen Gruppen und Untergruppen gehören.

Z.B. Hermes (Sophies Hund) ist ein lebendes Wesen, genauer gesagt: ein Tier, genauer gesagt: ein Wirbeltier, genauer gesagt: ein Säugetier, genauer gesagt: ein Hund, genauer gesagt: ein Labrador, genauer gesagt: ein Labrador Männchen.

Trittleiter der Natur:

A teilt die Natur in zwei Hauptgruppen ein:
1. In die seelenlosen Dinge, wie Steine, Wassertropfen oder Erdklumpen; sie können sich nur durch Einwirkung von außen verändern
2. In die lebenden Wesen, die sich verändern können

Alles Lebendige hat die Fähigkeit Nahrung aufzunehmen, zu wachsen und sich zu vermehren. (Pflanzen, Tiere, Menschen)
Tiere und Menschen haben außerdem die Fähigkeit ihre Umwelt zu fühlen und sich in der Natur zu bewegen.
Der Mensch hat außerdem die Fähigkeit zu denken – seine Sinnenseindrücke in Gruppen und Klassen einzuordnen – er besitzt Vernunft. Ganz oben auf der Trittleiter der Natur steht also der Mensch.
A. erklärt auch, dass es einen Gott geben müsse, der alle Bewegungen in der Natur in Gang gesetzt hat. So wird Gott zum absoluten Gipfel auf der Trittleiter der Natur
Wirkung der aristotelischen Philosophie

Ebenso wie Platon übte auch Aristoteles allergrößten Einfluss auf das abendländische Denken aus, gilt letzterer doch als der erste „Naturwissenschafter“, ebenso wir die Logik galt Aristoteles politische Philosophie jahrhundertelang zum „Standardwissen“. Auch das Christentum des Mittelalters übernahm ab etwa 1000 n. Chr. sehr viele seiner Ideen wie die Ursachenlehre oder die Naturlehre; erst Charles Darwin widerlegte viel später bekanntermaßen die Unveränderlichkeit der Arten. Man nannte Aristotles in dieser Zeit ehrfürchtig „philósophus“, den „Philosophen“, wenn man von ihm sprach. Thomas von Aquin war ebenso von ihm beeinflusst wie die arabischen Philosophen Ibn Rushd (Averroes) und Ibn Schina (Avicenna).
Aristoteles’ Ideen zur Naturwissenschaft blieben Leitgedanken bis fast ins 20. Jahrhundert.

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