Kapitel 3: Klassische Griechische Philosophie, Teil 7: Aristoteles' Ethik

20.10.08, 18:28:26 von philosophie
Ethik - Nikomachische Ethik

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(Benannt nach dem Sohn des Aristoteles, Nikomachos) Aristoteles’ Nikomachische Ethik ist eine Untersuchung des Charakters und der Intelligenz sowie deren Verhältnis zum Glück. Der Philosoph unterscheidet innerhalb seiner Ethik dabei zwischen zwei Arten von Tugenden:
1. die moralische und
2. die des Denkens.
ad 1) moralische Tugend
„Ethische Tugend ist die Mitte zwischen zwei falschen Extremen“ -
Man soll weder
tollkühn noch feige sondern tapfer sein.
verschwenderisch noch geizig sondern großzügig
wolllüstig noch stumpf sondern gemäßigt

Eine besonders wichtige Tugend in bezug auf die Gemeinschaft ist die Gerechtigkeit.
Als austeilend sorgt sie für eine gerechte Verteilung der Güter, als ausgleichend versucht sie, erlittenen Schaden auszugleichen.
Eine wesentliche Tugend ist auch die Freundschaft. Hier vollzieht sich der Übergang vom Einzelwesen in die Gemeinschaft.

ad 2) Die Tugend des Denkens jedoch ist nicht denselben Gesetzen des Mittelweges unterworfen. Nach Aristoteles kann nur von einem reifen, männlichen Erwachsenen die vollkommene Tugend erlangt werden, niemals aber von einer Frau oder Kindern oder Barbaren (also den Nichtgriechen).Nur durch Gleichgewicht und Mäßigung wird man also ein glücklicher und harmonischer Mensch
Alle menschlichen Wesen wollen „Glückseligkeit”, wobei dieses Ziel auf unterschiedlichen Wegen erreicht werden kann Eudämonismus.
Was braucht der Mensch um ein gutes Leben zu führen?
Der Mensch ist nur dann glücklich, wenn er alle seine Fähigkeiten entfalten und Nutzen kann. EUDÄMONIE = Glückseligkeit
Aristoteles glaubte an drei Formen des Glücks:
1. an ein Leben der Lust und der Vergnügungen
2. an ein Leben als freier und verantwortlicher Bürger
3. an ein Leben als Forscher und Philosoph
Nur wenn der Mensch alle drei besitzt, kann er glücklich sein. Er lehnte jede Form der Einseitigkeit ab.

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