Kapitel 3: Klassische Griechische Philosophie, Teil 5: Aristoteles' Ursachenlehre

20.10.08, 18:15:18 von philosophie
Ursachenlehre

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Einen wesentlichen philosophischen Beitrag erbrachte Aristoteles mit seinem neuen Begriff der so genannten Kausalität, der Lehre von Ursache und Wirkung.. Seiner Überlegung entsprechend gibt es für jedes Ding oder Ereignis mehr als einen „Grund”, der erläutert, was, warum und wo etwas existiert. Frühere griechische Denker neigten eher zu der Annahme, dass bloß eine einzige Ursache für eine tatsächliche Erklärung aufschlussreich sei. Aristoteles empfiehlt vier.
1. die materielle Ursache, der Stoff, aus welchem ein Ding gefertigt wird;
2. die Wirkursache, die Quelle für Bewegung, Entstehung oder Veränderung;
3. die formale Ursache, die Form, Art oder Typus angibt;
4. dieZweckursache, das Ziel, z. B. die volle Entwicklung eines Individuums oder die geplante Funktion eines Gebäudes bzw. einer Erfindung.

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