Kapitel 3: Klassische Griechische Philosophie, Teil 4: Aristoteles

20.10.08, 18:13:34 von philosophie
Aristoteles (384 – 322 v. Chr.)
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Aristoteles stammte aus Makedonien. Sein Vater war Arzt, von ihm übernahm er das Interesse für die Naturwissenschaften. Aristoteles war auch eine Zeitlang Lehrer von Alexander dem Großen. Die lebendige Natur interessierte Aristoteles am allermeisten, bzw. die Veränderungen in der Natur, die Naturprozesse. Dabei entlehnte er manches von Platon, wich aber in vielen Dingen von seinem Lehrer ab.
Platon soll darauf gesagt haben: „Aristoteles hat mich mit Füßen getreten, wie die Fohlen ihre Mutter treten, wenn sie sie geboren hat.“

Platon und Aristoteles

Platon
Wendet sich von der Sinnenwelt ab, für ihn gibt es nur die Ideenwelt
Aristoteles
Macht genau das Gegenteil: er geht in die freie Natur, studierte Fische, Frösche...

Platon
gab vor allem dem Verstand den Vorzug. Dies nennt man auch Rationalismus
Aristoteles
meinte:Nicht über den Verstand; nur über die Sinne nehmen wir die Welt wahr.

Platon
war Dichter und Mythenschöpfer
Aristoteles
Seine Schriften sind etwas trocken und umständlich

Platon fand in den Ideen etwas ewiges, unveränderliches.
Zuerst kommt die Idee Pferd, dann erst kommen alle Pferde in der Sinnenwelt.
Platon sagt, dass das, was wir um uns herum in der Natur sehen, nur Kopien aus der Ideenwelt sind und damit auch aus unserer Seele.
Aristoteles
...stimmt Platon darin zu, dass z.B. die Pferdeform ewig und unveränderlich ist.
Zuerst müssen wir eine bestimmte Anzahl von Pferden gesehen haben, um von einer „Idee“ oder „Form“ Pferd zu sprechen.
Die „IDEE“ oder die „FORM Pferd“ existiert also nicht vor unserer Erfahrung
Mit der „Form“ Pferd meint Aristoteles das, was allen Pferden gemeinsam ist – die besonderen Eigenschaften eines Pferdes.

Alles was wir in unseren Gedanken haben, haben wir schon einmal gesehen oder gehört.
Wir haben auch eine angeborene Vernunft, eine Fähigkeit alle Sinneseindrücke verschiedenen Gruppen und Klassen zuzuordnen.
Auf diese Weise entstehen Begriffe, wie „Stein“, „Pflanzen“, etc.
Unsere Vernunft ist allerdings ganz leer, solange wir nichts wahrnehmen, empfinden.

Aristoteles gilt als Begründer fast aller philosophischen Disziplinen: Logik, Ethik, Physik und Erkenntnistheorie, sowie auch Poetik (Die Kunst, richtig zu dichten).

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