Kapitel 3: Klassische Griechische Philosophie, Teil 3: Platons Seelenlehre, Wirkung

20.10.08, 18:10:15 von philosophie
Platons Seelenlehre

Die Seele ist nach Platon unsterblich. Aus unbekannten Gründen stürzt sie aus dem höchsten Himmel herab (von hier nimmt sie auch die Erinnerung an die vollkommenen Ideen mit), schwebt an den Planeten vorbei (wodurch sie schon „vorgeprägt“ ist, Uranus: Er/sie wird Künstler, Mars: Er/Sie wird Krieger, Venus:…). Dann tritt sie in den Körper des Menschen ein, der Körper ist das „Gefängnis“ der Seele. Platon meint, dass Wissen ein Sicherinnern sei – Anamnesis.
Beim Tod steigt die Seele als Hauch wieder empor, der Kreislauf beginnt von neuem.

Nach Platon ist also der Mensch ein zweigeteiltes Wesen.
• Wir haben einen Körper, der fließt,
• Und wir haben auch eine unsterbliche Seele.
Sie ist der Wohnsitz der Vernunft.
Die Seele selbst gliedert Platon in drei Teile:

1. Vernunft Tugend: Weisheit
2. Willen Tugend: Tapferkeit
3. Begierde. Tugend: Mäßigung
Übergeordnet: Tugend der Gerechtigkeit
Alle vier Tugenden werden bis heute Kardinaltugenden genannt.

Wirkung von Platons Philosophie
Platons Philosophie hat die abendländische Philosophie nachhaltig beeinflusst vor allem auch das Christentum, ja sogar in den Islam fanden seine Gedanken Eingang.
• Die Vorstellung von der Unsterblichkeit der Seele wurde vom Christentum übernommen, aber nicht die Vorstellung der „Seelenwanderung“
• Das Christentum hat die Vorstellungen von den „vollkommenen Ideen“ einfach durch die allerhöchste Idee, durch „Gott“ ersetzt.
Hier noch ein abschließendes Zitat zur Bedeutung Platons für die Nachwelt:„Die Geschichte der Philosophie besteht lediglich aus einer Reihe von Fußnoten zu Platon”
(Dies ist ein Zitat des Mathematikers und Philosophen Alfred North Whitehead. 1861-1947)

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