Kapitel 2 - Die Vorsokratiker, Teil 4: Heraklit, Empedokles, Anaxagoras

15.10.08, 16:41:57 von philosophie
180px-Sanzio_01_Heraclitus.jpg
HERAKLIT

Heraklit lebte zur gleichen Zeit wie Parmenides, stammte aus Ephesos in Kleinasien.
Seine wichtigsten Thesen:
1.) „Alles fließt“ (panta rei) alles ist in Bewegung, nichts währt ewig – deshalb können wir bildlich gesprochen nicht zweimal in denselben Fluss steigen. Heraklit vertraute darauf, was die Sinne ihm sagen.
2.) Er wies auch darauf hin, dass die Welt von dauernden Gegensätzen geprägt ist. (Alles entwickelt sich dialektisch).

- Wenn wir niemals Krieg hätten, wüssten wir den Frieden nicht zu schätzen
- wenn wir niemals krank wären, wüssten wir nicht was Gesundheit bedeutet
- wenn niemals Winter wäre, könnten wir nicht sehen, dass der Frühling kommt.

3.) Heraklit geht langsam über vom Mythos zum Logos – das mythische Weltbild wird abgelöst vom naturwissenschaftlichen Weltbild – es muss eine Art Weltvernunft geben, die alle Ereignisse in der Natur lenkt.

EMPEDOKLES:
Alle Philosophen gingen davon aus, dass es nur einen Urstoff gäbe.
Empedokles hingegen meinte, die Natur hat insgesamt vier Urstoffe – Erde, Luft, Feuer und Wasser. Diese vier Stoffe mischen und trennen sich und dadurch ergeben sich die Veränderungen in der Natur

ANAXAGORAS:
Anaxagoras war der Lehrer des berühmten athenischen Staatsmannes Perikles.
Er meinte, die Natur sei aus vielen winzigen Teilchen zusammengesetzt, die mit dem Auge nicht wahrgenommen werden können. Behauptete, die Sonne sei nichts anderes als ein glühender Feuerball und wurde deswegen der Gottlosigkeit bezichtigt.
Noch eine kleine Anekdote zu Anaxagoras sei hier erwähnt: An seinem Sterbebett verfügte er, dass an seinem Todestag schulfrei sein solle…

Download MP3 (3 MB)

Dein Kommentar

Du bist nicht eingeloggt. Wenn du dich anmeldest, musst du in Zukunft Name und E-Mail Adresse nicht mehr eingeben.