Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 3: Polybios, Augustinus

10.03.10, 12:26:22 von philosophie
Polybios (200-120 v. Chr.)

Schon in der Antike beschäftigten sich die Gelehrten mit der Frage, wie man diese Abfolge der Staaten verhindern und das Staatswesen stabilisieren könne.
Der in Rom lebende griechische Geschichtsschreiber Polybios (200-120 v. Chr.) war überzeugt: Man muss die Macht im Staat aufteilen.

Diese Aufteilung sah er in der römischen Republik verwirklicht:

- An der Spitze stehen zwei Konsuln (=Monarchie).
- Ihnen zur Seite steht der römische Senat (=Aristokratie)
- Außerdem kann noch das Volk in der Volksversammlung seinen politischen Willen äußern (Demokratie)

Augustinus (354-430)

In der Kaiserzeit verfiel das römische Reich und im jahre 472 n. Chr. ging das Weströmische Reich zugrunde.
Das Christentum hatte sich über weite Teile Europas ausgebreitet und wurde neben der Lateinischen Sprache zur Leitenden Kultur Europas.
Es stellte sich immer mehr die Frage, welche Art von Herrschaft mit dem Christentum in Einklang sei.
Der christliche Philosoph und Theologie Augustinus entwickelte in seinem Hauptwert "De Civitate Dei" ("Vom Gottesstaat") die Idee eines Gottesstaates, der dem irdischen Staat gegenübersteht.

Augustinus meinte:

- Der irdische Staat ist teils eine gottgewollte Ordnungsmacht, teilsweise aber ein von widergöttlichen Kräften beherrschtes Reich des Bösen.
- Der Gottesstaat andererseits wird in der Kirche sichtbar, ist jedoch mit deren äußerer Gestalt nicht einfach identisch.

Von dieser Grundidee her entwarf Augustinus eine umfassende Welt- und Heilsgeschichte. Dieser Entwurf war das ganze Mittelalter über sehr einflussreich.

Download MP3 (1,8 MB)

Dein Kommentar

Du bist nicht eingeloggt. Wenn du dich anmeldest, musst du in Zukunft Name und E-Mail Adresse nicht mehr eingeben.