Kapitel 10 - Logik Teil 1: Was ist Logik?

21.04.09, 21:54:39 von philosophie
Logik

Unter Logik versteht man die Lehre vom folgerichtigen Denken und Schließen.
Die Logik untersucht die Richtigkeit von Aussagen unabhängig von ihrem Inhalt. Beispielsweise kann der Satz „Die Sonne scheint und sie scheint nicht“ unmöglich wahr sein, ganz egal, ob die Sonne nun scheint oder nicht.

Die Logik versucht auf rein formaler Ebene, gültige von ungültigen Argumenten zu unter-scheiden. Ein Argument besteht aus ein oder mehreren Prämissen und einer Konklusion.
Ein Argument ist dann logisch gültig, wenn es unmöglich ist, dass die Prämissen wahr und die Konklusion falsch ist.

Die Logik ist also ähnlich wie die Mathematik ein künstliches System, mit dem man die Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt und ihre Richtigkeit überprüfen kann. Grundsätzlich gibt es hier die Aussagenlogik und die Prädikatenlogik.
Unser Beispiel mit der Sonne in aussagenlogischer Schreibweise:

aundnona.jpg


Als „Erfinder“ der Logik gilt Aristoteles. Seine so genannten Syllogismen waren über Jahrhunderte im Lehrkanon der Philosophie. Unter Syllogismus versteht man bestimmte Aussagetypen, die immer wahr, immer falsch oder teilweise wahr oder falsch sein können.

Beispiel:
Sokrates war entweder Bauer oder Soldat.
Sokrates war kein Bauer.
Also war Sokrates ein Soldat.

In unserer Alltagssprache werden die meisten Argumente jedoch nicht so deutlich formuliert. Eine wichtige Aufgabe der Logik ist es daher, die Alltagssätze als Sätze der Logik darzustellen.

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