Kapitel 14 - Existenzphilosophie, Teil 1: Historische Wurzeln und Kurzcharakteristik

21.04.10, 14:01:30 von philosophie
Existenzphilosophie/Existentialismus

Historische Wurzeln

Der dänische Philosoph Sören Kierkegaard (1813-1855), gilt als eigentlicher Vater der Existenzphilosophie, er sieht den Menschen in eine paradoxe Welt geworfen und in Schuld und Sühne verstrickt;
Das erste wichtige Werk der Existenzphilosophie war das Buch „Psychologie der Weltanschauungen“ (1919) von Karl Jaspers. Karl Jaspers war neben Martin Heidegger der bedeutendste Existenzphilosoph im deutschen Sprachraum. Andere deutschsprachige Philosophen, die der Existenzphilosophie zugerechnet werden, sind u.a. die Dichter Rainer Maria Rilke und Franz Kafka. Die Existenzphilosophie hatte ihre Blütezeit zwischen den beiden Weltkriegen- Martin Heideggers Hauptwerk „Sein und Zeit“ erschien 1927 und Jaspers „Philosophie“ 1932. In Frankreich entstand nach dem 2. Weltkrieg mit dem Existentialismus ein neuer Höhepunkt existenzphilosophischen Denkens. Seine Hauptrepräsentanten waren Jean-Paul Sartre, Albert Camus, Gabriel Marcel und Simone de Beauvoir. Zum Unterschied von der deutschen Existenzphilosophie ging der Einfluss des französischen Existentialismus weit über den engeren Bereich der Fachphilosophie hinaus. Sartre, Camus und Marcel brachten ihre existentialistischen Gedanken und Fragesellungen auch mit dichterischen Mitteln zum Ausdruck somit beeinflussten sie nachhaltig die französische Literatur- und Künstlerszene. Anfang der 50er Jahre beschrieb das Wort „existentialistisch“ eine bestimmte Art von Lebensform. In Paris gab es so genannte Existentialisten- Keller als Treffpunkte für Anhänger dieser Lebensform. Die Existenzphilosophie ist keine philosophische Schulrichtung im engeren Sinne sondern sie schließt höchst individuelle Denker ein die sich in ihrem Philosophieren erheblich voneinander unterscheiden.

Kurzcharakteristik

o Existenzphilosophisches Denken ist ein persönlich engagiertes Denken. Es zielt einerseits auf existentielle Lebensprobleme ab und andererseits versteht es sich auch als Resultat der Lebenspraxis und muss deshalb in engstem Zusammenhang mit dem persönlichen Erleben der Philosophierenden gesehen werden. (Sartres Konzept der absoluten Freiheit ist auch das Ergebnis von Sartres Engagement in der französichen Résistance während des 2. Weltkrieges)
o Kennzeichnend für die Existenzphilosophie ist auch die bewusste Abkehr von einem rationalistischen Menschenbild und die intensive Beschäftigung mit emotionalen Grunderfahrungen und Grenzsituationen des menschlichen Lebens. Im Gegensatz zu rationalistischen Strömungen wollten die Existenzphilosophen den Menschen nicht bloß als Denker sondern als „existierenden Denker“ - ein Wesen dass von existentiellen Grunderfahrungen wie Angst, Verzweiflung, Einsamkeit, dem Bewusstsein des Todes und der Sinnlosigkeit des Lebens erschüttert wird. Durch diese Erfahrungen wird der Mensch auf seinen innersten, eigentlichen Kern seines Wesens zurückgeworfen.
o Die zentralen Überlegungen kreisen um einen innersten Kern des menschlichen Wesens, um die „Eigentlichkeit“ (Heidegger) oder die „Existenz“ (Jaspers). Es wird angenommen, dass dieser Wesenskern des Menschen nicht mit empirisch feststellbaren Persönlichkeitseigenschaften identisch ist.
o Die uralte Frage nach dem Sein wird von den Existenzphilosophen von vornherein so gestellt dass dabei das menschliche Sein in den Mittelpunkt gerückt wird. Es werden zwei Dimensionen unterschieden: das eigentliche Sein und das uneigentliche Sein.
o Die Existenzphilosophie war wie keine andere Denkströmung des 20. Jh. Ein spezifischer Ausdruck und zugleich eine Reaktion auf Entfremdungs- und Krisensituationen. Krisensituationen waren gerade nach dem 1. und 2. Weltkrieg in besonderem Maße gegeben. Die politischen Konflikte, die wirtschaftlichen und sozialen Krisen bewirkten in vielen Menschen auch Weltanschauungskrisen. Die Existenzphilosophie war ein Versuch durch den Rückzug den Menschen einen letzten Halt in Anbetracht der allgemeinen Verunsicherung zu finden. Obwohl sich der Existenzialismus hauptsächlich mit Themen wie Tod, Schuld, Sprachlosigkeit sowie der allgmeinen Rätselhaftigkeit und Absurdität des Daseins beschäftigen, ist sie dennoch eine lebensbejahende Philosophie, da sie versucht, die menschlichen Fragen aus der Perspektive der Immanenz, aus der „Diesseitigkeit“ zu beantworten.

Kritische Würdigung

Positiv:
o Zu den positiven Seiten der Existenzphilosophie gehören oft sehr einfache und einfühlsame Beschreibungen von Gefühlen und Stimmungen.
o Die Existenzphilosophie begnügt sich aber nicht damit emotionale Grundsituationen zu beschreiben sondern zur Bewältigung von negativen Situationen wurden positive Konzepte menschlicher Selbst- und Sinnverwirklichung angeboten. Bei Kierkegaard ist dieses Konzept ein persönliches Glaubensverhältnis zu Gott, bei Jaspers die existentielle Kommunikation, für Camus das bewusste Aufsichnehmen des tragisch-absurden Lebens.
o Von der Existenzphilosophie, im Besonderen dem Existentialismus, sind nachhaltige Einflüsse auf die erzählende und dramatische Literatur ausgegangen.
Negativ:
o Einer der Haupteinwände ist der Vorwurf der Irrationalität.
o Ein weiterer Einwand ist der der sprachlichen Unverständlichkeit. (Teilweise haben Existenzphilosophen neue Wörter erfunden, wie z. B.: Heidegger: „Das Nichts nichtet.“)

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Kapitel 13 - 19. Jahrhundert, Teil 2: Friedrich Nietzsche

21.04.10, 13:50:36 von philosophie
Friedrich Nietzsche (1844-1900)

Kaum ein Philosoph wird so kontrovers diskutiert wie Nietzsche. Von den Nationalsozialisten wurde seine Lehre vom « Übermenschen » um- und missgedeutet. Zwar entwickelt Nietzsche kein einheitliches System, aber man kann einige Leitgedanken feststellen :
Der Wille ist grundlegend für das menschliche Denken. Für Nietzsche ist der Wille das dionysische Prinzip (Dionysos : Gott des Weins, des Rausches etc.), die Vernunft das apollinische Prinzip (Apoll : Gott der Rationalität, des Intellekts). Nach Nietzsche kann entgegen Schopenhauers Ansicht der Wille nicht negiert werden, im Gegenteil bedarf der Mensch einer neuen dionysischen Ästhetik, wie sie sich z.B. in der Musik Richard Wagners audrückt.
Der Mensch, der meist schwach ist, ist unfähig, mit seinem Willen dem Leben einen Sinn zu geben. Deshalb imaginierte er einen Gott. Dies war der « Sklavenaufstand der Moral », während die Antike noch ein diesseitsbezogenes Heroentum kannte, kennt das Christentum nur noch Ideale der Askese und der Kasteiung, eine Erlösung davon kann nur eine Befreiung von der Gottesillusion sein : Daher der Ausspruch « Gott ist tot ».
Nieztsche ist Wertnihilist und bestreitet die generelle objektive Gültigkeit von Werturteilen. – Dem stellt er eine Moral des (von ihm so genannten) « Übermenschen » entgegen : Der Übermensch verzweifelt nicht an dem fehlenden Glauben an Gott, es drückt der Welt seinen Willen auf. Hat der Mensch nun schon die Illusion eines Gottes aufgegeben, muss er noch die Illusion aufgeben, es sei « nun alles erlaubt », sowie die dritte Illusion , nun am Ende der Illusionen zu sein, denn die Geschichte endet nie, sie ist die Ewige Wiederkehr des Gleichen. Dies ist die letzte Herausforderung des Übermenschen : sein eigenes Schicksal zu bejahen (amor fati).

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Kapitel 13 - 19. Jahrhundert, Teil 1: Arthur Schopenhauer

21.04.10, 13:45:34 von philosophie
Arthur Schopenhauer 1788-1860

Schopenhauer stammte aus einer Danziger Kaufmannsfamilie. Der Vater starb früh, Arthur brach seine Ausbildung zum Kaufmann ab und zog mit der Mutter nach Weimar. In ihrem literarischen Salon begegnete er u.a. Goethe. Nach seinem Philosophistudium wurde er Privatdozent in Berlin, wobei er seine Vorlesungen bewusst zeitgleich mit der des berühmten Philosophen Hegels ansetzte. Bis zu seinem Tod lebte der erbitterte Frauenfeind Schopenhauer allein in Frankfurt.
Schopenhauers Philosphie schließt unmittelbar an Kant an, von ihm übernimmt er die Idee der reinen Anschauungsformen (Raum, Zeit, Kausalität). Bei Schopenhauer spielt jedoch der Wille des Menschen eine entscheidende Rolle. Dies wird in Schopenhauers Hauptwerk « Die Welt als Wille und Vorstellung » besonders deutlich. Die Welt ist meine Vorstellung, primäre Kraft ist der Wille des Menschen. Der Körper nimmt dabei eine Sonderstellung ein : Als einziges wird er als Subjekt und als Objekt zugleich wahrgenommen. Die Welt ist letztlich ein « Weltwille », die rastlose Jagd der Himmelskörper ebenso wie der Selbsterhaltungstrieb des Menschen. Schopenhauer war Vertreter eines universalen Pessimismus – der Mensch strebt immer nach irgendetwas (was ihm Leid verursacht) und wenn er es besitzt, hat er Angst, es zu verlieren (was ihm noch mehr Leid verursacht). Schopenhauer bietet drei Lösungswege an
1. die ästhetische Kontemplation : das Betrachten von Kunst
2. die Ethik : Entscheidend für Schopenhauer Ethik ist der Begriff des Mitleids : Es erzeugt die Einsicht, dass die Leiden des Nächsten identisch sind mit den eigenen Leiden, wobei das ich wiederum nur individuierter Ausdruck eines universalen Weltwillen ist.
3. Der vollkommene Weg besteht jedoch in der Askese, im negieren jeglichen Willens, jeglichen Strebens.
Schopenhauers Werk, das in manchen Inhalten dem Buddhismus, bzw. dem Hinduismus nahesteht, übte auf Nietzsche und Wagner großen Einfluss aus.

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Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 9: Karl Popper

21.04.10, 13:44:46 von philosophie
Karl Raimund Popper (1902-1994)

Im 20. Jahrhundert entwickelte der österreichisch-englische Philosoph Karl Popper - auch unter dem Eindruck des Stalinismus, des Nationalsozialismus und der Schrecken des zweiten Weltkrieges - seine Philosophie des "Kritischen Rationalismus".

Ausgehend von Erkenntnissen der Wissenschaftstheorie entickelte Popper auch eine politische Theorie, die zu den Ideologien des Jahrhunderts auf kritische Distanz ging.
Popper vertritt die Ansicht der grundsätzlichen Fehlbarkeit der Vernunft und dafür, dass jede Erkenntnis nur einen vorläufigen, hypothetischen Charakter aufweist. Nur im Wechselspiel von "Versuch und Irrtum" könne der Mensch die Welt erkennen. Dieser Prozess ist aber nie abgeschlossen.
Ausgehend von diesen Thesen übte Popper scharfe Kritik an den totalitären Sozialutopien, wie sie Platon und Marx entworfen hatten.

Platon hatte die Frage aufgeworfen: "Wer soll herrschen?". Nach Popper ist die Frage völlig falsch gestellt. Da viele, vielleicht die meisten Herrscher der Geschichte unfähig waren und die Menschen nur für ihre machtpolitischen Zwecke missbraucht haben, müsste die Frage lauten: "Wie muss ein politisches System aussehen sodass auch ein schlechter Herrscher möglichst wenig Schaden anrichten kann?".
Poppers Antwort auf diese Frage: Nur eine "Offene Gesellschaft", wie die Demokratie kann dies gewährleisten.
Die Demokratie ist idealerweise offen für Kritik. Die Demokratie lehnt radikale, gewaltsame Umwälzungen und Revolutionen ab und vertritt ein Ideal der "schrittweisen Gesellschaftsveränderung".
Sie lehnt politische Dogmen und starre Lehren ab, da man niemals heute schon wissen kann, was man erst in Zufunft wissen wird (dann wäre man ja heute schon allwissend) sondern die Demokratie fördert Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt.
Nur wenn Kritik am System geübt werden darf, kann das System fortbestehen.
Dem entspricht der Ausspruch: "Eine Demokratie bleibt nur dann stabil, wenn sie sich ständig verändert".

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Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 8: Historischer Materialismus, Kritik an Marx

21.04.10, 13:27:30 von philosophie
Historischer Matrialismus

Marx sah die Weltgeschichte als ständige Abfolge von Klassenkämpfen.
Außer in der Urgesellschaft, die ihrem Wesen nach kommunistisch war, gab es in jeder geschichtlichen Epoche Unterdrücker und Unterdrückte:


In der Antike Sklavenhalter und Sklaven
Im Mittelalter Adelige Feudalherren und Leibeigene
Im 19. Jahrhundert Kapitalisten und Proletariat

Die Regierungsform nach der kommunistischen Revolution nennt Marx die "Diktatur des Proletariats": Alle Menschen sind gleich, alle werden nach ihren Bedürfnissen entlohnt und nicht nach ihren Leistungen, es gibt kein Privateigentum, daher auch keinen Krieg und keine Unterdrückung.

Kritik an Marx

Marx wird wohl den Egoismus des Menschen etwas unterschätzt haben. Kaum jemand ist bereit, ausschließlich für die Gemeinschaft zu arbeiten, da es der Auffassung widerspricht, für eine bestimmte Arbeit einen gerchten Lohn zu bekommen. Daher ist die Idee, das Eigentum abzuschaffen, wohl kaum zu realisieren.

Eine Revolution ist immer ein Spiel mit dem Feuer. Es besteht das Risiko, dass Kräfte freigesetzt werden, mit denen man gar nicht gerechnet hat, wobei die ursprünglichen Ziele unter Umständen "auf dem Weg" verlorengehen. Das bezeichnet der Ausspruch "Die Revolution frisst ihre Kinder".
Alle genannten Einwände sind in der Geschichte tatsächlich geschehen: In der französischen Revolution 1789 genauso wie in der kommunistischen "Oktoberrevolution" von 1917 in Russland.
Bis 1990 war die Sowjetunion zusammen mit ihren Satellitenstaaten DDR, Tschechoslowakei, Rumänien...eine totalitäre Diktatur: keine Meinungs- und Pressefreiheit, Ausreiseverbot, Arbeitslager und Folter, dazu sehr hohe Militärausgaben und auf der anderen Seite eine Verarmung der Massen. Man hatte sich weit von den Ideen von Marx entfernt.
Trotz Kritik gibt es jedoch immer noch Punkte in Marx' Philosophie, die heute noch diskussionswürdig sind.

Marxistische Religionskritik

Zunächst ist in diesem Zusammenhang die so genannte "Feuerbachthese" zu nennen. Diese übernahm Marx vom deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach (1804-1872). In dieser religionskritischen Theorie ging Feuerbach davon aus, dass nicht Gott den Menschen, sondern vielmehr der Mensch seinen Gott erschaffen habe:
Der Mensch erlebt sich selbst als endlich, vergänglich, unvollkommen, ohnmächtig und böse. Von diesem Zustand ausgehend schließt er auf ein "Idealwesen", das vollkommen, unendlich, mächtig und gut sei. Der Mensch "projiziert" seine Wünsche nach außen auf dieses Idealwesen, das er dann Gott nennt und dem er sich unterwirft. Doch sagt ein Wunsch noch nichts darüber aus, ob das Objekt der Begierde auch wirklich existiert...

Marx warf dem Christentum vor, dieses irrationale Wunschdenken des Menschen zu übernehmen und zu fördern. Die Kirche vertröstet den Menschen systematisch auf das Jenseits und macht das Ertragen des Leides in dieser Welt zu einer Tugend. Damit stellt sich die Kirche in den Dienst der kapitalistischen Ausbeuter. Marx fasste diese Kritik an der Religion in dem berühmten Satz zusammen: "Religion ist Opium fürs Volk". Generell war Marx der erste Philosoph, der den Begriff der "Arbeit" in den Mittelpunkt gerückt hat.
Ein wichtiger Begriff im marxististischen Denken ist hierbei der Begriff der "Entfremdung". Im Prozess der Industrialisierung, der Fließbandarbeit, hat der Arbeiter immer weniger Bezug zu dem von ihm hergestellten Produkt, er entfremdet sich immer mehr von seiner Arbeit.
Zwar wurde sehr viel Kritik an den sozialen Utopien (z.B. an der Marx'schen Vorstellung von der "Diktatur der Proletariats") geübt. Dennoch ist es auch heute immer zu einem bestimmten Ausmaß notwendig, sich vorzustellen, wie eine "ideale Gesellschaft", eine "bessere Welt" aussehen könnte. Wenn wir unser Gesellschaftssystem verbessen wollen, brauchen wir schließlich ein "Idealbild", das wir anstreben können. Die Probleme liegen vielmehr darin, wie man diesen Idealzustand erreichen will.
Letzendlich ist auch der Sozialismus und die Sozialdemokratie ein "Nachfahre" des marxistischen Denkens. Schon früh lehnten die Sozialisten in England, Deutschland aber auch in Österreich die von den Marxisten vertretene Idee der Revolution und des gewaltsamen Umsturzes ab und vertraten eine Politik der Reformen und der demokratischen Beteiligung des Staatsbürgers am politischen Leben.

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Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 7: Karl Marx

21.04.10, 13:26:21 von philosophie
Karl Marx (1818-1883)

Karl Marx wurde in Trier geboren, er studierte Rechtswissenschaft und klassische Philologie. Schon früh beschäftigte er sich als Journalist mit wirtschafltichen und politischen Themen seiner Zeit, einige seiner Werke verfasste er zusammen mit seinem Freund und Mitstreiter Friedrich Engels. Philosophiestudium in Bonn und Berlin, Schüler Hegels, Redakteur der „Rheinischen Zeitung“, politische Emigration nach Paris, gest. 1883 in London.
Im Jahre 1845 gründete er in Brüssel die erste kommunistische Partei. Im Revolutionsjahr 1848 vefasste er das berühmte "Kommunistische Manifest", einen Grundsatztext seiner politischen und wirtschaftlichen Philosophie. Später lebte er in London, teilweise in großer Armut. Sein politisch-ökonomisches Hauptwerk war jedoch "Das Kapital".

Philosophische Ideen

• Lehre von Basis – Überbau
Die Lebensrealität des Menschen im Kapitalismus (Basis) bestimmt den Denkprozess (Überbau). Primat der Materie vor dem Geistigen: („Der Bauch bestimmt, was der Kopf denkt.“)
Der politische, juristische, wirtschaftliche Überbau wiederum wirkt zurück auf die Lebensweise des Menschen. Dieser Kreislauf kann letztlich nur von einer Revolution durchbrochen werden, wobei die Produktionsverhältnisse radikal geändert werden müssen.
Beispiele: Wenn jemand in einem marktwirtschaftlichen System lebt, wird er auch in marktwirtschaftlichen Kategorien denken: alles wird für ihn eine Ware sein, ein mögliches Eigentum sein, das er dann auch mit Gewalt verteidigen wird.
Wenn jemand in Elend lebt ist ihm das nackte Überleben am wichtigsten. Dann kann er sich auch nicht um Moral kümmern.


• Kritik an der politischen Ökonomie
Die Burgeoisie (Bürger, Unternehmer, Kapitalist) ist im Besitz der Produktionsmittel (Landbesitz, Maschinen, Gebäude etc.), Die herrschenden Produktionsverhältnisse sind bestimmt vom Privateigentum: Viel Besitz in den Händen von wenigen.
Das Proletariat (die große Masse der Lohnarbeiter) muss seine Arbeitskraft billig verkaufen. Davon schöpft der Kapitalist ständig Profit ab, den er u.a. wieder in Produktionsmittel investiert (z.B. neue Maschinen, die Arbeitskräfte ersetzen). Die dadurch entstehende Anzahl an Arbeitslosen (sog. „industrielle Reservearmee“) führt durch Konkurrenzdruck zu immer noch niedrigeren Löhnen, zu immer größeren Profiten der Kapitalisten und in eine weitgehende Verelendung der Massen. Irgendwann bricht das kapitalistische System durch seine inneren Widersprüche zusammen – Revolution!

• Diktatur des Proletariats - Abschaffung des Privateigentums, Überführung aller Produktionsmittel in den gemeinsamen Besitz des Volkes, Utopie der Klassenlosen Gesellschaft.
Es muss das Privateigentum generell abgeschafft, die Kapitalisten enteignet und der Besitz in Gemeingut übergeführt werden.
Es gibt keinen Profit mehr, da er nun dem Kollektiv (der Gemeinschaft) anheimfällt.

Durch die Änderung der an der Produktionsverhältnisse und der Produktivkräfte (entspricht der "Basis") ändert sich auch der "Überbau", das Denken der Menschen. Auf dieser Grundlage kann nun eine neue Gesellschaftsordnung entstehen, die kommunistische Gesellschaft.

Dialektischen Matrialismus

Marx' Denken basiert auf dem Zusammenwirken von Gegensätzen. Jemand formuliert eine philosophische Idee, eine These. Ein anderer entwickelt eine entgegengesetzte Meinung, die Antithese. Aus dem Widerstreit von These und Antithese entsteht die "Synthese", die These und Antithese aufhebt, überwindet und eine neue Lösungsmöglichkeit für den Konflikt darstellt. Doch damit ist die Entwicklung noch nicht zu Ende, denn die Synthese wird zur neuen "These", zu der eine Antithese entsteht, und so weiter...Dieses System, das auf den Philosophen Friedrich Hegel zurückgeht, nennt man "Dialektischen Matrialismus". Interessanterweise beschreibt das System Denkvorgänge ebenso wie politische Entwicklungen: Es formiert sich eine Partei, es entsteht eine Gegenpartei, diese kämpfen miteinander, bis sie sich zu einer neuen Gruppierung weiterentwickeln, es entsteht wieder eine Gegenpartei u.s.w.

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Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 6: Montesquieu, Rousseau

21.04.10, 13:25:42 von philosophie
Charles de Montesquieu (1689-1755)

Der französische Baron Charles Montesquieu entwickelte in seinem bekanntesten Werk, "Vom Geist der Gesetze ", die der Idee der Gewaltenteilung. Er entwickelte hiermit Lockes Idee weiter, die Staatsmacht durch Kontrollorgane zu "zähmen". Montesquieu schlug vor, dass die Staatsmacht in drei Teile aufgeteilt wird, in die
1. ausübende Gewalt der (Exekutive): Damit ist die Regierung und die öffentliche Verwaltung gemeint, zusammen mit allen dazugehörigen Staatsorganen, Ämtern, und Behörden.
2. gesetzgebende Gewalt (Legislative): damit ist das Parlament gemeint, das Gesetze beschließt.
3. die Rechtsprechung (Judikatur), die die Rechtmäßigkeit der Gesetze überprüft.

Dieses System der Gewaltenteilung sollte mithelfen, die Staatsmachteinschränken und besser kontrollieren zu können.
Indem keiner der drei Teile eine Übermacht gewinnen kann, dient die Gewaltenteilung dazu die Staatsbürger vor Ungerechtigkeiten zu schützen und ganz allgemein staatspolitische Entscheidungen zu gewährleisten, die gerechter, vernünftiger und allgemein besser akzeptiert sind.
Montesquieus System der Gewaltenteilung ist ein wichtiges Grundprinzip der Demokratie und heute in den meisten Staaten der Welt größtenteils verwirklicht, auch in Österreich.


Jean-Jacques Rousseau (1712-1778)

Er wurde berühmt durch den Ausspruch "Zurück zur Natur". Rousseaus Meinung nach sei der Mensch im Urzustand von Natur aus gut, womit er sich in Gegensatz zu Hobbes oder Locke stellt.
Der entscheidende Faktor für die Unfreiheit des Menschen ist das Privateigentum : Durch dieses ist der Mensch nicht mehr frei sondern abhängig, sei es als Herr oder als Knecht. Nur durch einen Gesellschaftsvertrag (contrat social) ist er in der Lage, sich wieder so frei zu fühlen wie im Naturzustand. Nach Rousseaus Auffassung ordnet sich jeder Bürger zum Zwecke seines Zusammenlebens in der Gesellschaft freiwillig diesem Gesellschaftsvertrag unter. Dessen Grundlage ist der Gemeinwille (volonté generale), welcher auf das Wohl des ganzen Volkes gerichtet ist. Eine der großen Streitfragen ist hier, mit welchem Grad von Freiwilligkeit sich dieser Zusammenschluss vollziehen kann oder soll.
Mit seinen Ideen war Rousseau DER Wegbereiter der französischen Revolution, aber spätere totälitäre Systeme und Diktaturen konnten sich auf ihn berufen.

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Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 5: Hobbes, Locke

21.04.10, 13:24:56 von philosophie
Thomas Hobbes (1588-1679)

Thomas Hobbes beschäftigte sich in seinem politischen Denken zunächst mit dem Naturzustand des Menschen, weil er für ihn der Ausgangspunkt jeglicher politischer Entwicklung ist.

Seiner Meinung nach ist der Mensch von Natur aus böse.
In grauer Vorzeit war der Naturzustand der Menschheit aufgrund der Eigeninteressen eines jeden Individuums der Kampf „Aller gegen Alle“, was in dem lateinischen Sprichwort zum Ausdruck kommt:
„Homo homini lupus“ (Der Mensch ist dem Menschen Wolf (=Feind)“.
Doch weil dieser Zustand auf die Dauer untragbar ist, müssen sich die Menschen zusammenschließen. In diesem Zusammenschluss verzichten die Einzelindividuen auf ihre persönliche Macht und übertragen sie einem höchsten Wesen, das Hobbes nach einer alttestamentarischen Erzählung „Leviathan“ nennt. Dieser „Leviathan“ ist ein mythisches „Überwesen“, das viele kleine Wesen in sich vereinigt und entspricht letztlich dem Staat selbst. Der Staat hat nach Hobbes alleiniges Recht, Gewalt auszuüben und zwingt seine Subjekte zu friedlicher Koexistenz.
Andererseits begünstigt Hobbes’ Idee vom Leviathan die Tendenz, einen Staat absolutistisch „über die Köpfe der Bürger hinweg“ zu regieren, wie das beispielsweise in einem starken Königtum der Fall ist: Die Bürger bekämpfen sich nun nicht mehr untereinander, aber es bleibt das Problem: Wie schützt sich der Bürger vor den Übergriffen des Staates?
Hobbes Ideen übten dennoch allergrößten Einfluss aus auf die Ausbildung des modernen Staatswesens aus, bis hin zum Zusammenschluss zu überstaatlichen Einheiten (Europäische Union, UNO). Mit diesen Ideen eines Gesellschaftsvertrages beeinflusste er die politische Philosophie maßgeblich.

John Locke (1632-1704)

Der englische Philosoph John Locke, der auch einer der „Gründerväter“ des modernen Empirismus war, veröffentlichte im Jahr 1690 seit politisches Hauptwerk „Two Treatises of Government“ (Zwei Abhandlungen über die Regierung).
Er knüpfte mit diesem Werk an Hobbes an und widmete sich der Frage wie man den „Leviathan zähmen“ könne, also die Staatsmacht so zu beschränken, dass der einzelne Bürger vor Ungerechtigkeiten geschützt ist.
Auch Locke richtete zunächst sein Augenmerk auf den „Naturzustand“ des Menschen. Dabei sah Locke den Menschen weit nicht so negativ wie Machiavelli oder Hobbes: Locke gestand dem Menschen die Fähigkeit zu, vernünftig zu denken und zu handeln. Bei Hobbes will der Mensch immer mehr Macht und Besitz erlangen, und daher auch die Macht und den Besitz anderer Menschen, Hobbes „Krieg Aller gegen Alle“.
Locke hingegen meint: Der Mensch hat zumindest die Fähigkeit seine Vernunft zu gebrauchen und sich nur das zu wünschen, was er vernünftigerweise auch braucht.
Da der Mensch aber nicht alles braucht, was er an Waren erzeugt, entsteht Überschuss. Diese überschüssigen Waren können gehandelt und ausgetauscht werden, woraus beide Handelspartner Nutzen ziehen.

Doch nun kommt durch den Handel ein weiterer Faktor ins Spiel: Das Geld. Im Gegensatz zu Lebensmitteln kann Geld beliebig gehortet werden. Es entstehen dadurch Reiche und Arme, die sozialen Spannungen nehmen zu. Daher brauchen die Menschen eine staatliche Organisation, die das gesellschaftliche Zusammenleben wieder gewährleistet.
Ausgehend vom Naturzustand des Menschen formulierte Locke seine politischen Philosophie:
• Er vertrat die Meinung, das Eigentum des Menschen sei ein Naturrecht und müsse vor dem willkürlichen Zugriff durch den Herrscher oder durch andere geschützt werden.
• Locke forderte, dass der König nicht allein und mit unumschränkter Macht herrschen solle, sondern König und Parlament gemeinsam regieren und Gesetze beschließen müssen.
• Weiters forderte Locke, dass dem König eine Institution der Rechtsprechung zur Seite gestellt werden müsse, der dafür sorgt, dass alle Gesetze auch wirklich „gerecht“, vernunftgemäß und auf einander abgestimmt sind.
Aus diesen Ideen entwickelte sich später die Theorie des gewaltenteilenden Rechtsstaates.
Beide hier dargstellten Regierungsformen fand Locke in seiner Zeit vor:

In Frankreich herrschte König Ludwig XIV., genannt der „Sonnenkönig“, mit nahezu unbeschränkten Machtbefugnissen. Die französischen Adeligen und die Vertreter des Bürgertums hatten keinen Anteil an der Regierung. Auch unter seinen Nachfolgern Ludwig XV. und Ludwig XVI. änderte dies sich kaum und die daraus resultierenden Missstände waren schließlich Ursachen für die Französische Revolution von 1789.

Eine ganz andere politische Situation herrschte in England vor: Mit der „Glorious Revolution“ unter Oliver Cromwell im Jahre 1688 und der „Bill of Rights“ von 1689 behaupteten die im Londoner Parlament vertretenen Adeligen und Bürger ihr Selbstbestimmungsrecht gegenüber dem König. Dieser konnte ohne das Parlament keine Steuern festsetzen oder Gesetze erlassen. Dieser Sonderweg des britischen Staatswesens konnte auch noch nach 1714 fortgesetzt werden und der Weg zu einer dauerhaften Herrschaft des Parlaments und seiner gewählten Vertreter war geebnet.

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Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 4: Machiavelli

10.03.10, 13:03:28 von philosophie
Geschichtlich gesehen betreten wir mit Machiavelli neuen Boden, den Boden der Neuzeit (ab 1492).

Der aus der Stadt Florenz stammende Gelehrte Niccoló Machiavelli fragte in seinem Buch „Il Principe“ (Der Fürst), wie so viele vor ihm, welche Staatsform die beste sei.
Seine Antwort: Wie man regiert ist völlig egal, wenn es nur dem jeweiligen Herrscher nützt.
Laut Machiavelli steht und fällt das Wohl des Staates mit den Entscheidungen und Handlungen des Fürsten.
Was nutzt es, wenn der Staat gottgefällig ist (wie bei Augustinus), wenn der Herrscher persönlich moralisch hochstehend ist (wie bei Platon), wenn er lauter Entscheidungen trifft, die ihn letztlich nicht ans Ziel bringen? Was nützen Ideale, wenn man sie nicht in die Praxis verwirklichen kann?
Machiavelli geht in seinem politischen Denken einen völlig anderen Weg als die bisherigen politischen Denker:
Ob ein Herrscher ehrenvoll und moralisch richtig handeln soll oder nicht, darf sich nur danach richten, ob er mit seiner Handlung sein gewünschtes Ziel erreicht.

Wenn der Fürst, um beispielsweise einen Konkurrenten auszuschalten, ihn heimtückisch ermorden soll - warum nicht? Wenn dem Staat damit geholfen ist, soll man es tun! Lässt sich der Konkurrent mit Geld abspeisen? Auch gut. Aber Vorsicht: dem Volk Gutes tun soll man nur in kleinen Dosen, auf längere Zeit verteilt, denn das Volk ist dumm und wankelmütig und vergisst den Wohltäter nur allzu schnell. Muss man allerdings zu Gewalt greifen, soll man dies rasch tun und möglichst alle Grausamkeiten in kurzer Zeit „erledigen“, dann hat das Volk lange Zeit, um zu vergessen…
Man sieht bei Machiavelli sehr deutlich: Der Zweck heiligt die Mittel.

Es geht Machiavelli hauptsächlich um die „Technik“ des Beherrschens selber. Welchen moralischen Wert die Handlungen des Herrschers haben, kümmert ihn wenig. Machiavellismus gilt nicht umsonst heute noch als politisches Schimpfwort.

Problematisch ist einerseits das Maß an Ungleichheit, das Machiavelli gezwungen ist, zuzulassen. Ein Menschenleben ist plötzlich nichts mehr wert, wenn es um die Belange des Staates geht. Außerdem: Wer entscheidet, wie viele Menschen einem Zweck geopfert werden sollen? Kann es nicht sein, dass irgendwann der Preis für bestimmte Ziele, beispielsweise das „Ausschalten“ politischer Gegner, viel höher ist, als das Ziel eigentlich wert ist?
Außerdem: Ist das Volk wirklich so dumm, wie Machiavelli glaubt?
Machiavellis Erbe ist zwiespältig: einerseits wurde er heftig wegen seiner moralischen Skrupellosigkeit kritisiert. Andererseits hat er zumindest aus der Sicht des Herrschers durchaus nicht unrecht: Wenn ich davon überzeugt bin, dass meine Art zu regieren die beste ist, muss ich danach trachten, meine Herrschaft so lange wie möglich zu erhalten. Deshalb bedienten sich in der Nachfolge Machivellis sowohl Herrscher wie Revolutionäre seiner Ideen.
Das Problem, das sich daraus wiederum ergibt ist jedoch folgendes: Natürlich wird jeder geschickte Herrscher, auch der „gegnerische“, so denken. Konsequent weitergedacht mündet letztlich Machiavellis Anspruch auf unbedingte Herrschaft in einen rücksichtslosen Kampf aller gegen alle. Das wiederum kann nicht die Antwort darauf sein, was die beste Regierungsform ist.

Übrigens: Alle Versuche Machiavellis, seine Ideen in die Tat umzusetzen, scheiterten. Ein Schicksal, das er mit Platon teilt...

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Kapitel 12 - Politische Philosophie, Teil 3: Polybios, Augustinus

10.03.10, 12:26:22 von philosophie
Polybios (200-120 v. Chr.)

Schon in der Antike beschäftigten sich die Gelehrten mit der Frage, wie man diese Abfolge der Staaten verhindern und das Staatswesen stabilisieren könne.
Der in Rom lebende griechische Geschichtsschreiber Polybios (200-120 v. Chr.) war überzeugt: Man muss die Macht im Staat aufteilen.

Diese Aufteilung sah er in der römischen Republik verwirklicht:

- An der Spitze stehen zwei Konsuln (=Monarchie).
- Ihnen zur Seite steht der römische Senat (=Aristokratie)
- Außerdem kann noch das Volk in der Volksversammlung seinen politischen Willen äußern (Demokratie)

Augustinus (354-430)

In der Kaiserzeit verfiel das römische Reich und im jahre 472 n. Chr. ging das Weströmische Reich zugrunde.
Das Christentum hatte sich über weite Teile Europas ausgebreitet und wurde neben der Lateinischen Sprache zur Leitenden Kultur Europas.
Es stellte sich immer mehr die Frage, welche Art von Herrschaft mit dem Christentum in Einklang sei.
Der christliche Philosoph und Theologie Augustinus entwickelte in seinem Hauptwert "De Civitate Dei" ("Vom Gottesstaat") die Idee eines Gottesstaates, der dem irdischen Staat gegenübersteht.

Augustinus meinte:

- Der irdische Staat ist teils eine gottgewollte Ordnungsmacht, teilsweise aber ein von widergöttlichen Kräften beherrschtes Reich des Bösen.
- Der Gottesstaat andererseits wird in der Kirche sichtbar, ist jedoch mit deren äußerer Gestalt nicht einfach identisch.

Von dieser Grundidee her entwarf Augustinus eine umfassende Welt- und Heilsgeschichte. Dieser Entwurf war das ganze Mittelalter über sehr einflussreich.

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